Das forderten wir in den Tarifverhandlungen 2011 unter Anderem…

Bessere Bezahlung von Nachtdiensten!

Für Vollarbeit in der Nacht bekommen Ärzte an Unikliniken einen Mini-Zuschlag von 1,28 Euro pro Stunde – das reicht noch nicht einmal für eine Tasse Espresso.

Eine moderne Gehaltsstruktur!

Kindererziehung darf kein Nachteil sein. Wer aus familiären Gründen mehr Zeit zur Erlangung des Facharztes braucht, muss finanziell besser gestellt werden. Und wer sich als Fach - oder Oberarzt entscheidet, dauerhaft in der Klinik zu bleiben, sollte seiner Berufserfahrung entsprechend bezahlt werden.

Fünf Prozent mehr Gehalt!

Der letzte Tarifabschluss mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) liegt zweieinhalb Jahre zurück. Inzwischen werden Uni-Ärzte im Vergleich zu anderen Klinik ärzten am schlechtesten bezahlt.

Diese Ziele verfolgen wir weiterhin …

Bessere Bezahlung der Bereitschaftsdienste! Bei der Vergütung der Bereitschaftsdienste dürfen Uni-Ärzte gegenüber anderen Klinikärzten nicht weiter ins Hinter-
treffen geraten.

Öffnung des Geltungsbereiches!

Der Geltungsbereich des Tarifvertrages muss für alle im Landes dienst angestellten Ärzte geöffnet werden.

Das leisten Sie …

Spitzenmediziner erbringen Höchstleistungen. Gerade in Krisensituationen, wie zuletzt bei der EHEC-Epidemie, kommt Ihnen als Arzt an einer Uniklinik eine Schlüsselfunktion zu. Mit hochspezialisierten Versorgungs angeboten und neuesten Erkenntnissen aus der Forschung leisten Sie einen wesentlichen Beitrag zur Bewältigung solcher Krisen.

Mehrfachbelastung

Krankenversorgung, Forschung und Lehre – als Arzt an einer Uniklinik müssen Sie mehrere Aufgaben unter einen Hut bringen. Diese Mehrfachbelastung führt zu einem
hohen Anteil an Mehrarbeit.

Unbezahlte Überstunden

Nach der MB-Mitgliederbefragung 2010 werden nur ein Fünftel der anfallenden Überstunden an den Unikliniken vollständig vergütet, der Rest gar nicht oder bloß teil-
weise. Zeiterfassung ist an vielen Unikliniken immer noch ein Fremdwort – ein unhaltbarer Zustand!
Weitere Informationen zur Tarifrunde 2011 unter www.tdl-tarifrunde.de

Die Fakten …

Schlechte Bezahlung trotz Topleistung Deutschland ist europaweit führend bei klinischen Studien.

Schaut man aber auf die Bezahlung des wissenschaftlichen Nachwuchses, sind junge Uni-Ärzte im Vergleich zu anderen akademischen Berufseinsteigern klar im Nachteil.
Obwohl sie im Schnitt sieben Stunden pro Woche mehr arbeiten, verdienen sie rund 230 Euro weniger im Monat als Nachwuchskräfte aus den Natur- und Ingenieurwissen-
schaften.

Mangelnde Konkurrenzfähigkeit

Aufgrund der schlechten Arbeitsbedingungen drohen die deutschen Universitäten den Kampf um die besten Köpfe zu verlieren. In jeder fünften Uniklinikabteilung sind vier oder mehr Stellen vakant.

Benachteiligung gegenüber anderen Tarifbereichen

Die Einstiegsgehälter von Uni-Ärzten liegen bis zu vier Prozent unter dem Tarifniveau anderer Klinikträger. Besonders eklatant sind die Unterschiede bei Fachärzten an Unikliniken, die bis zu 8,76 Prozent weniger Gehalt bekommen als ihre Kollegen an Privatkliniken (z. B. Sana).