<h2 style="color: rgb(255, 0, 0); text-decoration: underline;"> Zu diesem Teil:</h2>Liebe Leute, hier ist der Inhalt der Streikhomepage aus den Jahren 2011/2006 "wild" zusammengewürfelt zu finden. <br />Es waren ursprünglich drei, jetzt nach 2011 sind es vier Kategorien:<br />- Tarifverhandlungen 2011<br />- Tarifvertrag 2006<br />- Aktionen 2006 und<br />- Streik 2006<br /><br />Jetzt läuft alles unter Streik 2011/2006. Wer also etwas nostalgisch werden will oder sich informieren will, wie es damals so abgelaufen ist, kann sich hier informieren.<br /><br />Damals haben wir Ärzte dazu beigetragen, dass nicht mehr Ver.di unsere Interessen "ver-"tritt, sondern der Marburger Bund als unsere Gerwerkschaft von der Arbeitgeberseite akzeptiert wurde. <br />Ver.di hatte zuvor immer als Partner für den MB und damit die Ärzte mitverhandelt, und unsere Vertretung hat dann das Erreichte angenommen. Das Problem ergab sich, da wir Ärzte eher eine unbedeutende Gruppe für Ver.di waren, so dass unsere oftmals sehr speziellen Interessen für die großer Ver.di-Gruppen eingehandelt wurden.<br /> Entsprechend verschlechterten sich die Arbeitsbedingungen für uns über die Jahre eher, als dass es besser wurde, bis im Jahre 2006 die Basis des MB den Vorstand basisdemokratisch aus dem Verbund mit Ver.di hinausgezwungen hat. <br />Merke: jede Gewerkschaft macht natürlich Klientelpolitik und die Arbeitgeberseite nutzt dies, wann immer möglich. Ver.di verhandelt immer noch für alle Ärzte an den Klinika mit und schließt ab, auch wenn inzwischen der MB oftmals zur selben Zeit in Verhandlungen steht. Im letzten Jahr war ja wieder die Tarifeinheit ein Vorstoß Ver.dis die kleineren Spezialgewerkschaften quasi durch die Hintertür unwirksam werden zu lassen. Zum Glück hat selbst die eigenen Ver.di-Basis damals durchschaut, wie ungewerkschaftlich das ganze ist und die eigene Spitze dabei gestoppt.<br /><a href="http://www.marburger-bund.de/rettet-die-koalitionsfreiheit/">http://www.marburger-bund.de/rettet-die-koalitionsfreiheit/</a><br /><br />2006 haben wir es geschafft, dass nach langen Streiks und viel Unmut, sich der Marburger Bund als Gewerkschaft emazipiert hat. Die Forderungen nach Verbesserungen unserer Arbeitsbedingungen wurden damals für die Tatsache eines Abschlußes eingetauscht und wir haben letztendlich einen Ver.di-ähnlichen Vertrag abgeschlossen. <br />Für den Streik damals hat der MB aber zum ersten Mal Streikgeld an die Berechtigten gezahlt, welche ihre Einkommensverluste entsprechend nachgewiesen haben. <br />Seither gibt es eine Streikkasse!<br />Und wir haben damals gelernt, wie man streikt. <br /><br />Die erste Gehaltstabellen-verbesserung kam dann etwa 2 Jahre später, hier war letztendlich kein Streik nötig, und die Einkommenssituation verbesserte sich gerade für die Jungen (und vor allem für die Oberärzte ?).<br />Die Tabelle lief aus und die TdL hat 5 Verhandlungsrunden ohne Tarifvorschlag veranstalltet um dann ein Angebot von 3,75 % plus linear und sonst keine Verbesserung oder man müsse die Forderungen nach besserer Bezahlung in den Bereitschaftdiensten und Familienfreundlicheren Arbeitsbedingungen aus diesem Pool von 3,75% mitfinanzieren.<br />Also haben wir die Urabstimmung abgehalten. An 23 deutschen Unikliniken haben 97,4 Prozent der teilnehmenden Ärzte für Arbeitsniederlegungen gestimmt. Das Votum zeige eindeutig, wie groß der Unmut der Ärzte über die Tarifgemeinschaft deutscher Länder ist.<br />Die Arbeitgeber sind in Verhandlungen zu keinerlei Kompromissen bereit gewesen. Wir forderten fünf Prozent mehr Gehalt, eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie eine bessere Bezahlung von Nachtdiensten. Wenn man bedenkt, dass die Uniärzte am schlechtesten von allen Tarifbereichen bezahlt werden und Forschung und Lehre auch noch zusätzlich "mitmachen", ist das Angebot der TdL unter Inflationsniveau unverschämt gewesen.<br /><br />Als wir in das Wochenende vor dem Streik gingen und so langsam die Sache an Fahrt aufnahm, einige Ambulanzen hatten bis zu 80% der Patienten ausbestellt, Streikbereitschaften waren für die Notversorgung organisiert, die Presse informiert und die Leute motiviert, Plakate gedruckt und Flyer in Auftrag gegeben, da fragte die TdL erneut an, ob man sich nicht noch einmal zusammensetzen könne.<br />Und schwupps: gab es eine Einigung. Leider sind unsere Tariferhöhungsforderungen nicht ganz erfüllt worden. Aber wenigstens sollen Dienste besser vergütet werden.<br />Bis zum Nächsten mal: Eure Vorreiter!<br /><br /><br />Also: auf ein Neues.................... Viel Erfolg! Informiert Eure nächsten!<br /><br /><br /><h2 style="color: rgb(255, 0, 0); text-decoration: underline;">Infos zu den Tarifverhandlungen vor der Einigung am 05.11.2011</h2><span style="text-decoration: underline;">Liebe Patienten</span>: keine
Angst, wir lassen sie nicht im Stich, Notfälle werden natürlich
weiterhin von unserem extra für Sie organisiertem Notdienst behandelt
werden. Wir bitten um Ihr Verständnis, dass es bei diesem unbegrenztem
Streik für alle Nicht-Notfälle zu langen Wartezeiten kommen könnte.
Letztendlich streiken wir vor allem auch für Sie und Ihre Versorgung in
der Zukunft, indem wir für Arbeitsbedingungen kämpfen, unter denen
vielleicht auch in der Zukunft Ärzte an den Universitätskliniken
arbeiten werden.<br /><br />Wussten Sie, dass inzwischen ein Facharzt an
städtischen Kliniken oder auch bei privaten Trägern (SANA, Asklepius,
Rhön etc.) fast 9% mehr Tariflohn erhält, zusätzlich zu einer besseren
Bezahlung der Dienste?<br />Sie sehen, dass die Universitätskliniken einiges aufzuholen haben.... Tag der kommenden Wochen wäre ein Streiktag gewesen..... <br /><h1 style="color: rgb(153, 153, 153);">Ankündigung Demonstrationen</h1><h2 style="text-decoration: underline; color: rgb(153, 153, 153);">Erste Streikwoche 07.11.-11.11.11 </h2><p style="color: rgb(153, 153, 153);">Montag 07.11.11 Start <br /> Wir treffen uns in der Stadt vor der Hirschapotheke,<br /> Ecke Hirschstrasse und Wengengasse ab 8:30 Uhr bis 15:00 Uhr.<br /> Ab 8:30 Uhr Aufbau des Zeltes und Plakatemalen,<br /> Es wird Hotdogs/HotDocs und was zu trinken geben. Um 11oo <br /> richtet sich Dr. Frank Reuther (MB) an die Anwesenden.<br /> Ende ca 15:oo Uhr.<br /><br />Dienstag
08.11.11 um 10:00 Uhr wird mit weißen Kitteln und auch wieder von <br /> Studenten
begleitet der Münsterturm bestiegen. Nach Möglichkeit <br /> mit SWR oder Regio
TV. Nachmittags um 14oo-16oo findet die <br /> Personalvollversammlung im
Klinikhörsaal OE statt (Arbeitszeit). <br /> Möglichst viele Ärzte sollen
hingehen. <br /> 16:30 Uhr Treffen der Streikleitung mit der Verwaltung<br /><br />Mittwoch 09.11.11 9:30 Uhr Abfahrt nach Stuttgart. Der Bus wartet unterhalb des
<br /> Safranberg auf dem kleinen Parkplatz der parallel zur Bahnlinie Ecke
<br /> Örlinger Straße und Böfinger Straße. Weiße Kittel, Plakate, <br /> Studenten
mitnehmen.<br /><br />Donnerstag 10.11.11 9:30 Uhr Abfahrt des Busses von gleicher
Stelle zur <br /> Streikveranstaltung in München. Weiße Kittel, Plakate,
Studenten <br /> mitnehmen.<br /> 19:30 Uhr Streikbesprechung
im Nebenzimmer des Herrenkellers in <br /> der Herrenkellergasse, da die
folgende Woche geplant werden <br /> muss. <br /><br />Freitag 11.11.11 Eine öffentlichkeitswirksame Idee für Freitag wird noch während <br /> der Woche ausgearbeitet.</p><br style="color: rgb(153, 153, 153);" /><h2 style="text-decoration: underline; color: rgb(153, 153, 153);">Zweite Streikwoche 14.11.-18.11.11</h2><p style="color: rgb(153, 153, 153);">Montag 14.11.11 Demo in Kiel (für Schleswig Holstein)<br />Dienstag 15.11.11 Demo in Magdeburg (für Sachsen-Anhalt)<br />Mittwoch 16.11.11 Demo in Greifswald (für Meck-Pomm)<br />Donnerstag 17.11.11 Demo in Köln (für NRW)<br /> Wöchentliches Donnerstagstreiktreffen um 19:30 im Herrenkeller</p><p style="color: rgb(153, 153, 153);"><br />Freitag 18.11.11 Demo in Heidelberg (für Baden Württemberg)<br /><br /><br /></p><h2 style="text-decoration: underline; color: rgb(153, 153, 153);">Dritte Streikwoche 21.11.-25.11.11</h2><p><span style="font-size: 18px ! important; color: rgb(153, 153, 153);"><span style="font-size: 18px ! important;">24. November </span>ZENTRALDEMO in Hannover <br /> (für alle Unikliniken)</span><br style="color: rgb(153, 153, 153);" /><br /></p><table style="border-style: none; margin: 1px; height: 13px; width: 28px;"><tbody></tbody></table><table style="border-style: none; margin: 1px; height: 44px; width: 109px;"><tbody></tbody></table><br /><h2 style="color: rgb(255, 0, 0);">Neuer Flyer:</h2>der MB hat einen <a target="_blank" href="res;jsessionid=D1CBF53A6930CC65AD946AEF2DC63D52.TCpfix100a?name=TdL_Streikflyer_web_final.pdf&type=resource">neuen Flyer zur Info über den Streik produziert: eine download-version gibt es hier.<br /></a><br /><h2 style="color: rgb(255, 0, 0);"><br /></h2><h2 style="color: rgb(255, 0, 0);">Zum Nachdenken:</h2>Bereitschaftsdienste werden aktuell immer noch mit Abschlägen bezahlt. <br />D.h.
wer nachts im Hochbelastungsbereitschaftsdienst arbeitet bekommt pro
Stunde 5 % vom Stundenlohn abgezogen, den er ganz normal unter Tags in
der Regelarbeitszeit bekommen hätte.<br />In der niedrigeren Belastungsklasse sind es 40% Abzug vom Stundenlohn. <br /><br />Das
Ganze wäre ja immer noch ein Zubrot, wenn am nächsten Tag nicht 8,4h
(also ein ganzer Tag) abgezogen würden. Das bedeutet, dass man für das
Fehlen am nächsten Tag, welches das Gesetz vorschreibt (!), zu 100%
finanziell bestraft wird.<br /><br />Als Beispiel:<br />Ein um 11 Uhr mittags
begonnener "Dienst" setzt sich zusammen aus 8,4h normaler Arbeitszeit.
Dann folgt direkt von 19:24 bis 7:30 ein Hochbelastungsdienst.<br /> Das
sind etwa 10,33Stunden. Diese "Überstunden" werden nur zu 95% bezahlt.
d.h es bleiben 9,33h übrig. Nach einem so langen Dienst verlangt das
Arbeitszeitgersetz gewisse Pausen: z.B.darf länger als 24 h niemand
arbeiten!<br />Der nächste Wochentag wird von der Abrechnungsstelle als
"geschuldete Arbeitszeit" zu 100% abgezogen: - 8,4 h (diese werden im
Gegensatz zu den 95%-Stunden der Nacht jedoch zu 100% abgezogen.<br /> Es bleiben für die ganze Nacht im Bereitschaftsdienst 2,33 Stunden übrig. <br />Diese
sind mit dem Stundenlohn zu multiplizieren: 2,33hx z.b. €26,35: macht
61 Euro BRUTTO (!) d.h. je nach Steuersatz und Abgaben sagen wir mal
etwa € 36 Euro netto extra für 21h nicht schlafen und eine Nacht weg von
Frau und Kindern (so man es überhaupt schafft eine funktionierende
Partnerschaft bei 5-7 Diensten im Monat zu unterhalten).<br /><br /> € 36
Euro extra für die ganze Nacht leben retten, denn genau das tun wir
zusammen mit unseren Kollegen aus dem Pflegebereich Tag für Tag und
Nacht für Nacht!<br /><br />Und dann erzählt der Verhandlungsführer der TdL
etwas davon, dass ein Abschluß nur gut und ausgewogen ist, wenn er
beiden Seiten weh tut. Also meine persöhnliche Schmerzgrenze ist schon
lange deutlich überschritten. <br />Der Tarifabschluß muss für viele von uns <span style="text-decoration: underline;"><br />mindestens</span> Inflationsausgleich <span style="text-decoration: underline;">PLUS</span> eine deutliche Verbesserung der Arbeitssituationen, vor allem der Dienstbezahlung ergeben!<br /><br />Es
muss aufhören, dass man für sozial ungünstigere Arbeitszeiten auch noch
bestraft. wird. Freiwillig würde kein Facharbeiter aus der Industrie
für solch eine miese Bezahlung die Nacht am Band stehen!<br />Rechnet man
die Sache für die Kollegen mit niedrigerer Belastungsstufe nach (also
60% Bezahlung, bei Greifen der maximal zulässigen Arbeitszeit laut
Gesetz, Abzug vom 8,4h zu 100% am nächsten Tag schaffen es diese
Kollegen sogar mit 21 Stunden durchrödeln NEGATIVSTUNDEN zu erarbeiten!<br />D.h.
am Wochenende müssen zusätzliche Überstunden gemacht werden, um auf das
Grundgehalt zu kommen. Diese Kollegen sind auch nachts zu 100% von
Ihren Familien getrennt. Lebenszeit ist Lebenszeit, Arbeitszeit ist
Arbeitszeit und Zeit ist Geld!<br /><br /><span style="font-size: 20px; color: rgb(255, 0, 0);"><span style="font-size: 20px;"><span style="font-size: 20px;"><span style="font-size: 20px;"><span style="font-size: 20px;"><span style="font-size: 20px;"><span style="font-size: 20px;"><span style="font-size: 20px;"><span style="font-size: 20px;"><span style="font-size: 20px;"><span style="font-size: 20px;"><span style="font-size: 20px;"><span style="font-size: 20px;"><span style="font-size: 20px;"><span style="font-size: 20px;"><span style="font-size: 20px;"><span style="font-size: 20px;"><span style="font-size: 20px;"><span style="font-size: 20px;"><span style="font-size: 20px;"><span style="font-size: 20px;"><span style="font-size: 20px;"><span style="font-size: 20px;"><span style="font-size: 20px;"><span style="font-size: 20px;"><span style="font-size: 20px ! important;">Aktuell:</span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span><br /><br /><span style="color: rgb(0, 51, 102);">In der
Tarifrunde für die rund 20.000 Ärzte an den 23 Universitätskliniken im
Tarifverbund der TdL fordert der Marburger Bund<br />- eine spürbare Anhebung
des Tarifniveaus um linear fünf Prozent<br />- eine bessere Bezahlung von
Nachtdiensten <br />- Strukturveränderungen in der Entgelttabelle.</span><br />
letztendlich waren die Forderungen so milde, dass von einem
Inflationsausgleich kaum gesprochen werden kann. Trotzdem sind diese
Forderungen nicht von der Arbeitgeberseite aufgenommen worden um
ernsthaft darüber zu diskutieren.<br /><br /><h2 style="color: rgb(255, 0, 0); text-decoration: underline;">Tarifvertrag 2006</h2><br /><h3 style="font-weight: bold;"><span style="color: rgb(0, 51, 102);">04.07.06-------------------------------------------------------------</span></h3><h3 style="font-weight: bold;">Der TV kommt....</h3>Die Mitglieder haben abgestimmt und sich für die Annahme des Tarifvertrags ausgesprochen.<br /><br /><h3 style="font-weight: bold;"><span style="color: rgb(0, 51, 102);">19.06.06-------------------------------------------------------------</span><br /></h3><p style="font-weight: bold; text-align: left;">Hallo liebe Kolleginnen und Kollegen,hier eine erste Analyse von Frank Reuther (Ärztesprecher in Ulm) zum neuen TV:</p><p style="text-align: left;">Hallo liebe Leute,<br />hier meine Bewertung des Tarifangebots der TdL an den Marburger Bund:</p><p style="text-align: left;">Aus
meiner Sicht handelt es sich vielleicht formell, aber nicht inhaltlich
um ein Angebot für einen ärztespezifischen Tarifvertrag.<br />Beiderseitig aus sachfremden Gründen,<br />von Seiten der TdL, weil der Marburger Bund nicht eingelenkt hat,<br />von Seiten von ver.di, weil der Marburger Bund es gewagt hat, sich von ihr zu lösen, <br />haben beide eine Tarifvertragsanlage Nr. 5 des TV-L vereinbart, die ärztefeindlicher nicht sein kann!<br />Aus
reiner Schwachheit will der Marburger Bund nun diese Anlage 5 nahezu
wortgleich übernehmen. Bezeichnend ist, dass der Marburger Bund nicht
einmal in der Lage war, die fehlerhafte Formulierung "Ärzte, Zahnärzte
und Psychiater" zu ändern.<br />Hier die Punkte, die dieses Tarifangebot so ärztefeindlich erscheinen<br />lassen, dass selbst der alte BAT in hellem Licht erstrahlt:</p><p style="text-align: left;">* bisher saßen alle Ärzte an einem Tisch, jetzt werden die Nichtkliniker <br /> auf den Hundeplatz verwiesen, mit sage und schreibe monatlich mehr als<br /> € 1.000 brutto weniger als sie die klinischen Kollegen bekommen<br />* weiterhin sollen die ebenso landesangestellten Ärzte in den Zentren für<br /> Psychiatrie kurzerhand ausgebootet werden<br />* die Berufseinsteiger hatten unter Beachtung der jetzigen Arbeitszeit- <br /> erhöhung nach altem BAT ein höheres Jahresbruttoeinkommen als sie <br /> jetzt haben werden, dafür bekommen Oberärzte und leitende Oberärzte<br /> deutlich mehr, die Ärzteschaft entfernt sich also auch im Altersaufbau<br /> deutlich voneinander<br />* bislang saßen alle Fachärzte in einem Boot, spätestens wenn sie 5<br /> Jahre in BAT IIa verbracht hatten, hatten alle nämlich BAT Ib, jetzt<br /> hängt es vom Wohlwollen der Arbeitgeber ab, wer als Facharzt bezahlt<br /> wird und wer nicht, die Facharztanerkennung der Ärztekammern <br /> verkommt zur Bedeutungslosigkeit<br />* das Gefälle zwischen West und Ost wird deutlich erhöht<br />* man kann sich seines neuen Gehalts nicht sicher sein, in wirtschaftlich <br /> schwachen Kliniken droht ein Abschlag von 10 %<br />* man ist sich auch nicht zu schade, offen Rechtwidriges in einen<br /> Tarifvertrag hineinzuschreiben, die vorgeschlagenen<br /> Zwangs-24-Stunden-Dienste entsprechen einer Ruhezeitverkürzung auf<br /> Null, was ohne opt-out (neben dem Arbeitsvertrag getroffene <br /> Vereinbarung auf Wunsch des Arztes) weder nach dem Arbeitszeitgesetz <br /> noch nach der Europäischen Arbeitszeitrichtlinie möglich ist.</p><p style="text-align: left;">Dass ver.di so etwas unterschreibt, könnte ich aus den vorgenannten Gründen verstehen. <br />Dass
der Marburger Bund wegen einer Gehaltserhöhung für unverheiratete und
kinderlose Oberärzte aber die Grundprinzipien der Einheit der
angestellten Ärzteschaft über Bord werfen will, halte ich für sehr
bedenklich.<br />Ver.di wird allerdings die marginalen Verbesserungen, wie
den Bereitschaftsdienstzuschlag von 25 % an Feiertagen (Sonntage zählen
da nicht dazu), auch zur Unterschrift vorgelegt bekommen, so dass wir
uns nach Auslaufen dieses Tarifvertrags sicher wieder darüber streiten
dürfen, wer nun abschließt.</p><p style="text-align: left;">Wenn sich irgendwelche Wirklichen Vorteile in diesem TV gegenüber der jetzigen Situation finden lassen, wüssten wir gerne Wo?<br /><br /></p><p style="text-align: left;">Euer</p><p style="text-align: left;">Frank J. Reuther</p><h3 style="color: rgb(255, 0, 0);">In der Jetzigen Form kann man dem TV eigentlich nur ablehnend gegenüberstehen!<br />Lasst uns Ver.di Ärzte-leer machen!<br />Alle
Ärzte, die Verdi-Mitglieder sind, sollten schleunigst dieser
Gewerkschaft die sich so ärztefeindlich verhält, den Rücken kehren!<br /></h3><div style="text-align: center;"><h3><span style="font-weight: bold; color: rgb(255, 0, 0);">Austreten aus Ver.di ist jetzt angesagt!<br /></span></h3><h3><span style="font-weight: bold; color: rgb(0, 51, 102);"><br />18.06.06--------------------------------------------------------------<br />Liebe Leute, hier folgt nach einem genaueren Studium und einem 24h-Dienst eine Analyse des Tarifangebots der TdL:</span></h3></div>Diese
fällt leider sehr nüchtern aus, wenn man das Tarifangebot betrachtet,
so ist es Wort für Wort aus den Ver.di-Angebot abgeschrieben!<br />Nur an
einigen (sehr) wenigen Stellen gab es Änderungen, die sich aber meist
für die breite Masse der Assistenten und Ärzte nicht in einem mehr an
Vergütung niederschlagen. <span style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;">(Rot
und Kursiv sind Kommentare, welche die Sachverhalte verdeutlichen,
jedoch als subjektiv zu werten sind, macht Euch Euer eigenes Bild!)</span><br /><br /><h3 style="font-weight: bold; color: rgb(0, 0, 255);">Was hat der MB zusätzlich errreicht:</h3>- Der Vertrag gilt nun auch für Ärzte in Servicebereich in der Patientenversorgung<br /> (z.B. Pathologie, Labor, Hygiene).<br /><br />- Die Vergütung der Rufbereitschaft wird erstmals geregelt (<span style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;">ist für alle die diese </span><br style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;" /><span style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;"> Dienste nicht machen irrelevant)</span>. <span style="color: rgb(0, 51, 102); background-color: rgb(255, 255, 255);">Hier wird jetzt jedoch nur noch auf eine </span><span style="color: rgb(0, 51, 102); background-color: rgb(255, 255, 255);"><br /> Stunde aufgerundet. <span style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;">Die vorherige Mindestvergütung von 3 Stunden entfällt</span><span style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;">. </span></span><br />- Bereitschaftsdienst an Feiertagen wird mit 25% Aufschlag bezahlt, also etwa <br /> 115%<span style="color: rgb(255, 0, 0);"> (Sehr schön! Und was ist</span><span style="color: rgb(255, 0, 0);"> mit Samstag, Sonntag, Montag bis Freitag? Warum <br /> werden unsere Nachtschichten</span><span style="color: rgb(255, 0, 0);"> immer noch mit Abschlägen vergütet, während <br /> es in allen anderen Berufen bis zu </span><span style="color: rgb(255, 0, 0);">150% gibt?)</span> <br />- Die Vergütung soll schon ab 1.7.2006 beginnen während der Tarifvertrag erst <br /> 1.11.06 in Kraft tritt. Er hat eine Mindestlaufzeit bis 31.12.2009. vorgesehen ist <br /> weiterhin eine Erhöhung der Bezüge um 2,9% ab Januar 2008 (im Westen). <span style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;">Dies </span><br style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;" /><span style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;"> ist noch nicht einmal ein vollständiger Inflationsausgleich, da demnächst die </span><br style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;" /><span style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;"> Mehrwertsteuer um etwa den selben Betrag angehoben wird.</span><span style="color: rgb(255, 0, 0);"><br /><span style="color: rgb(0, 51, 102);">- Die Anrechnung von Berufserfahrung wurde etwas genauer definiert <br /> (Kann-regelung). <span style="font-style: italic;"><span style="color: rgb(255, 0, 0);">Kann-Regelungen sind meist irrelevant. Alles was Geld kostet, <br /> wird nicht gemacht!<br /></span></span></span></span><p><span style="color: rgb(0, 51, 102);">- Der Arbeitnehmer <span style="color: rgb(255, 0, 0);">kann</span> mehr bezahlen als in der Tabelle angegeben (Bei <br /> höheren Lebenshaltungskosten, Personalknappheit, besonderer Qualifikation <br /> etc.) oder Stufen vorwegnehmen. <span style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;">Wieder eine Kann-Regelung!<br /><span style="color: rgb(0, 51, 102);">-</span></span></span><span style="color: rgb(0, 51, 102);"><span style="color: rgb(255, 0, 0);"><span style="color: rgb(0, 51, 102);"> Es wurden Regelungen Zur Mitarbeiterbeteiligung und Drittmittelbeteiligung <br /> aufgenommen.</span></span><span style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;"><span style="color: rgb(0, 51, 102);"> <span style="color: rgb(255, 0, 0);">Kann-Regelung</span></span></span></span><span style="color: rgb(0, 51, 102);"><span style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;"><span style="color: rgb(255, 0, 0);">en.<br /></span></span><span style="color: rgb(0, 51, 102);">- Der Arbeitgeber hat die Grundrechte der Ärzte zu beachten <span style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;">(wir dachten, die </span><br style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;" /><span style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;"> heißen so , weil jeder sie beachten muß, aber bestimmt nicht schlecht, dass es </span><br style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;" /><span style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;"> noch einmal niedergeschrieben wurde).</span><span style="color: rgb(255, 0, 0);"><span style="color: rgb(0, 51, 102);"> Ebenso verhält es sich mit den <br /> Grundrechten der Wissenschaftsfreiheit und der Gewissensfreiheit.<br />- Es folgen noch einige Regelungen für die Gehaltsfortzahlungen im Krankheitsfall<br /> (Für Ärzte unter §71BAT in der privaten KV Gehaltsfortzahlung bis zu 26 Wochen. <br /> Krankengeldzuschuss für 39 Wochen.) etc.</span></span></span></span></p><h3 style="font-weight: bold; color: rgb(0, 0, 255);">Was noch immer an Kröten zu schlucken ist:</h3><p><span style="color: rgb(0, 51, 102);"><span style="color: rgb(0, 51, 102);"><span style="color: rgb(255, 0, 0);"><span style="color: rgb(0, 51, 102);">- Die Gehaltstabelle ist die von Ver.di! <span style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;">Entsprechend gilt: Keine finanzielle </span><br style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;" /><span style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;"> Verbesserung in den ersten Jahren. Das Gerücht der 600 Euro mehr soll uns <br /> offensichtlich </span><span style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;">täuschen.</span><br /> Durch den Wegfall der Weihnachts-, und Urlaubs-Gelder und vor allem durch den<br /> Wegfall des Ortszuschlages (dieser alleine ist schon ein Verlust von etwa 560 <br /> Euro!) wird diese Gehaltserhöhung direkt aufgebraucht <span style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;">(ist also einfach eine <br /> Verdrehung der Tatsachen, </span><span style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;">wenn man sagt, ihr würdet jetzt mehr Geld <br /> bekommen (das Grundgehalt steigt </span><span style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;">zwar, aber es gibt zu viele Abzüge, und wer <br /> Kinder bekommen möchte steht nach unserer Rechnung auf </span><span style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;"> jeden Fall <br /> bedeutend schlechter da - und wer möchte keine Familie gründen?) - Wir <br /> versuchen das zu klären!</span><br />- Es gibt immer noch die Zukunftsicherungsklausel (ZuSi) : hiernach kann der <br /> Arbeitgeber in schwieriger finanzieller Lage das Gehalt der Ärzte um bis zu 10 % <br /> kürzen. Inzwischen ist jedoch der MB als Instanz dazwischengeschaltet <br /> (genaueres im Vertrag).<span style="font-style: italic;"><span style="color: rgb(255, 0, 0);"> Dies ist eine Maßnahme aus der freien Wirtschaft, wo <br /> Märkte sich selber regulieren können (dies ist im Gesundheitswesen nicht der <br /> Fall!). Solche Regelungen dürfen unseres Erachtens überhaupt nicht im <br /> Tarifvertrag stehen! (In den seltenen Fällen in denen es um die Zukunftsicherung <br /> des Betriebes geht sollte jeder Arbeitgeber individuell die Wahl haben, ob er <br /> seinen maroden Betrieb und die Geschäftsleitung unterstützen will, oder nicht!).<br /> Warum gibt </span></span></span></span></span></span><span style="color: rgb(0, 51, 102);"><span style="color: rgb(0, 51, 102);"><span style="color: rgb(255, 0, 0);"><span style="color: rgb(0, 51, 102);"><span style="font-style: italic;"><span style="color: rgb(255, 0, 0);">im Tarifvertrag </span></span></span></span></span></span><span style="color: rgb(0, 51, 102);"><span style="color: rgb(0, 51, 102);"><span style="color: rgb(255, 0, 0);"><span style="color: rgb(0, 51, 102);"><span style="font-style: italic;"><span style="color: rgb(255, 0, 0);"><span style="text-decoration: underline;">zusätzlich</span> zum Grundgehalt keine <br /> Gewinnbeteiligung für den Fall das ein Klinikum in den schwarzen Zahlen ist ? <br /> (auch dies ist ein Instrument des freien Marktes). Warum nur die nachteiligen <br /> Regelungen für uns?<br /></span></span><span style="color: rgb(0, 51, 102);">- Der Ost-West-Unterschied ist zementiert.<br />- Wöchentliche Arbeitszeit beträgt nun 42 Stunden (für die Kollegen mit 38,5 h <br /> Verträgen gehen etliche Urlaubstage verloren, für die mit 41 h-Verträgen <br /> summiert es sich über das Jahr auch auf fast 2 Tage weniger Urlaub).<br />- maximale Arbeitszeit immer noch 66h pro Woche und auch an den <br /> unmenschlichen und den Patienten gefährdenten 24h/d hat sich nicht geändert.<br /> <span style="font-style: italic;"><span style="color: rgb(255, 0, 0);">Hier steht auch nicht zur Debatte uns diese Möglichkeit des Zuverdienstes zu <br /> nehmen, diese rbeitsrechtlich ungesetzlichen Dienste müssen <br /> einkommensneutral abgeschafft werden! Wir brauchen alleine schon deshalb ein <span style="text-decoration: underline;"><br /></span> <span style="text-decoration: underline;">wirklich</span> höheres Grundgehalt!)</span></span></span></span></span></span></span></p><h3><span style="color: rgb(0, 51, 102);"><span style="color: rgb(0, 51, 102);"><span style="color: rgb(255, 0, 0);"><span style="color: rgb(0, 51, 102);"><span style="color: rgb(0, 51, 102);"><span style="color: rgb(0, 0, 255);"><span style="font-weight: bold;">Fazit:</span></span></span></span></span></span></span></h3>Es ist nicht so dass wir nichts erreicht haben: <br /><br />1. Es gibt ein wirkliches arztspezifisches Tarifvertragsangebot (Erstmalig! Super!)<br />2. Es gibt zum ersten Mal ein echtes schriftliches, veröffentlichtes Angebot der <br /> TdL mit echten Zahlen und Fakten (dies kann nicht mehr so einfach <br /> zurückgezogen werden, wie das bisher mit den "stillen" Undercoverangeboten <br /> aus den 2 1/2 Augengesprächen immer geschehen ist!). <br /><br />Aber leider haben wir dass, was wichtig ist noch nicht erreicht - und das ist:<br /><br />1. Endlich mehr Geld<span style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;"> (und zwar auf dem Konto - Es kann doch nicht sein, dass die </span><br style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;" /><span style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;"> Busfahrer in München so viel bekommen wie wir nach über 6 Jahren Studium, </span><br style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;" /><span style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;"> Dissertation und mit der Verantwortung, die wir tragen! - Nichts gegen </span><br style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;" /><span style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;"> Busfahrer! Sind auch sehr nette Leute und wir gönnen Ihnen ihr Gehalt)</span><br />2. Bereitschaftsdienstzuschläge (Es darf nicht bestraft werden, wenn man nachts <br /> oder am Wochenende arbeitet (ganz besonders sollte es nicht möglich sein die <br /> Fehlzeit vom nächsten Tag (Arbeitsschutz) abzuziehen. Die körperliche und <br /> soziale Belastung dieser Schichten müssen sich wenigstens klar finanziell lohnen,<br /> wenn schon die politische Bereitschaft nicht da ist sie zu vermeiden.<span style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;"> <br /> Unmenschliche </span><span style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;">Arbeitszeiten, nur um auf ein ordentliches Gehalt zu kommen <br /> dürfen einfach nicht nötig</span><span style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;"> sein.<br /></span><p><span style="color: rgb(0, 51, 102);">3. Das Ost-Westgefälle sollte zumindest perspektivisch abgebaut werden.<br />4. Endlich mehr Geld!<br />5. Endlich mehr Geld!<br /></span></p><br /><h2 style="color: rgb(255, 0, 0);"><br /></h2><h2 style="color: rgb(255, 0, 0); text-decoration: underline;">Aktionen 2006</h2><span style="font-weight: bold;">Aufruf an alle Ärzte aus Ver.di auszutreten 26.06.06<br /><br /><span style="font-weight: bold;">Nachdem
sich Ver.di extrem unkollegial verhalten hat und alle Möglichkeiten
genutzt hat, um uns zu schaden und den Tarifabschluß unmöglich zu machen
kann es nur eine einzige Konsequenz geben:<br /></span></span><h2><span style="color: rgb(255, 0, 0);">Austritt aus Ver.di !<br /></span></h2>Wer
davon nicht überzeugt ist sollte den folgenden Abschnitt lesen, ein
Ausschnitt aus dem Aufsatzes von Michael Wendl aus der Zeitschrift
"SOZIALISMUS" zum verdi- "Erfolg" im Hinblick auf die Ärzteeinkommen.<p>(M.
Wendl ist stellvertretender Landesbezirksleiter von verdi Bayern und
Leiter des "Tarifsekretariat öffentliche Dienste, Arbeiter,
Erwerbslose")</p>Michael Wendl<p>Umverteilung im Tarifsystem</p><p>Die Folgen des Streiks gegen die Länder (23.5.2006)<br />(...)</p><p>"ver.di
hat sich dagegen in zwei Fragen mit hoher symbolischer Bedeutung
durchsetzen können. Erstens bleibt es für die Mehrheit der streikenden<br />Beschäftigungsbereiche bei der 38,5-Stunden-Woche. Zweitens wurden die<br />Regelungen für die Ärztinnen und Ärzte nicht mit dem Marburger Bund, sondern<br />mit
ver.di abgeschlossen. Dabei hat ver.di ein Niveau akzeptiert, das der
Marburger Bund zuvor abgelehnt hatte. Faktisch wurde damit der Marburger<br />Bund
ausmanövriert. Nach der ständigen Rechtssprechung des
Bundesarbeitsgerichts soll in einem Betrieb nur ein Tarifvertrag gelten.<br />Kommt es trotzdem zu konkurrierenden Tarifverträgen, wird der Tarifvertrag<br />angewandt, der für die Mehrheit der Beschäftigten gilt.<br />Es war schon politischer Opportunismus oder berechnendes Kalkül auf<br />Arbeitgeberseite, gegenüber dem Marburger Bund den Eindruck zu erwecken, es<br />könne in öffentlichen Krankenhäusern einen eigenständigen Ärzte-Tarifvertrag<br />geben. Damit hatten die Arbeitgeber zunächst ver.di düpiert und im zweiten<br />Schritt den Marburger Bund vorgeführt. In der Folge werden insbesondere<br />durch die Notlagenregelungen für Krankenhäuser die Konflikte zwischen ver.di<br />und dem Marburger Bund in die Betriebe verlagert. Der ver.di-Erfolg in<br />dieser Frage besteht aber auch darin, dass die sehr moderate Erhöhung der<br />Ärzteeinkommen weitgehend DRG-neutral ist, d.h. keine Umverteilungseffekte<br />zulasten anderer Beschäftigungsgruppen ausgelöst werden.<br />Entgegen der Absicht des Marburger Bundes hat der Ärztestreik – zumindest in<br />der kurzen Frist – ver.di genutzt. ver.di hat damit die umstrittene Tarifzuständigkeit für diese Berufsgruppe zurückerobert. Die<br />Arbeitgeberseite hat im Gegenzug einen relativ kostengünstigen Abschluss<br />erhalten."<br /><br /></p><span style="font-weight: bold;">Ärztevollversammlung am 22.06.06 <br /></span>Der
Abschluß - Pro und Contra, warum so schlecht! Wir versuchen die
Hintergründe der Entscheidung des MB zu beleuchten und Fragen zu klären.
Auch ein Meinungsbild ist wichtig für die weitere Planung.<span style="font-weight: bold;"><br /><br /><br />Die "Ulmer lange Nacht der Medizin" <span style="font-weight: bold;">am 13.+14.06.06</span> <br /><br /></span>Ulmer Fortbildung rund um Mitternacht - Wir Ärzte bedanken uns bei den Ulmer Bürgern" und bilden uns für Sie fort!<br /><br />Die
Lange Nacht der Medizin war ein voller Erfolg. Beginnend um 8 Uhr
abends war der Vorlesungssaal gut gefüllt, auch viele Studenten hatten
den Weg zu uns gefunden. <br />Die von der Landesärztekammer mit insgesamt
10 Fortbildungspunkten belohnten Vorlesungen waren ausnahmslos gut
aufgemacht, breit gefächert und sehr informativ. <br />Für das Leibliche
und seelische Wohl war hervorragend gesorgt worden (hier muss man
wirklich den fleißigen Helfern und Sponsoren von Speis´ und Trank noch
einmal herzlich danken). <br />Trotz Zuschauerwegbruch in den frühen
Morgenstunden und Einigen, die der Schlaf überman(n)te und welche eine
beruhigende Schnarchkulisse erzeugten, hielten es doch
erstaunlicherweise mehr Zuhörer als gedacht bis mogens um 7:30 Uhr
durch. <br />Wer dabei war, dem ist spätestens jetzt klar, wie sich ein
24 h Dienst anfühlt und dass man auch trotz Gulaschsuppe, unbegrenztem
Gratis-Kaffee und köstlichem Frühstückskäsekuchen danach nicht mehr so
wirklich fit ist.<br />Ein toller Erfolg trotz anschließendem Schlafdefizit, spannend moderiert und organisiert. Danke!<strong><strong><font style="font-size: 14px;"><br /><br />Das Ulmer Fortbildungskaleidoskop am 1.06.05<br /></font></strong></strong><strong><strong></strong></strong><p>Die
Streikwoche neigt sich langsam dem Ende zu, da geben die Ulmer
Universitätsärzte noch mal richtig Gas. In einer mehrstündigen
fachübergreifenden Fortbildungsveranstaltung bildeten sich der Großteil
der streikenden Ärzte zum Wohl ihrer Patienten fort. "So viel Zeit muss
sein - Für die optimale Versorgung unsere Patienten opfern wir immer
unsere Freizeit. Bestimmt vergrößert unser hohes Wissenspotential unsere
Chancen auf dem Arbeitsmarkt im Ausland, wenn hier aufgrund der
verlogenen Gesundheits- und Tarifpolitik die Universitätskliniken gegen
die Wand gefahren worden sind."<br />Spannende Vorträge über
Gesundheitsrisiken während der Fußball-WM, Narkose, erektile
Dysfunktion, Risiken des Alters, Hautkrankheiten, Bronchoskopie, die
Pathogenese von Tumoren und über die "Östrache" sorgten zusammen mit dem
in der Pause in Weingläsern gereichten Kaffee für Kurzweil. Tolle
Organisation! Respekt.</p><p><img height="1536" border="0" width="2048" style="width: 169px; height: 119px; -moz-force-broken-image-icon: 1;" src="res;jsessionid=807AB43EB9E336DC1B9C980E3062A145.TCpfix100b?name=Pashur.jpg&type=image" /><img height="1503" border="0" width="1518" style="width: 120px; height: 119px; -moz-force-broken-image-icon: 1;" src="res;jsessionid=807AB43EB9E336DC1B9C980E3062A145.TCpfix100b?name=Kaffee.jpg&type=image" /><img height="1536" border="0" width="2048" style="width: 171px; height: 119px; -moz-force-broken-image-icon: 1;" src="res;jsessionid=807AB43EB9E336DC1B9C980E3062A145.TCpfix100b?name=Krebs.jpg&type=image" /><br /></p><p> <br /></p><strong><strong><font style="font-size: 14px;">Demonstration mit den bayerischen Universitätskliniken in München am 30.05.06<br /></font></strong></strong><font style="font-size: 14px;"><p>Unter
lautem "Ulmer Trommelwirbel" haben wir uns zusammen mit den bayerischen
Kollegen heute in deren Hauptstadt aufgemacht und einen Protestzug von
mehr als 1500 ÄrztInnen und Ärzten im wahrstem Sinne des Wortes
angeführt.<img height="489" border="0" width="1377" style="width: 474px; height: 167px; -moz-force-broken-image-icon: 1;" src="res;jsessionid=807AB43EB9E336DC1B9C980E3062A145.TCpfix100b?name=m%C3%BCnchen2.jpg&type=image" /><br /></p></font><font style="font-size: 14px;"><p>Zeitgleich
fand in Hannover eine Großkundgebung der norddeutschen
UniversitätskliniksärztInnen und Ärzte statt. Bundesweit waren heute
12.500 Ärzte dem Streikaufruf gefolgt. Duch die Aufteilung konnten die
Anfahrtszeiten angenehm kurz gehalten werden. <br />Auch Kollegen aus
VKA-Häusern, dem deutschen Herzzentrum richteten bei der Kundgebung das
Wort an die Streikenden. Zeitgleich zur Schlußkundgebung waren einige
Münchner Kollegen bei der lokalen Politik geladen, so dass z.B. Andreas
Botzlar leider nur auf der Einführungsveranstaltung geschliffene Worte
gegen die "Neinsager" und Blockierer richten konnte. <br /><a title="Münchner Demo 30.05.06 - Pressererklärung des MB" href="http://www.marburger-bund.de/marburgerbund/landesverbaende/lv_bayern/aktuelles/texte2006/Bayerische_Uniaerzte_im_Regen.php" target="_blank">Link zur Presseerklärung des MB</a><br /></p></font><p><strong><strong><font style="font-size: 14px;">Drachenbootrennen am 18.05.06</font></strong></strong></p><font style="font-size: 14px;"><p>Das Bootsrennen auf der Donau <font color="#ff0000">"Mediziner sind keine Rudersklaven! - Mit uns kostet es Geld, ohne uns das Leben"</font>
hat unter großer Beteiligung stattgefunden. Fotografen und Rundfunk
waren da um zu sehen, wie unzählige Mediziner sich in 3 großen
Drachenbooten gegen die Strömung der Donau und durch wütende "Schira,
Schira,.....Ulla, Ulla!" - Rufen aufgeputscht, zum Rhythmus großer
Trommeln aus Baden Würtemberg absetzten. <br />Was unsere Politiker nicht
sehen wollen zeigt sich hier bildhaft. Kommt die Gemeinschaft der Ärzte
erstmal in Bewegung und kämpft zusammen, dann kann uns auch eine noch so
starke Gegenströmung nicht mehr aufhalten.<br /><img height="182" border="0" width="447" style="width: 447px; height: 148px; -moz-force-broken-image-icon: 1;" src="res;jsessionid=807AB43EB9E336DC1B9C980E3062A145.TCpfix100b?name=Drachenbootrennen1_klein.jpg&type=image" /><br /></p></font><p><strong><font style="font-size: 14px;">Blutspendeaktion am 17.05.06</font></strong> </p>Die <font color="#ff0000">Aktion "Herzblut"</font>
war ein voller Erfolg. Um etwa 10 Uhr hatte sich vor dem
Registrierschalter des Blutspendedienstes eine lange Schlange wartender,
spendebereiter Ärzte gebildet. Die Angestelltendes Blutspendedienstes
kamen mit dem Blutabnehmen nicht mehr nach und es kam zu einem Rückstau
mit Wartezeiten von bis zu 2 Stunden.<br /><p>Die Bevölkerung ist
begeistert von dieser Aktion unter dem Motto "mit Herzblut dabei - Ärzte
spenden für Ihre Patienten" und sieht erneut sehr konkret, dass der
Ärztestreik nicht gegen sondern für unsere Patienten geführt wird.</p><p><img height="394" border="0" width="970" style="width: 444px; height: 180px; -moz-force-broken-image-icon: 1;" src="res;jsessionid=807AB43EB9E336DC1B9C980E3062A145.TCpfix100b?name=Blutspende1k.jpg&type=image" /><br /></p><h3>Großdemo in Münster</h3><h3>Grossdemo in Hannover</h3><h3>Grossdemo in Berlin</h3><h3>Grossdemo in Stuttgart</h3><h3>Grossdemo in Köln am 11.04.06</h3>Auf
der Großdemo in Köln hatten wir die vielgefeierte TdL als Imperator auf
der Sänfte dabei - ein oft photographiertes Motiv. Ein dickes Lob auch
an die Träger, Ihr habt einen tollen Job gemacht. Es war zwar sichtlich
anstrengend, aber auch bezeichnend, dass sich innerhalb kürzester Zeit
ein solidarisches Rotationsprinzip zum Auswechseln ermüdender
Sänftenträger ausbildete. Durch diese gegenseitige Unterstützung haben
wir das "Kind" letztendlich sehr gut geschaukelt.<br /><br /><img height="879" border="0" width="1995" src="res;jsessionid=807AB43EB9E336DC1B9C980E3062A145.TCpfix100b?name=koeln1.jpg&type=image" style="width: 457px; height: 200px; -moz-force-broken-image-icon: 1;" /> <br /><br /><br /><h3>Grossdemo in Ulm am 04.04.06</h3>Nachdem
die anderen Universitätskollegen gehört hatten, was uns in Ulm für ein
scharfer Wind entgegenbläst (von Verwaltungsseite) , war für alle sofort
klar, die nächste große Demo findet in Ulm statt. Dies ließ uns nach
dem Treffen der Ärztevertreter noch 4 Tage Zeit etwas auf die Beine zu
stellen.<br /><br /><img height="672" border="0" width="2028" style="width: 461px; height: 153px; -moz-force-broken-image-icon: 1;" src="res;jsessionid=807AB43EB9E336DC1B9C980E3062A145.TCpfix100b?name=muepla1.jpg&type=image" /><br /><img height="2048" border="0" width="1536" style="width: 92px; height: 124px; -moz-force-broken-image-icon: 1;" src="res;jsessionid=807AB43EB9E336DC1B9C980E3062A145.TCpfix100b?name=Muepla2.jpg&type=image" /><img height="1536" border="0" width="2048" style="width: 165px; height: 124px; -moz-force-broken-image-icon: 1;" src="res;jsessionid=807AB43EB9E336DC1B9C980E3062A145.TCpfix100b?name=muepla3.JPG&type=image" /><img height="1536" border="0" width="2048" style="width: 149px; height: 126px; -moz-force-broken-image-icon: 1;" src="res;jsessionid=807AB43EB9E336DC1B9C980E3062A145.TCpfix100b?name=muepla4.jpg.JPG&type=image" /><img height="1230" border="0" width="645" style="width: 54px; height: 125px; -moz-force-broken-image-icon: 1;" src="res;jsessionid=807AB43EB9E336DC1B9C980E3062A145.TCpfix100b?name=muepla6.jpg&type=image" />
<br /><img height="731" border="0" width="1857" style="width: 460px; height: 180px; -moz-force-broken-image-icon: 1;" src="res;jsessionid=807AB43EB9E336DC1B9C980E3062A145.TCpfix100b?name=Demozug+2.jpg&type=image" /><br /><h3><br /></h3><h3>Demonstration vor unserer Verwaltung</h3>Nachdem
uns von Seiten unserer Verwaltung rechtswidriger Weise zu Beginn des
Streikes trotz großzügiger Notdienstvereinbarung eine Urlaubs- und
Kongresssperre auferlegt wurde haben die Ulmer Ärzte eine "kleine"
Großdemonstration vor dem Verwaltungsgebäude am "Oberen Eselsberg"
abgehalten. Die Herren Direktoren (welche namentlich bekannt sind)
hatten sich sogar dazu erdreistet, einige unserer Kollegen mit der
Androhung der Kündigung aus dem Urlaub zurückzuholen. Abgesehen dasvon,
dass die Versorgung der Patienten zu keinem Zeitpunkt gefährdet war, da
wir sogar die großzügige Notdienstvereinbarung noch übererfüllt hatten,
ist dies rechtlich einfach nicht zulässig. Das Arbeitsgericht Ulm gab
den Kollegen, welche einstweilige Verfügungen gegen diese Urlaubssperre
erwirken wollten wegen der "Eindeutigkeit der Rechtslage" auch direkt
Recht, aber leider die "Einstweilige Verfügung" nicht, da das Verhalten
der Verwaltung klar rechtswidrig sei, dass man dieses Mittels nicht
benötige. <br />Trotz dieser Rechtsbelehrung wurde die Urlaubssperre und
die Androhung bei einem Verstoß die Kündigung auszusprechen von ver
Verwaltung weiterhin aufrechterhalten. Selbst unser ärztlicher Direktor
hat in einem Zeitungsinterview ein Unrechtsbewußtsein sträflich
vermissen lassen. Man könnte den Eindruck mangelndes sozialen Geschickes
gewinnen. Um unserem Hass und der wachsenden Frust gegen diese Willkür
Luft zu machen wurde also demonstriert. Motivierte Mitarbeiter sehen
anders aus. Von uns identifiziert sich seither kaum noch jemand mit
unserer Klinik. Schade eigentlich...<br /><img height="723" border="0" width="1797" style="width: 456px; height: 183px; -moz-force-broken-image-icon: 1;" src="res;jsessionid=807AB43EB9E336DC1B9C980E3062A145.TCpfix100b?name=Verwaltung1k.jpg&type=image" /><br /><br /><h3>Urabstimmung über den Streik am 23.05.06<br /></h3><p>Mit
weit über der erforderlichen 75%-Hürde liegenden Ja-Stimmen von 98,1%
wurde in der Urabstimmung unter den MB-Mitgliedern an den
Universitätskliniken in BW für eine sofortige Einleitung von
Streikmaßnahmen gestimmt.<br /></p><h3><br />Warnstreik in Ulm Ab dem 1.03.06</h3>-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------<br /><b><span style="font-size: 10pt; color: rgb(255, 102, 0); font-family: Arial;">26.06.06 Ver.di "die dunkle Seite der Macht"<br /> Die deutsche Einheitsgewerkschaft und wie sie uns mit Füßen <br /> tritt. </span></b><span style="font-size: 10pt; color: rgb(255, 102, 0); font-family: Arial;"><span style="color: rgb(0, 51, 102);">Verdi hat wohl massiv interveniert um dem MB und dem <br /> Ärztestreik zu schaden. Nicht nur hat man wohl groß angelegt mit <br /> Telefonaktionen versucht die Finanzminister von Verhandlungen mit <br /> dem MB abzubringen, auch wurde aktiv und mit Vorsatz in der<br /> Tarifpolitik den Ärzten und dem MB geschadete. s.<a title="Verdi-die dunkle Seite der Macht" href="http://www.marburger-bund.de/marburgerbund/bundesverband/mb-zeitung/mbz2006/ausgabe09-06/06.php" target="_blank">MB-Informationen</a></span><br /></span><b><span style="font-size: 10pt; color: rgb(255, 102, 0); font-family: Arial;"><br />20.06.00 Große Tarifkommission muss zustimmen und die Urabstimmung<br /> initiieren</span></b><span style="font-size: 10pt; color: rgb(255, 102, 0); font-family: Arial;"> <span style="color: rgb(0, 51, 102);">in der die Mitglieder dann den schlechten Vertrag ablehnen<br /></span></span><b><span style="font-size: 10pt; color: rgb(255, 102, 0); font-family: Arial;"><br />18.06.06 Ärztesprechertreffen in Berlin ("Wir lesen dem MB die Leviten!")<br /><br />16.06.06 Tarifeinigung TdL mit MB (der erneute Versuch uns Ver.di zu <br /> verkaufen)<br /><br />10.06.06 Aufnahme von erneuten Verhandlungen (v.a. Erreicht durch <br /> den unveränderten Streikdruck)<br /><br />01.06.06 Sitzung der Landesfinanzminister (Ablehnung weiterer <br /> Verhandlungen mit dem MB)<br /><br />29.05.06 Ärztevollversammlung 17:00 HS 4 am Safranberg <span style="color: rgb(0, 51, 102);">Informationsabend
über Neues aus den Verhandlungen, vom Ärztetag und der
Delegiertenversammlung des MB, über den Verdiabsch(l)uß und den Streik</span></span></b><span style="font-family: 'Trebuchet MS',sans-serif;"><br />Trotz Feierabend und Notdiensten schafften es doch Ärzte aus fast allen Fachrichtungen auf die Ärztevollversammlung. </span>Nachfolgend die "brennendsten TOPs":<br /><p><span style="color: rgb(255, 0, 0);">Bericht vom zentralen Ärztetreffen in Berlin 19.5.06 </span>(Der Tag, an dem die TDL den Schandvertrag mit ver.di bekannt gab! Für wen gilt dieser Schandfleck?)<br /><span style="color: rgb(255, 0, 0);">Zusammenfassung der MB-Hauptversammlung in Magedeburg</span> (Wie sehen die bisherigen Verhandlungsgrundlagen aus? Arbeitszeiten - Opt Out Regelungen, Bereitschaftsdienst)<br /><span style="color: rgb(255, 0, 0);">Wie schlecht ist der Schandvertrag TDL-ver.di?</span> (Gehalt-Überstundenvergütung-Abstriche-Abstriche-Abstriche!)<br /><span style="color: rgb(255, 0, 0);">Höhepunkte vom Ärztetag in Magedeburg 23.5.06</span><br /><span style="color: rgb(255, 0, 0);">Aktuelles des zentralen Ärztetreffens in Frankfurt 24.5.06</span>
Was läuft hinter den Kulissen? Wer verhandelt mit wem und warum mit der
VKA erst wieder so spät, wo die doch streiken sollten? Was bringt der
Vorschalttarifvertrag in Hamburg und warum gibt es noch keine genauen
Informationen darüber?<br /></p>----------------------------------------------------------------------------------------------------------<br /><b><span style="font-size: 10pt; color: rgb(255, 102, 0); font-family: Arial;">Eine gute (?) Idee ? <span style="color: rgb(0, 51, 102);">aus einem <a title="Man beachte den 3. Absatz" href="http://www.welt.de/data/2006/05/26/892627.html" target="_blank">Artikel in der Welt </a>- Idee der Delegierten des Ärztetages gegen Repressalien </span></span></b><b><span style="font-size: 10pt; color: rgb(255, 102, 0); font-family: Arial;"><span style="color: rgb(0, 51, 102);">gegenüber der streikenden Kollegen </span></span></b>durch deren Chefs <br /><div style="text-align: left;"><p class="MsoNormal"><b><span style="font-size: 10pt; color: rgb(255, 102, 0); font-family: Arial;">22.05.06 Solidaritätsbekundung durch die Deutsch Gesellschaft für <br /> Chirurgie <span style="color: rgb(0, 51, 102);">aus einem Schreiben vom 22.05.06</span><span style="background-color: rgb(51, 102, 153);"><br /></span></span></b></p><p class="MsoNormal"><b><span style="font-size: 10pt; color: rgb(255, 102, 0); font-family: Arial;">--------------------------------------------------------------------------------------------------------------<br />24.05.06<br /></span></b></p><p class="MsoNormal"><b><span style="font-size: 10pt; color: rgb(255, 102, 0); font-family: Arial;">Weiteres Vorgehen</span></b><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;"><br /><b>Ergebnis des Treffens der Ärztesprecher Unikliniken und Landeskrankenhäuser am 24. Mai 2006 </b></span><span style="font-family: Arial;"><br /></span><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;"><br />Die
Sprecher haben ausführlich die Situation in den Kliniken diskutiert.
Als Reaktion auf die Ankündigung der TdL, mit dem Marburger Bund keine
Tarifverhandlungen mehr führen zu wollen, haben die Ärztesprecher eine
Ausweitung des Streiks beschlossen. Die Beschlüsse des Sprechertreffens
vom 19.5. in Berlin wurden konkretisiert.<br /> <br />Danach werden ab
kommenden Montag (29.5.) die Ärztinnen und Ärzte im Bereich der TdL
wochenweise - wurde mit Mehrheit gegen durchgängige Streiks
verabschiedet - ihre Arbeit niederlegen. In den "aktiven" Streikwochen
werden i.d.R. dezentrale Aktionen durchgeführt. <br /><br />Am kommenden
Dienstag (30.5.) werden allerdings zwei zentrale Demonstrationen
parallel in München und Hannover durchgeführt. Gedacht ist, dass die
Streikenden nach der besseren Erreichbarkeit entscheiden, an welcher
der beiden Veranstaltungen sie teilnehmen. Genaue Zeiten und
Treffpunkte werden wir mitteilen, sobald wir sie wissen. <br /><br />Am
Mittwoch (31.5.) sollen dezentral in den Städten, in denen gestreikt
wird, Mahnwachen in Form von Verhandlungstischen - ggf. rund um die
zuständigen Ministerien - aufgestellt werden (Idee Baden-Württemberg). <br /><br />Am
Donnerstag (1.6.) soll dezentral die Unimedizin zu Grabe getragen
werden (mögliche Elemente: Sarg; tot stellen; Sensenmann; Spiel mir das
Lied vom Tod). <br /><br />Als flankierende Maßnahme sollen alle Ärztinnen
und Ärzte im Bereich der TdL zudem Zwischenzeugnisse bei ihren
Kaufmännischen Direktionen oder Personalleitungen anfordern (Idee RA
Rein). Die entsprechenden Vordrucke finden Sie auf der <a href="http://www.marburger-bund.de/" target="_blank">Homepage</a> des Marburger Bundes. <br /><br />Zur
Abstimmung der Aktionen der übernächsten Streikwoche werden
die Vertreter der Unikliniken und psychiatrischen
Landeskrankenhäuser am Freitag, den 2.6., zu ihrem nächsten Treffen in
Frankfurt zusammenkommen. Das Treffen wird voraussichtlich um 15 Uhr
stattfinden. Nach Abstimmung mit dem Konferenzzentrum des Flughafens
werden wir den genauen Ort und die Zeit mitteilen. <br /><br /><br /></span></p><p class="MsoNormal">------------------------------------------------------------------------------------------------------------------<br /></p><p><font style="background-color: rgb(255, 255, 255);">Solidarität mit streikenden Klinikärzten</font></p><p><font style="background-color: rgb(255, 255, 255);">·
Die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie mit allen in ihr vertretenen
Fachgesellschaften (s. u.) und der Berufsverband Deutscher Chirurgen
stehen hinter den berechtigten Forderungen der Klinikärzte. Der seit
Jahren angemahnte dringende Handlungsbedarf muss endlich anerkannt und
in wirksame Vereinbarungen umgesetzt werden.</font></p><p><font style="background-color: rgb(255, 255, 255);">·
Alle Beteiligten sind aufgefordert, unverzüglich Lösungen umzusetzen,
wie sie an einzelnen Standorten bereits gefunden wurden. Die starre
Haltung der Tarifgemeinschaft der Länder verhindert mögliche akzeptable
Kompromisse mit den Klinikleitungen. Diese und nicht die Finanzminister
haben entsprechende Vereinbarungen auch budgetär zu tragen.</font></p><p><font style="background-color: rgb(255, 255, 255);">·
Der Wert ärztlicher Tätigkeit und die Bereitschaft zur Leistung müssen
endlich wieder die erforderliche Anerkennung finden. Dazu gehören eine
angemessene Vergütung aller geleisteten Arbeitstunden, humane
Arbeitsbedingungen, Konzentrierung auf primär patientenorientierte
Tätigkeit, Arbeitsverträge, die jungen Chirurginnen und Chirurgen auch
Perspektiven eröffnen sowie Freiräume für Forschung, Fort- und
Weiterbildung</font></p><p><font style="background-color: rgb(255, 255, 255);">·
Die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie unterstützt zur Umsetzung
dieser Forderungen ausdrücklich den Marburger Bund (MB). Er ist die
einzige legitime Vertretung der Klinikärzte, in der von insgesamt
146.000 angestellten und beamteten Ärzten über 105.000 gewerkschaftlich
organisiert sind. Verdi hat kaum Ärzte als Mitglieder. So wundert es
auch nicht, dass Verdi bereit ist, einen Tarifvertrag abzuschließen,
der voll zu Lasten der Ärzte gehen würde:</font></p><br /><p><font style="background-color: rgb(255, 255, 255);">Hier die negativsten Auswirkungen auf die Ärzte:</font></p><p><font style="background-color: rgb(255, 255, 255);">•
Verdi streikt monatelang gegen höhere Arbeitszeiten – Ärzte sollen nun
aber 42 Stunden in der Woche arbeiten, und das ohne vollen
Lohnausgleich.<br />• Während alle übrigen Berufsgruppen Einmalzahlungen
erhalten (je nach Gruppe bis zu 450 €/Jahr), werden Ärzten diese
Zahlungen verweigert.<br />• Der Vertrag sieht mögliche Gehaltskürzungen
in Höhe von 10% durch „Maßnahmen zur Zukunftssicherung“ vor, wenn sich
Kliniken in Notlagen befinden.<br />• Ärzte sollen ein in die Gehälter
eingearbeitetes Weihnachtsgeld in Höhe von 30% erhalten, während man
bereit ist, anderen Berufsgruppen bis zu 95% zuzugestehen.<br />• Es wird
keinen Feiertagszuschlag bei Bereitschaftsdiensten geben, der zwischen
MB und der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) in Höhe von 25% bereits
verhandelt war.<br />• Der Besitzstand nach §71 BAT, der die
Gehaltsfortzahlung im Krankheitsfall regelt, wurde für Ärzte
gestrichen, allen anderen Berufsgruppen bleibt er erhalten.<br />• Die Ost/West-Ungerechtigkeiten bei den Gehältern werden zementiert und verstärkt.<br />• Der Vertrag soll nicht zum 1. Juli, sondern erst zum 1. November wirksam werden.<br /><br />·
Wir sehen mit großer Sorge einer weiteren Eskalation der
Streikmaßnahmen entgegen, falls der Verhandlungsführer der TdL auf
seinen bisherigen Positionen beharrt und jetzt rigoros den
Vertragsabschluss mit Verdi auch als verbindlich für die Klinikärzte
ansieht. Den Universitätskliniken drohen als Wissenschaftsstandorten
und in der Krankenversorgung trotz der dafür vorgesehenen
Notfallregelungen schwere Beeinträchtigungen.</font></p><p><font style="background-color: rgb(255, 255, 255);">Deutsche Gesellschaft für Chirurgie<br />Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie<br />Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie<br />Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und orthopädische Chirurgie<br />Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen<br />Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie<br />Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie<br />Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie<br />Deutsche Gesellschaft für Viszeralchirurgie<br />Berufverband Deutscher Chirurgen</font></p><p><font style="background-color: rgb(255, 255, 255);">Ansprechpartner für Rückfragen:<br />Professor Dr. med. Hartwig Bauer, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie<br />Luisenstr. 58/59<br />10117 Berlin<br />Tel. 030/2887<br />Fax 030/28876299<br />Mail H. Bauer@dgch.de<br /></font></p></div><p>[...]Und
so haben auch die 250 Delegierten des Ärztetags ihre Solidarität mit
den Arbeitskampfmaßnahmen der Mediziner erklärt und zugleich vor
Repressalien gegen streikende Ärzte gewarnt. Den verantwortlichen
Chefärzten sollte in solchen Fällen die Ermächtigung zur Weiterbildung
mangels "persönlicher Eignung" entzogen werden, heißt es in einem
Entschließungsantrag.[...] </p><br />----------------------------------------------------------------------------------------------------------- <br /><br /><h2 style="color: rgb(255, 0, 0);">Jahresende 2006<br /></h2>Zum Jahresende hat
der MB Streikausgleichszahlung an diejenigen der Streikenden, welche
ihre Ansprüche bis zum Stichtag geltend gemacht haben ausgezahlt. Sie
kompensieren zwar nicht hundertprozentig die Gehaltsausfälle des
Arbeitskampfes, aber dafür, dass zu Beginn des Streikes noch nicht mal
eine Streikkasse bestand, kann man doch zufrieden sein. Beim nächsten
Mal wird dies bestimmt anders.<br />Die Verwaltung zahlt laut Ihrem
Infoschreiben die auf 95% erhöhte Bereitschaftsdienst- vergütung erst
ab November 2006 aus, inzwischen ist die Abrechnung jedoch umgestellt.<br />Euch allen ein frohes und gesundes neues Jahr!<h2 style="color: rgb(255, 0, 0);"><br /></h2><h2 style="color: rgb(255, 0, 0);">11.12.06 Morgen ist eine Ärztevollversammlung!</h2>Am
12.12.06 Findet wie in den Rundemails angekündigt eine
Ärztevollversammlung zum TV-Ä statt. Bitte kommt zahlreich um 17 Uhr
zum Hörsaal 4 am Safranberg. Die Vertreter vom MB werden uns über die
Möglichkeiten des TV-Ä informieren und müssen wissen, wo unsere
Probleme und Reibepunkte mit dem TV konkret liegen, also stellt
möglichst viele Fragen.<br /><br /><h2 style="color: rgb(255, 0, 0);">28.11.06 Was ist los mit dem TV-Aerzte?</h2><p>Bezüglich
der neuen Arbeitszeiten bitte ich um etwas Geduld und Nachsicht mit der
Verwaltung. Der neue TV-Ä wurde in letzter Sekunde vor Inkrafttreten
fertig. Leider gibt es einige Wiedersprüche, die zunächst noch einer
Klärung durch die Rechtsanwälte des MB bedürfen. Natürlich sind die
momentan geltenden Arbeitszeiten ohne Opt-Out, ohne landesspezifischen
TV und ohne Belastungsanalyse weder gesetzes- noch
tarifvertragskonform. Dennoch kann es nicht unser Wunsch sein, jetzt
bei der Verwaltung Druck zu machen, irgendetwas irgendwie zu ändern,
da wir dann eventuell Arbeitszeitmodelle aufdiktiert bekommen, die
keiner haben will, und die sehr schwer wieder zu verändern sind.<br />Christoph
Kling, Markus Schreiber und Oliver Stahn werden im Januar eine
Info-Veranstaltung durchführen. Bis dahin sind hoffentlich die
rechtlichen Analysen des TV abgeschlossen, so dass wir wissen, was
damit überhaupt alles möglich ist. Anschliessend soll eine erneute
Umfrage zu künftigen Arbeitszeitmodellen durchgeführt werden, die dann
hoffentlich konkreter sein wird als die letzte zu diesem Thema. <br />Leider
wissen wir auch immer noch nicht, was man machen muss, um zukünftig
38,5 Std/Woche zu arbeiten, werde aber hierzu hoffentlich bald nähere
Infos geben können. Soviel zum TV-Ä. </p><p>Am 4.12.2006 soll ein nationaler Protesttag des Gesundheitwesens stattfinden.<br />Unser Vositzender
der Aerztesprecherkonferenz hat bei Herrn Marre nachgefragt, ob und wie
sich das Uniklinikum Ulm daran beteiligen will.<br />Schließlich könnten
auch wir mit einer Budget-Kürzung um 1% von der geplanten
Gesundheitsreform direkt betroffen werden. Wir sind gespannt auf Herrn
Marres Antwort. </p><h2 style="color: rgb(255, 0, 0);">24.11.06 Kammerwahlunterlagen verschickt!</h2>Die
Wahlunterlagen zur Kammerwahl sind inzwischen bei den meisten von Euch
schon angekommen. Bis zum 10. Oktober kann gewählt werden. Die Kammer
kümmert sich unter anderem um die Weiterbildungsordnungen, was hier
beschlossen wird geht also alle in Aus- und Weiterbildung etwas an. Es
empfiehlt sich also in jedem Fall seine Stimmen abzugeben. Da der
Marburger Bund (und damit die angestellten Ärzte) zur Zeit
unterrepräsentiert ist, gibt es diesmal eine MB-Liste, auf der Ihr
viele Aktive aus unserem Haus wiederfindet. Wählt im Zweifelsfall Leute
aus Eurer Abteilung, jemanden den Ihr kennt, oder zumindest ab und zu
seht, dann habt auch Ihr persönlich einen Kontakt in dieses Gremium.<br />TIPP:
Wählt gleich! nicht erst die Unterlagen beiseite legen, dann
verschwinden sie nur in der Tiefe des Ablagenstapels und Ihr verspielt
Eure Chance mit dabei zu sein! Jede Stimme zählt! Rückumschlag liegt
bei. Porto ist also schon bezahlt, es kostet nichts und bringt Eure
Anliegen in der Kammer besser zu Gehör!<br /><br /><h2 style="color: rgb(255, 0, 0);">24.11.06 Die Analyse ist schwer!</h2>Die
versprochene Analyse des TV ist nicht einfach! Viele Streitfragen sind
offen und auch unsere Verwaltung ist sich noch nicht bei allem klar
darüber, wie einige Formulierungen auszulegen sind. Vielfach werden
wahrscheinlich die Gerichte bemüht werden müssen, um Streitfragen zu
klären. Im Zweifelsfall kann man sich immer an den MB (als
Vertragsunterzeichner) und die dortige Rechtsberatung wenden.<br /><br /><h2 style="color: rgb(255, 0, 0);">31.10.06 Hier ist er der Tarifvertrag, so wie er <br /> unterschrieben werden soll</h2><p style="color: rgb(255, 0, 0);"><font color="#003366">Viele haben ja schon gemerkt, dass alles worüber wir uns bis jetzt aufgeregt haben ja nur der "Rahmenvertrag" war. <br /></font><font color="#003366">Heute hat uns halloweenmäßig gerade noch in der Frist vor der Umsetztungsstichtag <br />1. November 2006 der "<a href="/xml/wfxdirect/res;jsessionid=52962FAB7954574AFA46CBE4960288AF.TCpfix101a?name=06-10-30+TV-%C3%84rzte.pdf&type=resource" target="_blank" wfxtype="resource" wfxsrc="06-10-30 TV-Ärzte.pdf">Tarifvertrag</a>" mit <a href="/xml/wfxdirect/res;jsessionid=52962FAB7954574AFA46CBE4960288AF.TCpfix101a?name=06-10-30+Niederschriftserkl%C3%A4rungen.pdf&type=resource" target="_blank" wfxtype="resource" wfxsrc="06-10-30 Niederschriftserklärungen.pdf">Niederschriftserklärung</a> und der Überleitungsvertrag mit Anlage <a href="/xml/wfxdirect/res;jsessionid=52962FAB7954574AFA46CBE4960288AF.TCpfix101a?name=06-10-30+TV%C3%9C-%C3%84rzte+Anl.+1+A.pdf&type=resource" target="_blank" wfxtype="resource" wfxsrc="06-10-30 TVÜ-Ärzte Anl. 1 A.pdf">1A</a>, <a href="/xml/wfxdirect/res;jsessionid=52962FAB7954574AFA46CBE4960288AF.TCpfix101a?name=06-10-30+TV%C3%9C-%C3%84rzte+Anl.+1+B.pdf&type=resource" target="_blank" wfxtype="resource" wfxsrc="06-10-30 TVÜ-Ärzte Anl. 1 B.pdf">1B</a>, <a href="/xml/wfxdirect/res;jsessionid=52962FAB7954574AFA46CBE4960288AF.TCpfix101a?name=06-10-30+TV%C3%9C-%C3%84rzte+Anl.+1+C.pdf&type=resource" target="_blank" wfxtype="resource" wfxsrc="06-10-30 TVÜ-Ärzte Anl. 1 C.pdf">1C</a> und <a href="/xml/wfxdirect/res;jsessionid=52962FAB7954574AFA46CBE4960288AF.TCpfix101a?name=06-10-30+TV%C3%9C-%C3%84rzte+Anl.+2.pdf&type=resource" target="_blank" wfxtype="resource" wfxsrc="06-10-30 TVÜ-Ärzte Anl. 2.pdf">2</a>
erreicht. Zur genaueren Analyse brauchen wir noch etwas, die Tatsache,
dass der MB von einem schwierigen Kompromiss spricht, verheißt
jedoch nichts Gutes (historisch ist es jedoch allemal, aber dass können
auch schlimme Dinge sein ;o))<br /></font></p><p style="color: rgb(255, 0, 0);"><span style="color: rgb(0, 51, 102);">Am
Freitag und Sonntag findet in Berlin die Delegiertenversammlung statt,
falls der Urlaubsantrag unseres Delegierten durchgeht, erfahren wir
neueres aus erster Hand!</span><br /></p><p style="color: rgb(255, 0, 0);">Aus der Pressemitteilung:</p><p style="color: rgb(255, 0, 0);"><span style="color: rgb(0, 51, 102); font-style: italic;">"Montgomery
bezeichnete den Abschluss des arztspezifischen Tarifvertrages als
historisch. „Dem MB ist es mit der großartigen Rückendeckung der Ärzte
gelungen, zum ersten Mal in der Tarifgeschichte ein eigenes Tarifwerk
für die Ärzte an den Universitätskliniken zu schaffen.“ Dieser Erfolg
dürfe jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass nicht alle Ziele
erreicht wurden. Insbesondere bei den Gehältern mussten schwierige
Kompromisse akzeptiert werden. <span style="color: rgb(255, 0, 0);">Deutliche Gehaltszuwächse für alle Ärzte, so wie von den Arbeitgebern propagiert, werde es nicht geben</span>. Im Kern sei es dem MB gelungen, erhebliche Gehaltseinbußen rückgängig zu machen."</span></p><br /><h2 style="color: rgb(255, 0, 0);">07.08.06 "Straftatbestand der politischen Nötigung" für<br /> VKA. <br /></h2><span style="color: rgb(255, 0, 0);">Pressemitteilung der </span><a style="color: rgb(255, 0, 0);" href="http://www.baek.de/25/10Pressemitteilungen/M200608/200608021.html" target="_blank">Ärztekammer</a>Berlin,
02.08.2006 - "Für die Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände müsste
man den Straftatbestand der politischen Nötigung einführen. Wer meint,
sich derart mit Intrigen und Manipulationen in Verhandlungen
durchsetzen zu müssen, hat jegliches Recht verloren, sich Tarifpartner
nennen zu dürfen. Angesichts der jüngsten Provokationen und
Diffamierungen kann von einem verantwortlichen Handeln der VKA
überhaupt nicht die Rede sein", bewertete Bundesärztekammer-Präsident
Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe das Verhalten der VKA, mit der
Dienstleistungsgewerkschaft ver.di einen separaten Tarifvertrag unter
Umgehung des Marburger Bundes abzuschließen, obwohl ver.di allenfalls
1.000 Ärzte vertritt, der Marburger Bund hingegen die Interessen von
105.000 Krankenhausärzten wahrnimmt.<p>"Es ist schlicht eine Zumutung,
den separaten Tarifabschluss der VKA mit ver.di als eine
Gehaltssteigerung von zehn Prozent darzustellen. In Wahrheit handelt es
sich um Einkommensverluste von bis zu zwölf Prozent. Das ist nicht nur
unseriös, das ist unverschämt." Hoppe forderte die VKA auf, endlich zu
einem Mindestmaß an Anstand und Ehrlichkeit zurückzukehren und dem
Marburger Bund ein verhandlungswürdiges Angebot zu unterbreiten.
Zumindest sollte die Arbeitgeber-Vereinigung durch die Anrufung eines
Schlichters dokumentieren, einen fairen, arztspezifischen
Tarifabschluss finden zu wollen - und zwar mit der Gewerkschaft, die
als einzige legitimiert ist, für die Krankenhausärzte zu verhandeln,
dem Marburger Bund.</p><span style="font-style: italic;">Es zeigt sich
wieder einmal, dass sich auch in der Tarifauseinandersetzung mit den
VKA-Häusern die Arbeitgeberseite nicht zu schade ist, die Realität zu
leugnen, die Tarifpartner nicht anzuerkennen und die Rechte der Ärzte
auf dem Rücken der Patienten zu mißachten. Das deutsche
Gesundheitssystem wird gegen die Wand gefahren, indem man die
bestausgebildetsten und hochmotivierten "Wirtschafter" (wir
erwirtschaften den Gewinn, was gerne vergessen wird) mit Füßen tritt.
Der "braindrain" (das Abstimmen mit den Füßen) hat schon eingesetzt.
Überall im europäischen Ausland sind die Bedingungen und die Bezahlung
besser. Wer das nicht einsieht, soll eben Verwaltungswirte oder
Verwaltungsfachangestellte operieren oder Stationsdienst versehen
lassen :o) .</span><br /><h2 style="color: rgb(255, 0, 0);">05.08.06 Was geschieht anderswo?</h2><p><span style="font-weight: bold; color: rgb(255, 0, 0);">Freiburg</span>: Eingruppierung der Verwaltung - Freitag, 28. Juli 2006</p><p>Mit
ihrem Schreiben vom 26. Juli an die beim Land angestellten ärztlichen
Mitarbeiter bringt Frau Goldammer mehr Klarheit in die bisher völlig im
Dunklen gebliebene Eingruppierungspraxis der Uniklinik Freiburg. Jedoch
werden die Steine des Anstosses einfach ausgeklammert.<br />Für den
Klinikumsvorstand ist klar: AiP Zeiten werden nicht anerkannt, um die
neue OA Eingruppierung wird nach der Willkür des Vorstandes neu
gewürfelt. Anstatt das Klinikum durch eindeutige Regelungen zu
befrieden, versteckt man sich wieder hinter dem Land und der TDL, Die
Landesregierung tut bisherige Versuche den Tarif für BW zu
konkretisieren und Klauseln wie die Arbeitszeit etc. nicht zu
verhandeln damit ab, dass diese vor Ort gelöst werden müssen. Durch die
Aussitzpolitik wird auf dem Rücken der Ärzte weiter gespart. Währen es
an den komunalen Kliniken (z.B. Stuttgart, Göppingen), die mit dem MB
einen Vorschalttarif verhandelt haben, hierzu eindeutige Regelungen (AiP<br />gilt,
Definition der OA Auszahlung durch eindeutige Tätigkeitsmerkmale) gibt,
verspielt das Klinikumsmanagement wieder einmal eindeutig seinen
Gestaltungsspielraum und gibt ausser dem Motto "Sparen auf Kosten der
Ärzte wo immer möglich" keine geschäftspolitische Vision vor. Haben wir
etwas Anderes erwartet? <br />Junge Uniärzte mit AiP-Sklavenzeit an die komunalen Häuser!!!</p><p style="color: rgb(255, 0, 0);">Oberärzte leisten in Freiburg Widerstand gegen die Eingruppierungspraxis des TV-Ä - <br />Freitag, 28. Juli 2006</p><p>Mit
großer Resonanz wurden von den Oberärzten des Klinikums zwei
Vollversammlungen am 20.07.06 und 27.07.2006 abgehalten. Hierbei wurden
Maßnahmen wie die Aussetzung von OA typischen Tätigkeiten bei
Nichteingruppierung und Nichtbezahlung als OA beschlossen. Der
Klinikumsvorstand und die Ärztlichen Direktoren erhielten die
aufgeführten <a href="/xml/wfxdirect/res;jsessionid=52962FAB7954574AFA46CBE4960288AF.TCpfix101a?name=Klinikumsvorstand-11.pdf&type=resource" target="_blank" wfxtype="resource" wfxsrc="Klinikumsvorstand-11.pdf">Briefe</a>.</p><br /><h2 style="color: rgb(255, 0, 0);">26.07.07 Antrag auf Eingruppierung stellen!</h2>Unser Arztesprecher Frank Reuther meint, wir sollten unbedingt unsere Ansprüche auf Bezahlung nach der neuen Tabelle ab Juli <span style="text-decoration: underline;">schriftlich</span> geltend machen. <p>Bitte sagt auch unseren Kollegen Bescheid, die nicht über den Mailverteiler angeschrieben worden sind.</p><p><br /></p><p>Die Einkommenstabelle ist auf 42 Stunden-Basis berechnet und gilt ab </p><p>01.07.2006. Der restliche TV ab 01.11.2006.</p><p>Für
das Einkommen bedeutet das: Wer 38,5h/Woche arbeitet, bekommt anteilig
das Geld für 38,5h/Woche, wer 41h arbeitet anteilig Geld für 41h und
wer will kann </p><p>eine Erhöhung der wöchentlichen Arbeitszeit auf
42Std ab sofort beantragen, damit er das volle Gehalt der Tabelle
"verdienen" kann. <br /></p><p>Dies ist natürlich in erster Linie für Internisten und sonstige Kollegen, die viele unbezahlte Überstunden leisten, interessant.</p><p><br /></p><p>Schöner wäre es natürlich gewesen, den vollen Betrag für die gleiche Arbeitszeit </p><p>zu kassieren, aber mal ehrlich: daran habt Ihr nicht wirklich geglaubt, oder? <br /></p><p><a href="/xml/wfxdirect/res;jsessionid=52962FAB7954574AFA46CBE4960288AF.TCpfix101a?name=Antrag+Eingruppierung.doc&type=resource" target="_blank" wfxtype="resource" wfxsrc="Antrag Eingruppierung.doc">Der Antrag </a>ist
ein Word-Dokument und sehr leicht zu modifizieren: Wer also keine
42h/Woche beantragen will: einfach großzügig mit der Del- oder
Entf-Taste arbeiten und entsprechenden Passus herauslöschen. Bisher
gibt es in der Tat keinen offiziellen Plan, wie das mit der Arbeitszeit
in Zukunft laufen soll. Vermutlich werden wir aber auch nicht wirklich
gefragt werden, das entspräche nicht der </p><p>hiesigen Unternehmenskultur.</p><br /><br /><h2 style="color: rgb(255, 0, 0);">25.07.06 Anwendung der neuen Entgelttabelle<br /> ab 1. Juli 2006</h2><p>Von einzelnen Universitätskliniken wird die Auffassung vertreten, die</p><p>Anwendung der neuen Entgelttabelle erfolge nur unter der Voraussetzung,</p><p>dass der einzelne Arzt eine Arbeitszeit von 42 Stunden pro Woche</p><p>ableistet.<br /></p><p style="font-weight: bold; text-decoration: underline;"><br /></p><p style="font-weight: bold; text-decoration: underline;">Hierzu nimmt der Marburger Bund wie folgt Stellung:</p><p style="font-weight: bold; text-decoration: underline;"><br /></p><p>Die zwischen MB und TdL vereinbarten Eckpunkte vom 16. Juni sehen vor,</p><p>dass die neue Entgelttabelle ab dem 1. Juli 2006 angewendet wird. <br /></p><p>Dies gilt unabhängig davon, ob 42 Stunden pro Woche gearbeitet werden oder</p><p>nicht.</p><p>Da
die neue Entgelttabelle auf 42 Stunden gerechnet ist, wird das volle
Entgelt allerdings nur bei einer Arbeitszeit von 42 Stunden gewährt.
Bei einer Arbeitszeit unterhalb 42 Stunden pro Woche wird das neue
Entgelt zeitanteilig unter Zugrundelegung der bisherigen Arbeitszeit
berechnet.</p><p><span style="text-decoration: underline;"><br /></span></p><p><span style="text-decoration: underline;">Das heißt:</span> Der einzelne Arzt muss sich nicht für eine Erhöhung der</p><p>wöchentlichen Arbeitszeit auf 42 Stunden entscheiden, um in den Genuss</p><p>der
neuen Entgelttabelle zu kommen. Wer die neuen Entgelte in voller Höhe
erhalten will, muss allerdings eine Arbeitszeit von 42 Stunden
ableisten. Dem Arzt ist deshalb die Möglichkeit zu geben, seine
Arbeitszeit entsprechend zu erhöhen.</p><br /><h2 style="color: rgb(255, 0, 0);">15.07.06 Tarifsondervereinbarungen Göppingen</h2>Muß
man sich vielleicht merken, wenn es um die Ausgestaltung des
Eckpunktepapiers im Land/in Ulm geht (z.B. AIP, Jahreszahlungen,
Fortbildungen etc). <a href="/xml/wfxdirect/res;jsessionid=52962FAB7954574AFA46CBE4960288AF.TCpfix101a?name=sondervereinbarung_gppingen1.pdf&type=resource" target="_blank" wfxtype="resource" wfxsrc="sondervereinbarung_gppingen1.pdf">pdf-Artikel hier</a>.<br /><br /><h2 style="color: rgb(255, 0, 0);">14.07.06 Ärztesprechertreffen in Frankfurt<br /></h2><p>Grüß Gott aus Frankfurt vom Ärztesprechertreffen!</p><p>Beide anliegenden Papiere wurden heiß diskutiert. Naturgemäß ging es heißer beim <a href="/xml/wfxdirect/res;jsessionid=52962FAB7954574AFA46CBE4960288AF.TCpfix101a?name=TDL_Anwendung_der_Aerztetabelle.pdf&type=resource" target="_blank" wfxtype="resource" wfxsrc="TDL_Anwendung_der_Aerztetabelle.pdf">TDL-Papier</a> zu. Hier bekam der MB-Bundesverband die Aufgabe schnellstmöglich eine Gegendarstellung zu verfassen.<br /><span style="color: rgb(255, 0, 0);">Auf keinen Fall irgendetwas kritiklos unterschreiben (ohne Rechtsbeistand MB), z.B. Einverständnis mit Zulage 7-10/06.</span></p><p>Viel Spannendes, auch wir in Ulm sollten schauen, daß wir zu einer solchen Einigung wie im <a href="/xml/wfxdirect/res;jsessionid=52962FAB7954574AFA46CBE4960288AF.TCpfix101a?name=ECKPUNKTEPAPIER_T%C3%9C.rtf&type=resource" target="_blank" wfxtype="resource" wfxsrc="ECKPUNKTEPAPIER_TÜ.rtf">Eckpunktepapier in Tübingen</a> kommen, daß von Ärztl. u Kaufm. Dir. und Assistentensprechern unterzeichnet wurde.<br /></p><p>PS:
Für die tatsächliche Ausgestaltung des TV-Ä wurde auf Wunsch von Herrn
Marre eine Arbeitsgruppe des Personalrats gebildet, die aus folgenden
Mitgliedern </p><p>besteht:</p><p>Christoph Kling, Jens Mayer, Martin Riedel, Annett Höse, Stephan Jores.<br /></p><h2 style="color: rgb(255, 0, 0);">14.07.06 Tarifvertrag, was nun?</h2>Hallo
Leute, da jetzt für uns erstmal alles rum ist (was den Streik
betrifft), so geht jetzt an der Uni alles wieder den gewohnten Gang. <br />Jetzt sind die kommunalen Häuser dran und die tun sich fast noch schwerer als wir.<br />Für uns gibt es nun zwei Möglichkeiten:<br />1. Alles gut sein zu lassen und sich um nichts mehr zu kümmern, oder<br />2. Die alten Ziele weiterzuverfolgen oder zumindest nicht aus den Augen zu <br /> verlieren.<br />Wozu ich raten möchte ist wahrscheinlich klar.<br /><br />In
der neuen Sektion "Nach dem Streik" habe ich einige Infos zu dem
Sozialzuschuß des MB für vom Streiknettogehaltausfall stark gebeutelten
Kollegen bereitgestellt.<br /><br /><br /><h2 style="color: rgb(255, 0, 0);">05.07.06 Lohnneuberechnung im Juli nicht mehr <br /> realisierbar</h2>Für alle die Sich wundern, warum die Juniabrechnung noch genauso aussieht wie bisher hier die Stellungnahme von Herrn Schelling:<p><br /></p><p>"Sehr geehrter Herr Dr. Reuther,</p><p><br /></p><p>die TdL hat uns [...] offiziell das Ergebnis der Urabstimmung der im Marburger Bund organisierten Ärzte mitgeteilt. </p><p>Die
Tarifeinigung mit dem Marburger Bund vom 19.06.2006 ersetzt
hinsichtlich der Vorwegregelung nach den für uns verbindlichen Vorgaben
der TdL keine Tarifverträge. Der neue Tarifvertrag wird bekanntlich zum
01.11.2006 in Kraft treten (die Aussage auf der Homepage des
Universitätsklinikums ist deshalb richtig). Das ab diesem Zeitpunkt
gültige Tabellenentgelt wird daher auf der Berechnungsbasis einer
42-Stundenwoche für den Zeitraum Juli bis Oktober 2006 als variable
Zulage vorweg gewährt (soweit die jeweils erforderlichen
Voraussetzungen im Einzelfall erfüllt sind). Diese Zulage steht dann
dem betreffenden Arzt ab 1. Juli 2006 zu. Die Zahlung mit den Bezügen
für den Monat Juli ist aber aus zeitlichen und technischen Gründen
nicht mehr möglich. Dies hängt auch damit zusammen, dass der MB für die
Urabstimmung einen Zeitraum von drei Wochen bis 3. Juli 2006
beansprucht hat. Nach Mitteilung der TdL sei diese Problematik mit dem
MB besprochen und bekannt; es sei vereinbart, dass eine Nachverrechnung
mit dem Entgelt der Monate August bzw. September 2006 erfolgt.</p><p><br /></p><p>Freundliche Grüße</p><p>F. Schelling"<br /></p><br /><br /><h2 style="color: rgb(255, 0, 0);">Anfrage an Prof. Marre in Bezug auf das Inkrafttreten der neuen Entgelttabelle<br /></h2><p>"Sehr geehrter Herr Professor Marre,</p><p>auf
der Homepage des Universitätsklinikums wurde eingestellt, dass der
Ärzte-Tarifvertrag mb/TdL ab 01.11.2006 in Kraft tritt. III.2. Satz 4
dieses Tarifvertrags lautet: "Die TdL wird die neue Entgelttabelle ab
1.Juli 2006 anwenden, entsprechend dem Beschluss in der
Mitgliederversammlung der TdL vom 8. Juni 2006."</p><p>Die Ärztinnen
und Ärzte gehen also davon aus, dass im Laufe dieses Monats
entsprechende Eingruppierungsmitteilungen von der Personalabteilungen
versandt werden und das Gehalt von Juli 2006 am Ende dieses Monats nach
der neuen Entgelttabelle ausgezahlt wird.</p><p>Ich bitte um kurze
Bestätigung. Sollte die Verwaltung des Universitätsklinikums Ulm nicht
in der Lage sein, den neuen Tarifvertrag wie vorgesehen umzusetzen,
wäre aus meiner Sicht eine rechtzeitige Information unter Angabe der
Gründe angezeigt.</p><p>Mit freundlichen Grüßen</p><p><br /></p><p>Frank J. Reuther"<br /></p><br /><p><br /></p><p><span style="color: rgb(0, 0, 0);">Hierauf versprach Prof. Marre, uns zu informieren, sollte die Umsetzung im Juli nicht erfolgen können. </span><br /></p><p><br /></p><h2 style="color: rgb(255, 0, 0);">03.07.06 Die Urabstimmung ist rum</h2>Berlin
- Mit deutlicher Mehrheit haben sich die Mitglieder des Marburger
Bundes für den Abschluss des vom Marburger Bund ausgehandelten
ärztespezifischen Tarifvertrages an Unikliniken ausgesprochen.<br /><p>In der jetzt abgeschlossenen Urabstimmung stimmten 86% für den Abschluss.<br /><br />In unserer Klinik in Ulm haben sich 84 % der Wahlberechtigten für den TV ausgesprochen, 16 % dagegen.<br /></p><p>Damit
kommt der TV zwischen MB und der TdL zustande. Diese Ergebnis bedeutet
nicht, dass 84 % "zufrieden sind" mit dem nauen Vertrag. Viele Kollegen
haben jedoch verstanden, dass es politisch "nötig" ist.<br /><br />Die
Rahmenbedingungen die in diesem Vertrag festgelegt wurden müssen nun
auf Länderebene noch mit "Leben" gefüllt werden. Viele Dinge müssen nun
noch mit der Realität vereinbar geregelt werden. Erst dann gibt es ihn
wirklich, den Tarifvertrag, welcher auch klare Aussagen zu unserer
Arbeitssituation und den Bedingungen macht.<br />So wie es bis jetzt
aussieht ändert sich jedoch nicht wirklich etwas. Die Arbeitszeit ist
auf 42 Wochenstunden hochgesetzt, 24h-Dienste sind immer noch möglich,
Dereitschaftsdienste (Nachtdienste) werden immer noch mit einem
Abschlag (und keinem Nachtaufschlag) vergütet, die <span style="text-decoration: underline;">kompromisslose</span>
elektronische Zeiterfassung ist immer noch nicht geregelt,
Berufsanfänger werden immer noch nicht bedeutend besser bezahlt, wie es
die zentralen Forderungen des Streiks eigentlich waren.</p><p><span style="font-style: italic;">Diese
Zustände sind politisch gewollt. Wenn man die Streikzeit genauer
analysiert, so gab es von Arbeitgeberseite nie eine Bereitschaft zu
echten Verhandlungen. in echten Verhandlungen sind beide Seiten
kompromißbereit und man trifft sich irgendwo in der Mitte. die Tdl kam
uns in der ganzen Zeit nicht entgegen. Man hat sich nicht wirklich auf
uns zu bewegt.<br />Herr Möllring wollte gar keinen Abschluß, unter
Umständen wollte er nicht einmal diesen für Ihn so vorteilhaften
Abschluß, welchen er selbst verfasst hat (ver.di hat ihn ja nur
abgenickt). <br />Letztendlich ist er seiner Hauptaufgabe es nicht
teurer werden zu lassenjedoch gerecht geworden. Für uns ändert sich
praktisch kaum etwas.<br />Daran krankt ja die Politik dieses Landes
schon seit Jahren, an der Unfähigkeit der Politiker etwas zu ändern,
selbst wenn es bitter nötig ist. Gerade auf dem Gesundheitssektor von
den dafür Verantwortlichen ein näselndes "Das ist doch alles gar nicht
finanzierbar!" zu hören, bricht mich langsam wirklich an, denn eben
genaudiese Finanzierung ist die Aufgabe der Politik. <br />Sie muss die Rahmenbedingungen (auch finanzieller Art) dafür schaffen, dass unsere Sozialsysteme funktionieren können. <br />Wir
brauchen keine Gesundheitsminister, die uns erzählen wie wir unseren
Job zu machen haben. Wir arbeiten schon Spitzenniveau. Wir brauchen
Politiker, die unsere Arbeit wieder zu einem lohnenden Gut erheben!<br />Die Ärzte zahlen einen hohen Preis dafür, dass unserer Gesundheitspolitiker die Pharmaindustrie</span><span style="font-style: italic;"> und die Versicherungen nicht im Griff haben</span><span style="font-style: italic;">
(Atkiengesellschaften, die seit Jahren wahnsinnige Gewinnzuwächse haben
und aus den Gesundheitssystem Geld für Ihre Dividenden abziehen). <br />Offensichtlich
brauchen die Politiker einige (vorlaute) Ärzte, die Ihnen Sagen, wie
Sie Ihren Job machen sollen. Erst dann geraten sie in Zugzwang. Das
Kämpfen für ein besseres System zahlt sich vielleicht auf diese Art für
uns und die Patienten letztendlich aus. - Streiks und politisches
Engagement sind gut und nötig! Lasst Euch doch zum Beispiel wählen!
Egal für welche Posten! Ärzte durchsetzten die Gesellschaft! Das wäre
doch mal was! ;o)<br /><br />Sonst geht das Land vor die Hunde, weil es von Lehrern regiert wird (nichts gegen Pädagogen!).<br /></span></p><h2 style="color: rgb(255, 0, 0);">27.06.06 Die Urabstimmungs-Unterlagen...</h2>werden Euch gerade an Eure Emailadressen zugesandt. Das Abstimmungsprocedere steht in den emails. <br />Wichtig: "<span style="font-weight: bold; color: rgb(255, 0, 0);">Einsendeschluß</span>" ist schon der <span style="font-weight: bold; color: rgb(255, 0, 0);">Donnerstag 29.06.06</span><span style="color: rgb(255, 0, 0);"><span style="color: rgb(0, 51, 102);">
also sagt allen Kollegen Bescheid und beeilt Euch! für den Fall, dass
die Emails nicht ankommen, seht unter Urabstimmung für den Download der
Unterlagen nach!<br />Wünschen wir uns viel Glück!</span></span><br /><h2 style="color: rgb(255, 0, 0);">27.06.06 Bitte sendet Eure Streikunterlagen/Dokumente etc. an uns</h2>wenn Ihr Flugblätter, Banner, Fotos oder andere Streikunterlagen hat, sendet sie bitte an unsere <a href="mailto:kontakt@aerzte-uniklinik-ulm.de">Kontaktadresse</a>,
wir werden sie hier zum download ins Archiv packen, in der Hoffnung,
die gleiche Arbeit nicht ein zweites Mal machen zu müssen.<h2 style="color: rgb(255, 0, 0);">25.06.06 Eine Neue Woche beginnt...</h2>und
wir werden den Betrieb wie versprochen wieder normal rauffahren. In
Anbetracht der Tatsache, dass ab dem 01.07.06 der neue Tarifvertrag
zumindest in der Bezahlung schon Gültigkeit erlangen soll, gehen wir
davon aus, dass die Urabstimmung unter den MB-Mitgliedern diese Woche
noch stattfindet.<br />Der MB wirbt auf seiner Seite für eine Annahme des Vertrages und bringt <a title="Infos zum TV TdL-MB" href="http://www.marburger-bund.de/marburgerbund/bundesverband/mb-zeitung/index.php" target="_blank">seine Argumente</a> vor. <br />Langfristig gesehen stimmen wir überein, dass nur <span style="text-decoration: underline;">ein</span> TV <span style="text-decoration: underline;">für alle Ärzte</span>
deutscher Universitätskliniken unsere Schlagkraft in den nächsten
Tarifrunden (nach Ablauf der Gültigkeitsdauer des neuen TV Dez/2009)
und den nötigen Streiks erhält.<br />Problematisch sind jedoch die
unverändert schlechten Arbeitsbedingungen und die von uns errechneten
Gehaltseinbußen besonders für die jüngeren Kollegen und Familienmütter
und -väter. Das Ganze bei erhöhter Grundarbeitszeit ist nicht unbedingt
ein Ziel für welches wir uns erhoben haben.<br />An den katastrophelen
Bedingungen an den Universitäten ändert der Tarifvertrag praktisch gar
nichts. Es bleibt bei Absichtserklärungen und "Kann-", bzw.
"Soll"-Regelungen! Diese sind wie wir alle aus leidvoller Erfahrung
wissen das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt sind. Ärgerlich ist
in jedem Fall die Berichterstattung in den Medien, die vor allem die
Gehaltszuwächst von bis zu 20% hervorhebt (und den Wegfall aller
Zusatzvergütungen, welche diese Gehaltserhöhung übersteigen einfach
unterschlägt).<br />Was in 2010 vielleicht für Verbesserungen auf uns
zukommen wird die meisten von uns dann nicht mehr interessieren, da der
FA unter Dach und Fach ist und man die Uni verlassen haben wird um
endlich von und mit seiner Arbeit "Leben" zu können. Diejenigen die gut
genug sind um die Universitätskarierre einzuschlagen, werden sich zu
diesem Zeitpunkt höchstwahrscheinlich ins Ausland aufgemacht haben. Der
"brain-drain" hat schon eingesetzt.<br />Für uns zählt jetzt vor allem,
was letztendlich auf dem Konto ankommt, nicht was zukünftige
Generationen von diesem historischen Moment villeicht haben. Das ist
natürlich für die Gewerkschaft anders, aber ob wir unsere durchaus
berechtigten Interessen dem wahrscheinlichen, zukünftigen Gesamtwohl so
extrem unterordnen müssen, sei dahingestellt.<br />Jeder sollte sich gut informieren, alle Argumente abwägen und entsprechend seine Stimme bei der Urabstimmung abgeben.<br />Wir
versuchen einige strittige Fragen noch mit der Rechtsabteilung des MB
zu klären und werden u.U. noch eine weitere Ärztevollversammlung
machen, für diejenigen Kollegen, die beim letzten Male dienstbedingt
nicht kommen konnten. <br /><h2 style="color: rgb(255, 0, 0);">19.06.06 Es wird voraussichtlich Donnerstag abend eine Ärzte-Vollversammlung geben!</h2><div style="text-align: center;">When things go wrong as they sometimes will.<br /></div><div style="text-align: center;">When the road you're trudging seems all up hill.<br />When funds are low and the debts are high.<br />And you want to smile, but you have to sigh.<br />When care is pressing you down a bit.<br />Rest, if you must, but don't you quit.<br />Life is queer with its twists and turns.<br />As everyone of us sometimes learns.<br />And many a failure turns about<br />When he might have won had he stuck it out:<br />Don't give up though the pace seems slow -<br />You may succeed with another blow.<br />Success is failure turned inside out -<br />The silver tint of the clouds of doubt.<br />And you never can tell how close you are.<br />It may be near when it seems so far:<br />So stick to the fight when you're hardest hit -<br />It's when things seem worst that you must not QUIT.<br /></div><p> <br /> -unbekannt-<br /></p><h3><span style="font-weight: bold; color: rgb(255, 0, 0);"><span style="color: rgb(51, 102, 153);">18.06.06 </span></span><span style="font-weight: bold; text-decoration: underline;">Tübingen sendet folgenden Rundbrief:</span><br /></h3><span style="font-style: italic;"><br /><span style="font-style: italic;">..."</span>Liebe Mitstreiter!</span><p style="font-style: italic;">Zunächst
mal dürfen wir uns allen zu einem großen Erfolg gratulieren!!! Die
Zustimmung in der großen Tarifkommission des MB und in der Urabstimmung
vorausgesetzt werden wir einen eigenen Ärzte-Tarifvertrag bekommen!<br />Nach
mehreren Gesprächen mit den Ärztesprechern und vor allem mit Herrn RA
Resemann (Geschäftsführer MB BW) hat der Beschluss der VV vom
vergangenen Mittwoch Bestand:<br />Am Montag ist Streik!<br />Erstens ist
der Vertrag noch nicht von der großen Tarifkommission abgesegnet,
zweitens wurden Öffnungsklauseln auf Landesebene ermöglicht, um den
Tarifvertrag in den einzelnen Bundesländern zu verbessern (vgl. Die 20%
plus von Bayern).<br />Der MB Landesverband wird voraussichtlich am
Montag mit Vertretern des Landes zusammentraffen, um über die
notwendigen Verbesserungen des Tarifvertrages (Gültigkeit für
Landeskrankenhäuser, untere Gehaltsgruppen, Nacht- und
Wochenendzuschläge im Schichtdienst etc.) zu verhandeln.Die Chancen bei
solch einer Nachverhandlung sind umso größer, wenn wir unseren Druck
aufrecht erhalten!<br />Wir können uns auch erstmal das Vertragswerk in
Ruhe anschauen. Es ist also in unserem Sinne ratsam, an dem
vereinbarten Vorgehen festzuhalten: Montag noch Streik, Besprechung und
Abstimmung mit den anderen BW-Kliniken, Sprechertreffen und
Vollversammlung und Klärung des weiteren Vorgehens in diesem Rahmen!<br />WICHTIG:
Niemand macht sich im Sinne des Arbeitsrechtes strafbar, der noch
weiter streikt! Der Streikaufruf besteht so lange, bis die Urabsimmung
durch ist!!!<br />Natürlich muss - wie immer - jeder für sich
entscheiden, ob er streikt oder am Montag schon wieder arbeitet. Es
gibt aber keinen Grund, von unserem oben genannten und diese Wocche
vereinbarten Weg abzuweichen! Die OP-Kommission hat für Montag (in
weiser Voraussicht) ein deutlich reduziertes OP-Programm
vereinbart."......</p><h2><span style="font-weight: bold; color: rgb(255, 0, 0);">16.06.06 Es scheint eine Einigung erreicht!</span></h2>Der MB verkündet auf seiner Homepage, dass eine Einigung über einen ärztespezifischer Tarifvertrag erreicht worden sei.<br />(Ist noch nicht unterschrieben, aber ein Angebot der TdL liegt vor). <a title="Tarifeinigung?" href="http://www.marburger-bund.de/marburgerbund/bundesverband/presse/pressemitteilungen/pm2006/pm42_06.php" target="_blank">Näheres hier</a>.<br />Die Analyse steht noch aus. Es scheint jedoch, dass sich die Arbeitgeber aufgrund des Drucks auf uns zu bewegt hat. <br />Mal sehen, was für Kröten noch enthalten sind! Weiteres folgt.<br /><h3><span style="font-weight: bold; color: rgb(255, 0, 0);">16.06.06 Verhandlungen laufen...</span></h3>...zur Zeit über eine Entschärfung des Ver.di-Vertrages. <br />Dies ist als Angebot des MB zu weiteren Verhandlungen zu verstehen, keine Einladung weiterhin Spielchen mit uns zu treiben.<br />Jetzt muss uns endlich zum Wohle unserer Patienten entgegengekommen werden!<br />Das katastrophale Ver.di-Werk hier in Auszügen:<br /><p>1. Maximale tägliche Arbeitszeit ist weiterhin 24 h/Tag!<br />2. Maximale Wochenarbeitszeit liegt momentan bei 60 h!<br />3. Dienste werden immer noch nicht zu 100% vergütet!<br />4. Ost-West-Lohngefälle wird noch weiter verstärkt, anstatt abgebaut!<br />5. Fortbildungstage massiv reduziert (maximal noch 3 Tage, außer man zahlt den <br /> Arbeitsausfall aus eigener Tasche)!<br />6. Kollegen der vorklinischen Fächer sind noch schlechter dran, sie müssen mit <br /> noch höheren Einbußen rechnen!<br />7. Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld und Ortszuschlag werden nicht mehr bezahlt.<br />8. Massivste finanzielle Einbußen für Kollegen mit Kindern (oder Kinderwunsch)!<br />9. Zukunftssicherungsklausel (ZuSi) immer noch im Vertragsentwurf vorhanden: <br /> der Arbeitgeber kann und wird, wenn er in finanziellen Nöten ist, die Gehälter <br /> der Ärzte einseitig um 10% kürzen!<br />10. <span style="text-decoration: underline;">weitere Gehaltverluste</span> (auf 42h-Basis berechnet):<br /> Assistent ledig im ersten Jahr mit ZuSi: -12,48%<br /> Assistent im 3. Jahr mit 2 Kindern mit ZuSi: -9,96%<br /> Facharzt verh. 2 Kinder mit ZuSi: -2,45%<br /> (Erst ab diesen Stufen kommt es zu minimalen Gehaltszuwächsen, wobei <br /> Fachärzte erst wie Fachärzte bezahlt werden , wenn die Verwaltung ihnen <br /> auch bescheinigt, dass sie Facharzttätigkeiten ausführen, sonst gibt es nur <br /> Assistenzarztgehalt! Ähnliches gilt für Oberärzte!)<br /></p><h3><span style="font-weight: bold; color: rgb(255, 0, 0);">14.03.06 Gehaltstabelle</span></h3><p>Wir haben hier die <a href="/xml/wfxdirect/res;jsessionid=52962FAB7954574AFA46CBE4960288AF.TCpfix101a?name=Gehaltsvergleich+TV-L+aktuell+mit+Gehaltsrechner.xls&type=resource" target="_blank" wfxtype="resource" wfxsrc="Gehaltsvergleich TV-L aktuell mit Gehaltsrechner.xls">aktuelle Version der Gehaltstabelle</a>.
Ist etwas schwierig zu überschauen, mann sollte jedoch seinen eigenen
Fall wiederfinden sollen. So wie wir es verstanden haben ist das Gehalt
dort alles was man bekommen wird (Famileinzuschläge,
Urlaubs-Weihnachtsgeld, Ortszuschlag, andere Aufschläge, etc. fallen
entweder weg oder sind schon eingerechnet).<br />Es ist also nur noch dieser Betrag und Überstunden/Dienstvergütungen. <br />Zusätzlich
stehen die Chancen nicht schlecht dass jedes Haus die ZUSI direkt
beantragt (die Ausfälle durch den Streik kann jeder geschäftsführende
Direktor) direkt belegen. Jede Klinik hat immer zu wenig Geld!<br /></p><p>Das Facharztgehalt bekommen nur "Fachärzte mit entsprechender Tätigkeit".<br />Nicht jeder Facharzt wird also in den Genuß des Facharztgehaltes kommen.<br /></p><p>Gleiches
gilt für die heutigen Oberärzte, die ja zum großen Teil Funktions-
oberärzte sind und im neuen TV-L keine Einstufung in die
Oberarztgruppen mehr erfahren dürften, da Ihnen dazu "ein
Funktionsbereich durch den Arbeitgeber übertragen" werden muß. <br />Trotz
der hohen Gehalts-zahlen der TV-L-Tabelle werden also viele der
Kollegen deutlich weniger verdient als im BAT, insbesondere bei
Anwendung des ZuSi, da der Arbeitgeber entscheidet, wer noch Oberarzt
bleibt, oder ob der Facharzt nur wie ein Assistentsarzt arbeitet. Wenn
Ihr euch eine monatliche oder jährliche Erfolgs-Prämie für das
Geldeinsparen festgelegt hättet, würdet Ihr Euch diese extreme
Einsparungsmöglichkeit als Geschäftsführer entgehen lassen?</p><p>All dies sollte man im Hinterkopf behalten wenn man sein Gehalt vergleichen möchte.<br /></p><h3><span style="font-weight: bold; color: rgb(255, 0, 0);">13.02.06 Vollversammlung</span></h3><br />auf
der heutigen Ärztevollversammlung haben sich erfreulicherweise sehr
viele Studenten eingefunden, so dass sie sich bei der Heidelberger
Informationsdelegation hautnah über die Studentenproteste,
Studenteninformationstelefone und Studentenaktionen zur Unterstützung
der Ärzte des Klinikums Heidelbergs informieren konnten. Daran sollte
sich eigendlich unsere Studentenschaft und deren Fachschaftsarbeit
messen!<br />Auch waren die anwesenden Medizinstudenten offensichtlich
schwer erschüttert über die kommenden Einkommensverluste im zukünftigen
Arbeitsleben (-15% von einem jetzt schon mageren Assistentengehalt ist
halt doch nicht so wirklich unbedeutend).<br />Anhand der aufgelegten
Beispielberechnungen konnten auch die Stolperfallen des von Ver.di und
TdL angebotenen Tarifsvertrages dargestellt werden. Diese führen
letztendlich dazu, dass anstelle des immer verkündeten Gehaltszuwachses
für die meisten ein dickes Minus vor der Zahl steht. Hier ist es an
jedem selbst zu überprüfen, was er letztendlich nicht nur kurzfristig,
sondern auch auf Lebenszeit (eine interessante Rechnung) weniger
bekommen wird, ganz unabhängig davon, dass die Arbeitszeit Regelungen
des Vorschlages der TdL, gelinde gesagt, "beschissen sind", wie ein
anwesender Kollege sagte. <a href="/xml/wfxdirect/res;jsessionid=52962FAB7954574AFA46CBE4960288AF.TCpfix101a?name=Gehaltsvergleich+TV-L+aktuell+mit+Gehaltsrechner.xls&type=resource" target="_blank" wfxtype="resource" wfxsrc="Gehaltsvergleich TV-L aktuell mit Gehaltsrechner.xls">Die Tabelle haben wir hier.<br /></a><br /><span style="color: rgb(255, 0, 0);">Es gab 10 Fortbildungspunkte insgesamt.</span><br /><br /><h3><span style="font-weight: bold; color: rgb(255, 0, 0);">13.2.06 Zahnärzte mit dabei</span></h3><p>seit mehreren Tagen gibt es einen Streikaufruf für die Zahnärzte in Baden-Württemberg.<br />Die
Zahnärzte der Uni Tübingen und der Uni Heidelberg haben sich
solidarisch erklärt und sind ebenfalls in den unbefristeten Streik
eingetreten.<br /></p><h3><span style="font-weight: bold; color: rgb(255, 0, 0);">12.06.06 Fortschritte in den Verhandlungen mit der TdL...</span></h3>...gibt
es leider keine. das Angebot entspricht zur Zeit weitgehend dem
Ver.di-Vertrag (wer sich nicht erinnert: Ver.di hat in seinem
Vertragswerk so ziemlich <span style="text-decoration: underline;">alle</span>
ärztlichen Forderungen des Streiks nicht erfüllt und uns sozusagen
verkauft!) Schon aus Prinzip dürfen wir diesen eingefädelten Schachzug
von Möllring und Konsorten nicht durchgehen lassen!<br /><p><span style="font-weight: bold;">Gestreikt wird diese Woche in folgenden Kliniken:<br />Universitätskliniken:</span> Heidelberg, Freiburg, Tübingen, <span style="color: rgb(255, 0, 0);">Ulm</span>,
Göttingen, Hannover, Köln, Aachen, Bonn, Essen Düsseldorf, Münster,
Mainz, LMU München (Innenstadt, Großhadern), TU München (Rechts der
Isar), Regensburg, Würzburg, Erlangen, Jena, Halle, Magdeburg, Dresden,
Leipzig, Rostock, Greifswald und in den<br /><span style="font-weight: bold;">Landeskrankenhäusern:</span>
Lüneburg, Hildesheim, Tiefenbrunn, Göttingen (Niedersachsen), Wiesloch,
Calw, Ravensburg, Winnenden, Zwiefalten, Emmendingen, Weissenau, Bad
Schussenried (Baden-Württemberg), Dt. Herzzentrum München.</p><p>Der
Arbeitskampf der Mediziner in den Unikliniken und Landeskrankenhäusern
wird so lange fortgesetzt, bis es eine Einigung zwischen Marburger Bund
und Tarifgemeinschaft deutscher Länder gibt.<br /></p><h3 style="font-weight: bold; color: rgb(255, 0, 0);">12.06.06 MB Mitglieder sollten Ihre Monats- abrechnungen überprüfen!<br /></h3><p>(die
Nettogehaltsverluste ausrechnen) und wir werden demnächst eine
Möglichkeit erarbeiten um mit der der Solidaritätskasse des MB (Danke
an alle Spender) die Einkommensverluste etwas abzufedern (genaueres muß
noch geklärt werden!)<br /></p><h3 style="font-weight: bold; color: rgb(255, 0, 0);">7.-12.06.06 Leider hatten wir einige technische Probleme...</h3>...weshalb eine Aktualisierung der Streikpläen erst so kurzfristig möglich war<br />(der
upload neuer Daten auf die homepage war leider fast eine Woche lang
providerbedingt nicht möglich). Deshalb wurde von uns eine
Informationsplakatieraktion an den Kliniken der Uni vorgenommen um auf
das Anhalten des Streiks, die Fortbildungsveranstaltung "Ulmer Nacht
der Medizin" und die Ärztevollversammlung hinzuweisen!<br /><h3 style="font-weight: bold; color: rgb(255, 0, 0);">Ergebnisse des DLRG-Treffens am 2.6.:</h3>Die
Nichtbereitschaft der Finanzministerkonferenz mit den Marburger Bund zu
verhandeln sehen wir als heiße Luft oder einen schlechten Witz an. <br />Man
wird uns im Rahmen der "psychologischen Kriegsführung" als nächstes als
einzige Möglichkeit anbieten den Ver.di-Tarifvertrag selber auch zu
unterschreiben. Da dies der für uns ungünstigste aller jemals
angebotenen Tarifverträge ist, hat die überwältigende Mehrheit der
anwesenden Kollegen für eine Weiterführung und
Professionalisierung/Intensivierung der Streiks plädiert.<br />-über <span style="color: rgb(255, 0, 0);">120 Arbeitsstunden in 14 Tagen</span>,<br />-<span style="color: rgb(255, 0, 0);">24 h maximale tägliche Arbeitszeit</span>,<br />-<span style="color: rgb(255, 0, 0);">Kürzung des Lohns</span> durch Wegfall von Urlaub und Weihnachtsgeld (noch stärker <br /> als bei allen anderen Lohngruppen)<br />- <span style="color: rgb(255, 0, 0);">nur noch 3 Tage im Jahr Fortbildung</span>,<br />- <span style="color: rgb(255, 0, 0);">Opt-out</span>-Regelungen <span style="color: rgb(255, 0, 0);">ohne Schutzklauseln</span>,<br />-Verschlechterungen des <span style="color: rgb(255, 0, 0);">Ost-West-Lohngefälle</span>s,<br />- eine deutliche <span style="color: rgb(255, 0, 0);">Schlechterstellung von jungen Kollegen</span>,<br />sowie die Möglichkeiten für die Häuser uns zusätzlich 10% vom Lohn in eigener Regie abzuziehen ("Zukunfts-Sicherungs-Klausel" <span style="color: rgb(255, 0, 0);">(Zu-Si)</span>).<br />Das ist für uns nicht akzeptalel und fördert klar eine <span style="color: rgb(255, 0, 0);">Schädigung von Patienten</span> durch überarbeitete, schlecht ausgebildete und frustrierte Ärzte.<br />Wir sind keine Sklaven und gute Arbeit kostet einfach Geld.<br />Unser
Staat (unser Arbeitgeber) ist dafür zuständig die medizinische
Versorgung der Bevölkerung auf bestmöglichem Nivea zu sichern. <br />Dafür kämpfen wir! <span style="color: rgb(255, 0, 0);">FÜR UNS UND UNSERE PATIENTEN!</span><br /><br /><h3 style="font-weight: bold; color: rgb(255, 0, 0);">Wir Benötigen noch Gute (!) Fotos von den Streikaktionen</h3><p style="font-weight: bold; color: rgb(255, 0, 0);"><font color="#003366">Wer
gute Fotos von Grossdemonstrationen hat darf sie gerne an den Link im
Impressum senden, vielleicht können wir die eine oder andere Demo noch
mit Bildmaterial unterfüttern (auch wenn wir, um den Traffic und die
Ladezeiten niedrig zu halten, versuchen nicht zu grafiklastig zu
arbeiten). Am besten jeder nur 1 Foto senden für die Veranstaltungen in
der Kategorie "bisherige Aktionen" welche noch kein Bild haben. <a title="Fotos an uns senden" href="mailto:fotos@aerzte-uniklinik-ulm.de">fotos@aerzte-uniklinik-ulm.de</a><br /></font><br /><br />-------------------------------------------------------------------------------------------------------------</p><h3 style="font-weight: bold; color: rgb(255, 0, 0);">Wir benötigen noch Vorträge Für die Lange "Nacht der Medizin"-Fortbildungsreihe</h3>Geplant
ist, uns während der Streikwoche fächerübergreifend eine Nacht lang
weiter zu bilden. Punkte werden wir beantragen. Das Programm sollte
abwechslungsreich und auch für Fachfremde zu verstehen sein.<br />Gerne
dürfen auch Grenzgebieten der Medizin vorkommen. Als Orientierung darf
gerne das Fortbildungskaleidoskop am Donnerstag (gibt 5
Fortbildungspunkte) dienen. <br />Also: Wer einen Vortrag halten kann
und möchte, oder sein Zeit sonstwie mit einem abgefahrenen
Forschungsauftrag/Hobby verbringt welches Wert ist vorgestellt zu
werden - Meldet Euch bitte bei:<br /><a href="mailto:fortbildung@aerzte-uniklinik-ulm.de">fortbildung@aerzte-uniklinik-ulm.de<br /></a><br />-----------------------------------------------------------------------------------------------------<br /><h3><br />22.05.2006 <strong>Auswirkungen des ver.di-Abschlußes für Ärzte</strong></h3><p>Wir
versuchen gerade mal wieder eine Tabelle zu erstellen, aus der
ersichtlich wird, welche Einkommensverlustewirklich für einzelne
"Modellärzte" durch die Ver.di-Variante entstehen würden (nur als
Gedankenspiel, das Werk gilt nicht für uns!). <br /><br />Absolute Brutto-Beträge aus dem Ver.di-Abschluß (42 h Basis):<br /></p><table align="left" style="border: 1px solid; width: 95.85%; height: 235px;"><tbody><tr valign="top"><td align="left" style="border: 1px solid;"> Bezeichnung </td><td align="left" style="border: 1px solid;">Euro</td><td align="left" style="border: 1px solid;">Euro</td><td align="left" style="border: 1px solid;">Euro</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> Euro</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> Euro</td></tr><tr valign="top"><td align="left" style="border: 1px solid;"> Arzt <br />(im xten Jahr)</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> 3.600 <br />(1.)</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> 3.800<br />(2.)</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> 3.950<br />(3.)</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> 4.200 <br />(4.)</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> 4.500 <br />(5.)</td></tr><tr valign="top"><td align="left" style="border: 1px solid;"> Facharzt<br />(ab den xten Jahr)</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> 4.750 <br />(1.)</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> 4.850 <br />(4.)</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> 5.150<br />(7.)</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> </td><td align="left" style="border: 1px solid;"> </td></tr><tr valign="top"><td align="left" style="border: 1px solid;"> Oberarzt<br />(ab den xten Jahr)</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> 5.950<br />(1.)</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> 6.300<br />(4.)</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> 6.800<br />(7.)</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> </td><td align="left" style="border: 1px solid;"> </td></tr><tr valign="top"><td align="left" style="border: 1px solid;"><p> ständiger Vertreter <br />des lt. Arztes<br />(ab den xten Jahr)</p></td><td align="left" style="border: 1px solid;"> 7.000<br />(1.)</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> 7.500<br />(4.)</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> 7.900<br />(7.)</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> </td><td align="left" style="border: 1px solid;"> </td></tr></tbody></table><br clear="all" />Zum
Vergleich mit den heutigen Lohnzetteln ist die Wochenarbeitszeit
angehoben! Man beachte auch Kürzung des Weihnachtsgelds/Urlaubsgelds<br />und von evbentuellen Familienzuschlägen, sowie Punkt 7. unten!<br /><br />Klar
ist, dass für Ärzte viele Zusatzboni, Pauschalen und Gratifikationen,
welche alle anderen Landesangestellte bekommen entweder geringer sind,
oder unser Berufsstand speziell ausgeschlossen wurden. Der MB hat dazu
folgendes in einem email mitgeteilt:<br />"...ver.di hat noch eine
Vielzahl von Verschlechterungen gegenüber den von der TdL insbesondere
in Dresden angebotenen und von uns als unzureichend abgelehnten
Bedingungen zugestanden:"<br />1. Statt Gehaltserhöhungen von zweimal 2% (zum 1.07.07 und zum 1.08.08) gibt es <br /> für Ärzte bis Ende 2008 keine Erhöhung.<br />2. In der Tabelle "steckt eine WEihnachtszuwendung von 30 % , wogegen alle<br /> anderen Akademiker 35 % erhalten sollen.<br />3. Der Fortbildungsurlaub ist auf drei Tage beschränkt und als "kann-Regelung" <br /> ausgestaltet. Nur, wenn die Personalkosten von dritter Seite (oder vom Arzt <br /> selbst?!) erstattet werden, gibt es 5 Jahre Fortbildungsurlaub.<br />4. Für Bereitschaftsdienste an Feiertagen gibt es keinen 25%-igen Aufschlag.<br />5. Rufbereitschaft wird nach TVöD vergütet, d.h. es gibt keinen Aufschlag für die <br /> Vergütung der Dienstinanspruchnahme bei Urlaub oder Krankheit.<br />6. Die maximale <u>durchschnittliche</u> wöchentliche Arbeitszeit soll, anstatt ab 2008<br /> auf 60 Stunden begrenzt zu sein, zeitlich unbefristet auf 66 Stunden verlängert <br /> werden (gemittelt über ein Jahr!)<br />7. die tägliche Arbeitszeit soll 24 Stunden statt maximal 18 Stunden betragen (6 <br /> Stunden Vollarbeit und 18h Beritschaftsdienst) betragen können. <em>(warum nicht<br /> wenigstens 10h und 14h - das gäbe mehr Geld! - Ach deswegen!)</em><br />8. Bei der Weitergeltung von Gehaltsfortzahlungen im Krankheitsfall von <br /> privatversicherten Mitarbeitern sind Ärztinnen und Ärzte ausgeschlossen<br /> worden.<br />9.<span style="color: rgb(255, 0, 0);"> <span style="font-weight: bold;">Über einen Zukunftssicherungstarif ("ZuSi") können die Gehälter um bis zu <br /> 10% </span></span><span style="font-weight: bold; color: rgb(255, 0, 0);">abgesenkt werden.</span><em>(Sobald die Bilanzen also entsprechend "aussehen")<br /></em><br /><p><font color="#663300">21.05.2006</font><br />Veränderte Situationen fordern andere/neue Maßnahmen. Es hat sich eine gravierende Änderung ergeben.<br />Ver.di
hat einen Tarifabschluß mit der TdL für alle Landesangestellten
abgeschlossen. Obwohl die von uns vertretenen Ärztinnen und Ärzte
hiervon in keiner Weise betroffen sind, soll dieser Abschluß auch auf
uns angewendet werden.<br />Das würde jedoch die massivste
Verschlechterung für uns bedeuten, die wir uns vorstellen können. Unser
Hauptziel eines ärztespezifischen Tarifvertrages wäre vereitelt.</p><h3><strong><font color="#ff0000">Auch nach dem "ver.di"-Schachzug der TdL:<br />die Ulmer Streiken ab dem 21.05.2006 weiter!</font></strong></h3><p>Besonders
nach der Ver.di-Kampfansage (zusätzlich zu der verallgemeinernden
Aussage "dieser Tarifvertrag gilt auch für die Ärzte" hat Ver.di auch
noch ein übles Pamphlet verschickt indem die falsche Aussage verbreitet
wird, der MB hätte durch seine maßlosen Forderungen und Erhöhungen
seiner Forderungen die Verhandlungen mit der TdL immer im
entscheidenden Moment platzen lassen).<br />Dies entspricht einfach nicht
der Wahrheit, und ist abgesehen davon ein für eine Gewerkschaft
unmögliches Verhalten, besonders gegenüber einer anderen Gewerkschaft.<br />Ver.di
vertritt etwa 600 Ärzte, der MARBURGER-BUND hat über
100.000 Mitglieder und ist, auch von den Verhandlungskommissionen der
TDL, als unsere Gewerkschaft anerkannt. Unser Streik geht weiter!</p><p>-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------</p><p>ehemalige Rubrik - Warum Streiken? -</p><p>-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------</p><p>
</p><h3 style="color: rgb(0, 51, 102);"><strong>Wenn wir jetzt ver.di für uns entscheiden lassen würden, dann...</strong></h3>wird
es die nächsten Verhandlungsrunden genauso laufen. 30 Jahre hat es
gedauert, damit die Ärzte wieder auf die Strasse gehen und für ihre
Rechte und Patienten kämpfen. In dieser Zeit hat ver.di für uns die
Tarifverträge ausgehandelt. Da die Vertretung unserer ärztlichen
Interessen immer weiter in den Hintergrund geraten sind (wir sozusagen
"verkauft" wurden - speziell in der letzten Runde) haben wir uns
losgesagt. Es kann doch nicht das Ziel gewesen sein, jetzt das
ärztefeindlichste aller jemals gemachten Angebote anzunehmen! Ver.di
hat in diesem Vertrag alle Hemmungen über Bord gehen lassen um uns zu
schädigen und Hintertüren so groß wie Scheunentore eingebaut, die den
Arbeitgebern, was Bezahlung und Arbeitszeitaufoktruierung angeht,
völlig freie Hand lässt.<br /><span style="color: rgb(255, 0, 0);">PS:
Wer auf Oberarzt- oder Facharztgehalt abzielt, dem sei gesagt: Nach
diesem Vertrag ist die Facharztbezahlung nicht von dem Bestehen der
Facharztprüfung abhängig und Oberarzt bedeutet nicht auch
"Oberarztgehalt".</span><br /><h3 style="color: rgb(0, 51, 102);"><strong>Primär geht es um einen Tarifvertrag!</strong></h3><p>Nachdem
der Bundesangestelltentarif, nach dem die meisten von uns angestellt
und bezahlt werden, gekündigt worden ist, fehlt unseren
Arbeitsverträgen praktisch die gesetzliche Grundlage. Es fehlt ein
neuer Tarifvertrag! Dieser muss den Lohn und die Arbeitszeit und
bedingungen festschreiben (und dabei möglichst verbessern).<br />Der
Marburger Bund (MB) als unsere Gewerkschaft verhandelt also
folgerichtig mit den Vertretern der Bundesländer - unseren
Arbeitgebern. Diese haben sich in der Tarifgemeinschaft deutscher
Länder (TdL) zusammengeschlossen um gemeinsam einen Tarifvertrag zu
stricken.<br />Durch die erfolgte Trennung des MB von V.erdi (dazu gab es
eine Urabstimmung unter den Mitgliedern) konnte verhindert werden, dass
für die landesangestellten Ärzte an den Universitätsklinika der von
V.erdi ausgehandelte <span style="color: rgb(255, 0, 0);">TVöD</span>
(Tarif-Vertrag öffentlicher Dienst) gültig wird. Dieser hätte
Gehaltseinbußen und den Verlust vieler (vor allem familienbezogener)
Zulagen bedeutet und die Aufstiegsmöglichkeiten in der Gehaltstabelle
(durch zusätzliche Jahre der Erfahrung, Facharzt- und
Oberarzttätigkeiten) wären inadequat gewesen.<br />Der TVöD ist für uns
Ärzte einfach nicht geeignet! Mit ihm kann man Verwaltungspersonal
anstellen, unsere spezielle ärztliche Arbeitsbedingungen spiegelt er
nicht im geringsten wieder. Durch die Befristung unserer
Anstellungs-Verträge hätte ein Aufstieg in der Gehaltstabelle, wenn man
willkürliche Auslegung durch die Personalabteilung unterstellen würde,
konsequent verhindert werden können. <br />Wer will schon für seine gesamte Karriere an der Universitätsklinik immer zum Einstiegsgehalt buckel?<br /></p><p><u>Es
braucht also eine klare Richtlinie für die Vertragsgestalltung, es
braucht einen Tarifvertrag für uns Ärzte! Auch die Arbeitgeber brauchen
ihn.</u> <br /><br style="color: rgb(0, 0, 0);" /><span style="color: rgb(0, 0, 0);">---------------------------------------------------------------------------------------------------------------</span></p><h3><span style="color: rgb(0, 0, 0);"><span style="font-weight: bold; color: rgb(0, 51, 102);">In zweiter Linie (also sekundär) geht es darum die Arbeitssituation von uns Ärzten zu verbessern <br /></span></span></h3><p>Jeder
von uns kennt die Probleme die unseren Beruf so speziell machen. Je
nach Vorlieben und auch Fachrichtung variieren diese oder werden als
belastender oder weniger belastend wahrgenommen. Dies macht es
schwierig für alle zu sprechen, oder einen gemeinsamen Weg zu finden.
Entsprechend sollten wir uns auf das wesentliche konzentrieren:<br />Die
Ausübung des ärztlichen Berufes erfordert hochmotivierte, gut
ausgebildete und leistungsbereite sowie konzentrierte und flexible
Arbeitnehmer. <br />Jeder dieser Punkte trifft auf jeden einzelnen Arzt des Universitätsklinikums Ulm zu.<br />Wir
sind mit unserer schier unerschöpflichen Leidensfähigkeit und unserem
grenzenlosen Verantwortungsbewußtsein gegenüber unseren Patienten die
idealen Arbeitnehmer.<br />Doch wir werden seit Jahren immer schlechter
bezahlt, mit fachfremden Aufgaben überladen, bekommen von der Politik
Vorgaben geliefert wie in einer Planwirtschaft und arbeiten auch an
Sonn- und Feiertagen sowie nachts. <br />Völlig überlastet merken wir
dann irgendwann, dass wir für unsere eigentliche Aufgabe, nämlich
unsere Patienten ärztlich optimal zu versorgen, vor lauter Sparzwängen
und fachfremden Aufgaben nur noch etwa 15-20% der Zeit aufwenden.<br />
Die Frustration die sich einstellt ist eine schleichende, vergiftende,
die letztendlich zum Burn-out-Syndrom bei vielen Kollegen führt.<br />Viel
zu lange haben wir Ärzte selbst unsere Arbeitskraft zu billig verkauft
(eine zusätzliche Sekretärin oder ein Verschlüsselungsassistent kommt
die Klinik teurer als ein Assistenzarzt, der in seiner Freizeit jeden
Tag noch umsonst 3-4 h arbeitet). So lange Wir dies nicht ändern,
werden wir witerhin unsere Zeit mit Dokumentationen u.ä. vergeuden.
Zeit, die unseren Patienten gehört, und die diesen von der Politik der
letzten Jahrzehnte gestohlen wurde. Nur ein gut bezahlter Arzt wird auf
dauer gute Arbeit (für die Patienten) leisten können. Lasst uns dafür
sorgen, dass unser Gesundheitssystem wieder auf den richtigen Pfad
findet. Sonst müssen wir am Ende doch mit den Füßen abstimmen, wie es
schon so mancher Kollege aus der eigenen Abteilung gemacht hat
(Frankreich, Schweden und England warten nur auf die deutschen
Hochschulmediziner).<br />Wohl dem, der ins Ausland gehen kann......auch als Patient.<br />-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------<br />29.05.06<br /></p><h3><span style="color: rgb(0, 0, 0);"><span style="font-weight: bold; color: rgb(0, 51, 102);">Zusammenstellung an Informationen über die Arbeitssituationen und Probleme der Krankenhausärzte in Deutschland (mit Studien)</span></span><br /></h3><p style="color: rgb(255, 0, 0);">· Wie sehen die aktuellen Arbeitsbedingungen für Krankenhausärzte in Deutschland aus?</p><p><span style="color: rgb(0, 0, 0);"><p>Die
Arbeitsbedingungen der 146.000 Krankenhausärzte haben sich in
Deutschland in den vergangenen Jahren stetig verschlechtert. Überlange
Arbeitszeiten, Kürzungen der Einkommen, kurzzeitig befristete
Arbeitsverträge und explodierende Bürokratie sind nur die wichtigsten
Ursachen, weshalb sich der Arztberuf vom Traumjob zum Jobtrauma
gewandelt hat. In einer Studie der Fachhochschule Münster wird die
Arbeitssituation in deutschen Krankenhäusern als „desolat“ bezeichnet.
Die Ärzte seien demotiviert, die Strukturen veraltet und die
finanzielle Situation schlecht, so Professor Roland Multhaup. Zudem
fehle für den hochqualifizierten Nachwuchs der finanzielle Anreiz zum
Verbleib in der Klinik. Weiterhin kämen gerade für Assistenzärzte enorm
schwierige Arbeitsbedingungen hinzu.<span style="color: rgb(255, 0, 255);">1</span></p><p>Im
Rahmen einer massiven Arbeitsverdichtung haben Krankenhausärzte in den
vergangenen Jahren eine erhebliche Produktivitätssteigerung erbringen
müssen. Insbesondere durch die Einführung der diagnosebezogenen
Fallpauschalen (DRG, Diagnosis Related Groups) und die damit verbundene
stetige Erhöhung des Patientenaufkommens müssen in immer kürzerer Zeit
immer mehr Fälle behandelt werden. Betrachtet man die Statistik der
Zeit von 1991 bis 2004, wurden 10,2 % der Krankenhäuser geschlossen
(-245), 20,2% der Betten abgebaut und trotz dieser Entwicklung 2,2
Millionen mehr Patienten versorgt (+ 15,1%). Gleichzeitig sank die
Verweildauer eines Patienten um 38% auf 8,7 Tage.<span style="color: rgb(255, 0, 255);">2</span></p><p>Ärztinnen
und Ärzte werden in deutschen Krankenhäusern mit katastrophalen
Arbeitsbedingungen konfrontiert. Obwohl die Arbeitszeiten
tarifvertraglich bei rund 40 Stunden in der Woche liegen, sieht die
Arbeitsrealität mit bis zu 80 und mehr Wochenstunden ganz anders aus.
Nach einer Erhebung des Marburger Bundes leisten die rund 146.000
stationär tätigen Ärzte jährlich rund 50 Millionen Überstunden im Wert
von 1 Milliarde Euro, die überwiegend nicht vergütet werden. Die Ärzte
der Berliner Charité beziffern ihre monatlich unvergütete Mehrarbeit
beispielsweise auf 85.000 Stunden.<span style="color: rgb(255, 0, 255);">3</span></p><p>Hinzu
kommen oftmals unzählige Bereitschaftsdienste im Anschluss an die
reguläre Dienstzeit, die nur dadurch überhaupt rechtlich zulässig sind,
dass sie arbeitgeberseitig als Ruhezeit deklariert werden – das
geltende Arbeitszeitgesetz schließt nämlich auch heute schon die
Ableistung von 24-Stunden-Diensten aus. Aufgrund dieser Konstruktion,
die die regelhafte Überschreitung der gesetzlich zulässigen
Höchstarbeitszeit kaschiert, wird dieser Teil der Arbeitsbelastung
arbeitsrechtlich nicht und offiziell gar nicht erfasst. Diese Tatsache
erklärt auch, warum beispielsweise das Deutsche Institut für
Wirtschaftsforschung (DIW) bei Klinikärzten lediglich eine
durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 46,3 Stunden angibt und somit
geregelte Arbeitszeiten in Krankenhäusern suggeriert.<span style="color: rgb(255, 0, 255);">4</span></p><p>Die
Realität ist jedoch eine andere: In einer Umfrage unter 2.500
Krankenhausärzten beklagt jeder zweite die Nichteinhaltung des
Arbeitszeitgesetzes, das eine tägliche Höchstarbeitszeit von zehn
Stunden vorschreibt. 70 Prozent der Befragten werden nach einem
Bereitschaftsdienst angehalten, einen weiteren Tagesdienst zu leisten.<span style="color: rgb(255, 0, 255);">5</span>
Entsprechende Überprüfungen von Krankenhäusern durch staatliche
Aufsichtsbehörden kommen zu identischen Ergebnissen. Eine Untersuchung
der Technischen Universität Berlin zeigt, dass über 60% der Berliner
Krankenhausärzte mehr als 60 Stunden in der Woche arbeiten, obwohl die
europäische Arbeitszeitrichtlinie eine wöchentliche Höchstarbeitszeit
von 48 Stunden vorschreibt. Hinzu kommt, dass 74% der geleisteten
Überstunden ohne zeitlichen und finanziellen Ausgleich bleiben.<span style="color: rgb(255, 0, 255);">6</span></p><p>In
der Veränderung dieser Situation verursacht die jüngst vom Deutschen
Bundestag erneut beschlossene Verlängerung der Übergangsfrist zur
vollständigen Umsetzung der europäischen Arbeitszeitrichtlinie und zur
Anerkennung der Bereitschaftsdienste als Arbeitszeit ein weiteres
großes Problem – der Handlungsdruck für die Arbeitgeberseite ist durch
diese Vertagung deutlich gesunken. Der bereits seit Jahren bestehende
Rechtsbruch wird so von den zuständigen Stellen sehenden Auges weiter
hingenommen.</p><p>Ein weiteres Problem des ärztlichen Berufs stellt
die ausufernde Bürokratie dar. Durch zahlreiche gesetzgeberische
Maßnahmen ist der Aufwand, den die Krankenhausärzte für patientenferne
Tätigkeiten aufwenden müssen, rasant gestiegen. Ärztinnen und Ärzte im
Krankenhaus vergeuden im Schnitt rund 38% ihrer Arbeitszeit für
Dokumentations- und Verwaltungstätigkeiten.<span style="background-color: rgb(255, 255, 255); color: rgb(255, 0, 255);">7</span></p><p>Eine
Ursache für den massiven Anstieg patientenferner Verwaltungsarbeit in
den Kliniken ist die oben bereits berichtete Einführung des neuen
Vergütungssystems nach Fallpauschalen (DRG). Während in anderen Ländern
- wie zum Beispiel in den USA – eigens bestimmte Berufsgruppen zur
Kodierung und Dokumentation dieser Fallpauschalen geschaffen wurden,
obliegen diese Tätigkeiten an deutschen Kliniken in der Regel
ausschließlich den Ärzten zusätzlich zum anfallenden Tagesgeschäft –
und das, obwohl auch in Deutschland der Beruf des Medizinischen
Dokumentars ausgebildet wird. Die Attraktivität des Arztberufes, der
Wirkungsgrad ärztlicher Tätigkeit und die Qualität der
Patientenversorgung könnten jedoch durch die Begrenzung der nicht
unmittelbar patientenbezogenen ärztlichen Dokumentationsaufgaben
erheblich gesteigert werden.</p><p>Mittlerweile würde jeder dritte
Krankenhausarzt seinen Beruf nicht mehr ergreifen. Immer mehr Ärzte
flüchten in alternative Berufsfelder oder ins Ausland, wo geregelte
Arbeitszeiten und bessere Bezahlung locken.</p><p style="color: rgb(255, 0, 0);">· Worauf gründet sich die in den Medien viel zitierte Forderung nach 30 Prozent mehr Gehalt?</p><p>Die
Gehälter der Krankenhausärzte entsprechen nicht ihrer anspruchsvollen
Ausbildung, der äußerst verantwortungsvollen Tätigkeit und den
international üblichen Ärzteeinkommen. Selbst das bereits erwähnte
ärztekritische Gutachten des Deutschen Institutes für
Wirtschaftsforschung spricht in der Zeitspanne von 1993 bis 2002 von
einem durchschnittlichen realen Nettoeinkommensverlust junger
Klinikärzte in Höhe von 7,5%. Gleichzeitig hätten andere im
öffentlichen Dienst beschäftigte Akademiker einen Lohnzuwachs von drei
Prozent, die Gesamtheit aller Erwerbstätigen sogar einen Zuwachs von
sechs Prozent zu verbuchen.<span style="color: rgb(255, 0, 255);">8</span>
Der reale Nettoeinkommensverlust der Krankenhausärzte gegenüber allen
übrigen abhängig Beschäftigten beträgt somit kumulativ 13,5%. </p><p>Darüber
hinaus mussten Ärzte jedoch noch weitere Gehaltskürzungen hinnehmen,
die das DIW in seinem Bericht unberücksichtigt ließ. Zu erwähnen ist
hier beispielsweise die einseitige Kündigung der Tarifverträge zur
Arbeitszeit sowie zum Weihnachts- und Urlaubsgeld durch die
Arbeitgeber. So wurde in vielen Bundesländern die wöchentliche
Arbeitszeit der Universitätsärzte ohne Lohnausgleich auf bis zu 42
Stunden erhöht, gleichzeitig strich wurde das Urlaubsgeld komplett und
reduzierte das Weihnachtsgeld auf rund 60%, was zusammen einen weiteren
effektiven Lohnverlust von 8 Prozent bedeutete. Summiert man diese
Verluste, so haben die Klinikärzte in den Jahren seit 1993
Einkommenseinbußen von über 20 Prozent hinnehmen müssen; die
Verminderung der Kaufkraft des Geldes durch die Inflation ist hierbei
noch gar nicht berücksichtigt. </p><p>Oben genannte Zahlen wären noch
um vieles höher, wenn man einerseits ein Gehalt ansetzte, welches die
bereits oben erwähnte, bisher unvergütete Mehrarbeit berücksichtigt,
und andererseits die Gehaltseinbußen hinzurechnete, die durch die
Anwendung des neuen Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst (TVöD)
auf die Ärzteschaft der Universitätskliniken resultieren würden (s.u.).
Diesen letzten Schritt konnte der Marburger Bund durch die Abspaltung
von ver.di kurz vor Abschluss des TVöD verhindern; aller seitdem
seitens ver.di aufschießender Polemik muss entgegengehalten werden,
dass sogar die Arbeitgeberseite anerkannt hat, daß „der TvÖD im
Wissenschaftsbereich – dazu zählen auch die Ärzte – nicht gut und nicht
brauchbar“ ist.<span style="color: rgb(255, 0, 255);">9</span> </p><p>Das
DIW gibt den monatlichen Nettoverdienst eines jungen Klinikarztes mit
2.009 Euro an, pro Stunde sind es angeblich netto 10,80 Euro. Die
Berechnungsgrundlage hierfür berücksichtigt nicht die unvergütete
Mehrarbeit; für eine empirisch haltbare Studie müssen jedoch bei der
Berechnung der Ärzteeinkommen wenigstens die realen Arbeitsbedingungen
mit eben dieser unvergüteten Mehrarbeit zugrunde gelegt werden. Auf
dieser Basis ergibt sich bei einem jungen Assistenzarzt, der nach
Bundes-Angestelltentarifvertrag (BAT) vergütet wird und real 60 Stunden
in der Woche arbeitet (wobei die über 41 Wochenstunden hinausgehenden
nicht zusätzlich vergütet werden), ein Bruttostundenlohn von 11,80
Euro. Der von der DIW o. g. Betrag ist, legt man einen 28-jährigen
ledigen Assistenzarzt mit Vergütung nach dem BAT zugrunde, zu hoch
angesetzt; das monatliche Nettogehalt beträgt für diesen Klinikarzt ca.
1.700 € netto (s. BAT-Tabelle). </p><p>Dennoch gibt es leider an den
Unikliniken Ärzte, die fortan nach dem neuen Tarifvertrag für den
öffentlichen Dienst (TVöD) vergütet werden, weil sie direkt bei der
Klinik und nicht beim Land beschäftigt sind; sie werden im Vergleich
zum BAT nochmals deutliche Gehaltseinbußen hinnehmen müssen. Das
Statistische Bundesamt gibt das durchschnittliche Absolventenalter im
Fach Humanmedizin mit 28,5 Jahren an. Realistische Berechnungsgrundlage
ist somit ein 29jähriger Berufseinsteiger. Betrachtet man das
Lebenseinkommen, so hat er als Verheirateter im Vergleich zum BAT beim
neuen TVöD nach zehn Jahren rund 31.300 Euro weniger verdient, nach 20
Jahren zirka 67.900 Euro. Als lediger Berufseinsteiger belaufen sich
die Einkommensverluste nach zehn Jahren auf rund 17.600 Euro, nach 20
Jahren auf rund 40.500 Euro. Hierbei sind zusätzliche Gehaltskürzungen
durch den Wegfall des im BAT vorgesehenen Kinderzuschlages und durch
Rückstufungen bei Arbeitgeberwechsel noch gar nicht berücksichtigt.
Einkommensverluste entstehen nämlich nicht nur bei der Eingruppierung
von Berufseinsteigern in die neuen TVöD-Entgeltstufen, sondern auch bei
einem Arbeitgeberwechsel: So verdient beispielsweise ein verheirateter
43jähriger Facharzt mit 14 Jahren Berufserfahrung nach dem BAT
monatlich rund 4.826 Euro. Wechselt er zu einem Arbeitgeber des
öffentlichen Dienstes, der den TVöD anwendet, erhält er nach
Entgeltgruppe 14 Stufe 3 monatlich 3.900 Euro (- 926 Euro oder -19,2%)!</p><p>Wie
oben dargelegt, handelt es sich bei den Forderungen der Ärzteschaft zum
größten Teil um den Wunsch nach Erstattung bereits erlittener Verluste.
Was darüber hinaus die Möglichkeit einer tatsächlichen
Einkommenssteigerung anbelangt, so wird in einer vornehmlich von
bestimmten Politikern und Arbeitgebern initiierten, hinlänglich
bekannten Neiddebatte versucht, die Einkommenswünsche der Klinikärzte
als überzogen darzustellen, indem Vergleiche mit anderen Berufsgruppen
angestellt werden. Abgesehen davon, dass je nach Quelle sehr
unterschiedliche Aussagen zur Entwicklung der Einkommenssituation der
Akademiker und Arbeitnehmer gemacht werden, verschweigen die Kritiker
der Ärzteschaft gern, dass der Vergleich des Arztberufes mit anderen
Erwerbstätigen nur schwer möglich ist, da es praktisch keine andere
Akademikergruppe in Deutschland gibt, die wie Klinikärzte in einer
derart verantwortungsvollen Tätigkeit gegenüber den ihnen anvertrauten
Menschen zusätzlich zur Regelarbeitszeit Rufbereitschaften, nächtliche
wie wöchentliche Bereitschaftsdienste und millionenfach unvergütete
Überstunden leisten muss. </p><p>Abgesehen davon stellt sich die
Frage, ob sich ein Klinikarzt nach einem aufwändigen, mindestens 6
Jahre dauernden Medizinstudium und angesichts der massiven
Arbeitsbelastung sowie der verantwortungsvollen Tätigkeit, in der er
oftmals über Leben und Tod von Menschen entscheiden muss, mit dem oben
dargelegten Gehalt zufrieden geben soll. </p><p>Die
Einkommenssituation deutscher Krankenhausärzte kann im internationalen
Vergleich nicht mithalten. Eine vom britischen Gesundheitsministerium
in Auftrag gegebene Studie (NERA) kommt zu dem Ergebnis, dass
französische, niederländische und britische Kollegen bis zu dreimal
mehr verdienen als deutsche Ärzte. Sogar in Spanien sind die
Verdienstmöglichkeiten höher als hierzulande.<span style="color: rgb(255, 0, 255);">10</span>
Das in der Studie für deutsche Ärzte ausgewiesene Gehalt bezieht sich
auf die Grundvergütung, die mit zusätzlicher Mehrarbeit erhöht werden
kann, falls diese bezahlt wird. Die Studie berücksichtigt im Fall
deutscher Ärzte jedoch nicht die bereits erwähnten millionenfach
unvergüteten Überstunden, die das Grundgehalt entsprechend reduzieren.</p><p style="color: rgb(255, 0, 0);">· Was hat es mit der „Ärzteflucht“ auf sich?</p><p>Aufgrund
der beschriebenen katastrophalen Arbeitsbedingungen ist es
verständlich, dass immer weniger Mediziner bereits sind, im Krankenhaus
zu arbeiten. Geregelte Arbeitszeiten und deutlich bessere
Verdienstmöglichkeiten locken die Ärzte ins Ausland oder in die
Gesundheitsindustrie. Während im Jahr 2002 bereits über 2.000
nichtbesetzbare Arztstellen in Krankenhäusern zu beklagen waren, stieg
die Zahl in 2003 sprungartig auf zirka 5.000 an. Jedes zweite
Krankenhaus konnte offene Arztstellen nicht mehr besetzen, 75% davon im
Osten der Republik.<span style="color: rgb(255, 0, 255);">11</span> Gleichzeitig arbeiten rund 6.300 deutsche Krankenhausärzte im Ausland, wie eine MB-Erhebung belegt.</p><p>Als
Hauptursache der Jobaufgabe geben deutsche Mediziner schlechte
Arbeitsbedingungen (79%) und Unzufriedenheit mit den Arbeitszeiten
(77%) an. 80% der Aussteiger sind mit den Arbeitsbedingungen im neuen
Job zufrieden und 51% würden in deutsche Krankenhäuser zurückkehren,
wenn sich die Arbeitsbedingungen verbessern würden. <span style="color: rgb(255, 0, 255);">12</span></p><p><span style="color: rgb(255, 0, 0);">· Was wollen wir Ärzte erreichen?</span> </p><p>Will
Deutschland den internationalen Wettbewerb um die besten Ärzte gewinnen
und soll hierzulande auch weiterhin ein hohes Niveau medizinischer
Versorgung gewährleistet werden, dann muss es zu einer deutlichen
Verbesserung der ärztlichen Arbeitsbedingungen kommen. Der Marburger
Bund setzt sich deshalb als Ärztegewerkschaft für einen speziellen
Ärztetarifvertrag ein, der im Kern geregelte Arbeitszeiten und eine
deutliche Erhöhung der Grundvergütung vorsieht. Die hierfür zurzeit
stattfindenden Tarifverhandlungen zwischen Marburger Bund und
Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) und die anstehenden
Tarifverhandlungen mit der Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände
(VKA) sind Schlüssel zur Wiederherstellung der Attraktivität des
Arztberufes. Es ist jedoch nicht hilfreich, wenn von Seiten bestimmter
Politiker und Arbeitgeber stets auf leere Kassen und Finanznöte
öffentlicher Haushalte verwiesen wird und damit Lösungsansätze im Keim
erstickt werden. Kann aus den Krankenhausbudgets tatsächlich kein
zusätzliches Geld für humane Arbeitsbedingungen und leistungsgerechte
Bezahlung der Leistungsträger aufgewendet werden, muss die Politik ihre
gesamte Ausgabenpolitik überdenken und neue Prioritäten setzen. Dieses
Anliegen könnten im Übrigen Marburger Bund und Arbeitgeber gemeinsam
vortragen und erstreiten.</p><p>Es erscheint klar, dass bei steigender
Nachfrage nach medizinischen Leistungen die Qualität der Versorgung
unter starren Budgets und fixiertem Ausgabenvolumen nicht aufrecht
erhalten werden kann. Die Krankenhausärzte sind jedenfalls nicht länger
bereit, das deutsche Gesundheitswesen mit millionenfach unvergüteter
Mehrarbeit zu subventionieren. Medizinermangel und Ärzteflucht ins
Ausland sind die ersten Vorboten hin zu einer signifikanten
Verschlechterung der medizinischen Versorgung.</p><p style="color: rgb(255, 0, 0);">· Was nützt Ihnen als Patient dieser Streik?</p><p>Überlange
Arbeitszeiten und Übermüdung führen zu Fehlverhalten. Das ist auch bei
Ärzten nicht anders. Diese Erkenntnis ist im Übrigen auch Leitgedanke
der europäischen Arbeitszeitrichtlinie, die seit dem Jahr 1993
Arbeitnehmer vor Übermüdung schützen soll.</p><p>Wenn Klinikärzte 30
Stunden am Stück arbeiten müssen, sind sie naturgemäß anfälliger für
Behandlungsfehler und somit eine Gefahr für Sie als Patienten. Eine
Studie verdeutlicht, dass anhaltendes Wachsein über 24 Stunden ein
Reaktionsvermögen auslöst, welches ein Betrunkener mit einem
Blutalkoholwert von 1 Promille zeigt.<span style="color: rgb(255, 0, 255);">13</span>
Bei Assistenzärzten, die länger als 24 Stunden arbeiten, liegen die
gravierenden Behandlungsfehler um 36% höher als bei kürzeren Diensten.<span style="color: rgb(255, 0, 255);">14</span> </p><p>Aber
nicht nur Ihnen, unseren Patienten, schaden die ausufernden
Arbeitszeiten und die Arbeitsüberlastung; eine Studie konnte zeigen,
dass die Selbstmordrate bei männlichen Ärzten wegen hoher
Arbeitsbelastung und dem Zwang zu verantwortungsvollen Entscheidungen
dreimal höher liegt als bei allen anderen arbeitenden Männern.<span style="color: rgb(255, 0, 255);">15</span> Ähnliche Ergebnisse erbrachten Untersuchungen auch eine andere Untersuchung für beide Geschlechter. <span style="color: rgb(255, 0, 255);">16</span></p><p>Ihnen
als Patient kommt eine Verbesserung unserer Arbeitsbedingungen im
klinischen Alltag vor allem auch insofern zugute, als dass Sie bei
einem eigenen Krankenhausaufenthalt oder als Angehöriger eines kranken
Menschen mit ausgeschlafenen, ausgeglichenen und motivierten Medizinern
rechnen können, die sich für Ihr Anliegen und Ihre Bedürfnisse wirklich
Zeit nehmen können und die ihnen zur Verfügung stehenden Ressourcen auf
Sie verwenden anstatt auf Computer und Akten. Eine solche
Arbeitssituation, die dem ursprünglichen Gedanken ärztlicher Tätigkeit
wieder ein gutes Stück näher rückt, wünschen wir uns genauso sehr wie
Sie. Bitte unterstützen Sie unser Anliegen, welches auch Ihres ist!</p><p><span style="color: rgb(255, 0, 255);">1</span> Studie der Fachhochschule Münster, 2005.<br /><span style="background-color: rgb(255, 255, 255); color: rgb(255, 0, 255);">2</span> Statistisches Bundesamt, Krankenhausstatistik 2004<br /><span style="color: rgb(255, 0, 255);">3</span> Auskunft der Ärzteinitiative der Charité in 2005 (www.klinikaerzte.org)<br /><span style="color: rgb(255, 0, 255);">4</span> Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, Wochenbericht vom 24.08.2005<span style="background-color: rgb(255, 0, 255); color: rgb(255, 0, 255);"><br /></span><span style="color: rgb(255, 0, 255);"><span style="background-color: rgb(255, 255, 255);">5 <span style="color: rgb(0, 51, 102);">U</span></span></span>mfrage des Ärztlichen Kreis- und Bezirksverbandes München, 2005.<br /><span style="background-color: rgb(255, 255, 255); color: rgb(255, 0, 255);">6</span> Studie der Technischen Universität Berlin, 2001.<br /><span style="color: rgb(255, 0, 255);">7</span> Deutsches Krankenhausinstitut, 2003<br /><span style="color: rgb(255, 0, 255);">8</span> Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, s.o.<br /><span style="color: rgb(255, 0, 255);">9</span> Zitat H. Möllring, FAZ vom 24.3.2006<br /><span style="color: rgb(255, 0, 255);">10 </span>NERA-Studie des britischen Gesundheitsministeriums, 2004<br /><span style="color: rgb(255, 0, 255);">11 </span>Deutsches Krankenhausinstitut, Krankenhausbarometer 2002 und 2003<br /><span style="color: rgb(255, 0, 255);">12</span> Umfrage der Landesärztekammer Hessen, 2003<br /><span style="color: rgb(255, 0, 255);">13 </span>Studie von Dawson und Reid in Nature, 1997<br /><span style="color: rgb(255, 0, 255);">14</span> Studie der Universität Harvard, 2005<br /><span style="color: rgb(255, 0, 255);">15</span> Studie aus Dänemark, 2005<br /><span style="color: rgb(255, 0, 255);">16</span> Studie von S. Stack, Arch.Suic.Res., 2004</p><br /></span></p><p>---------------------------------------------------------------------------------------------------------------<br /></p><p> Aus einem Rundbrief des Marburger Bundes vom 16.05.06:</p><p><font style="font-size: 14px;"><strong>"Das Angebot der TdL ist eine Mogelpackung"</strong></font></p><p>"Die
angebotene Erhöhung der Grundvergütung hört sich zunächst verlockend
an. Da jedoch das Weihnachts- und Urlaubsgeld gestrichen und die
Erhöhung der Wochenarbeitszeit von 38,5 auf 42 Stunden nur mit der
normalen Stundenvergütung und nicht mit der üblichen
Überstundenvergütung bezahlt werden soll, steht am Ende insbesondere
für die jungen Ärzte an den Universitätskliniken und
Landeskrankenhäusern ein deutliches <span style="color: rgb(255, 0, 0);">Einkommensminus</span>. Die Tarifgemainschaft deutscher Länder (TdL) will also allen Ernstes Ärzte für weniger Geld länger arbeiten lassen." [...]</p><p>"Die
folgenden Tabellen geben einen Überblick über die Gehaltsentwicklung,
wenn man das TdL-Angebot dem Bundesangestelltentarifvertrag (BAT)
gegenüberstellt. Um eine Vergleichbarkeit zu ermöglichen, wird der BAT,
der im Westen eine 38,5 Stundenwoche, im Osten eine 40 Stundenwoche
vorsieht auf die Wochenarbeitszeit des TdL-Angebotes - also 42 Stunden
- hochgerechnet."</p><table align="left" style="border: 1px solid; width: 99.56%; height: 114px;"><tbody><tr valign="top"><td align="left" style="border: 1px solid;"> <strong>Arzt in Ulm <br /> (D-West)</strong></td><td align="left" style="border: 1px solid;"><strong> TdL-Angebot <br />West 42h</strong></td><td align="left" style="border: 1px solid;"><strong> BAT (alt)<br />West 42h</strong></td><td align="left" style="border: 1px solid;"><strong> Differenz(Euro/%) </strong></td></tr><tr valign="top"><td align="left" style="border: 1px solid;"> 28 J., ledig, 1.BJ</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> 43.200</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> 44.442</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> -1.242 / -2,8%</td></tr><tr valign="top"><td align="left" style="border: 1px solid;"> 29 J., verheiratet, 1.BJ</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> 43.200</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> 47.249</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> -4.049 / -8,57%</td></tr><tr valign="top"><td align="left" style="border: 1px solid;"> 31 J., verh., 3. BJ</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> 47.400</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> 48.417</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> -1.286 / -2,64%</td></tr><tr valign="top"><td align="left" style="border: 1px solid;"> 35 J., verh., 1.J. Facharzt</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> 57.000</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> 55.417</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> 1.582 / +2,85 %</td></tr></tbody></table><br clear="all" />Tabelle: TdL-Angebot Tarifgebiet West (Jahresgehalt in Euro) Quelle: MB<p><font style="font-size: 14px;"><strong>Kommentar:</strong></font><br />Es
zeigt sich klar, die ohnehin schon schlechte Bezahlung wird besonders
für die Berufsbeginner (wenn man Assistenzärzte im 3. und 4. Jahr ( +6
Jahre Studium, Doktorarbeits- und Forschungszeit überhaupt noch als
Anfänger bezeichnen kann) deutlich schlechter!<br />Soweit wir das
verstehen sind hier die zur Zeit noch bezahlten Vergünstigungen für
Kinder gar nicht berücksichtigt. Die werden wohl auch wegfallen. <br />D.h.
wer Kinder hat und verheiratet ist wird doppelt bestraft und verliert
bedeutend mehr (u.U. bis zu 16% seines jetzigen Gehaltes)!<br />Familen
und Eltern werden also, entgegend der von der Politik geforderten und
propagierten "Familienfreundlichkeit", angestraft! <br /></p>
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------<br />ehemalige Rubrik - Verhandlungen -<br />------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------<br />
<h3><strong><font color="#336699">Am WE 20./21.05.06: Delegiertenversammlung des MB in Magdeburg</font></strong></h3><p><a href="http://www.marburger-bund.de/marburgerbund/bundesverband/unsere_themen/tarifpolitik/tdl/tdl-018.php" title="LINK ZUR ORGINALSEITE DES MB" target="_blank">Kurzanalyse von den brandneuen Zahlen des Ver.di-Vertrages durch dem MB</a>:<br /><br />*Die Arbeitgeber sparen viel Geld, da der Vertrag nicht etwa zum 1. Juli, sondern<br /> erst zum 1. November 2006 wirksam werden soll.<br />*Die Ost-West-Ungerechtigkeiten bei den Gehältern werden zementiert und <br /> verstärkt.<br />*Gegenüber BAT beschert die neue Gehaltstabelle insbesondere jungen Ärzten<br /> massive Gehaltseinbußen von über 8,5%.<br />*Die Überstundenvergütung wurde verschlechtert, indem die Gehaltsstufe 3<br /> aufgegeben und deren Tabellenwerte in die Gehaltsgruppe 2 als Stufen 4 und 5<br /> eingearbeitet wurden.<br />*Die Gehaltsgruppe 2 steht nur Fachärzten „mit entsprechender Tätigkeit“ zu, was<br /> nach Rechtssprechung dazu führt, dass Assistenzärzte nur in Ausnahmefällen<br /> diese Vergütungsgruppe erhalten, auch wenn sie Facharzt sind. Das<br /> Bundesarbeitsgericht sagt: Nicht jeder Facharzt ist auch in diesem Sinne<br /> fachärztlich tätig.<br />*Statt Gehaltserhöhungen von zweimal 2% (zum 1.7.07 und 1.8.08) gibt es für Ärzte<br /> bis Ende 2008 gar keine Erhöhungen.<br />* Ärzte sollen ein in die Gehaltstabelle eingearbeitetes Weihnachtsgeld von 30%<br /> erhalten, während andere Berufsgruppen bis zu 95% erhalten.<br />* Ärzte sollen gar keine Einmalzahlungen erhalten, während alle anderen <br /> Berufsgruppen (je nach Gruppe bis zu 450€/Jahr) von diesen Zahlungen<br /> profitieren.<br />* Der Fortbildungsurlaub ist auf drei Tage beschränkt und als „Kann-Regelung“ <br /> ausgestaltet. Nur wenn die Personalkosten von dritter Seite (oder vom Arzt<br /> selbst?!) erstattet werden, gibt es fünf Tage Fortbildungsurlaub.<br />* Für Bereitschaftsdienste an Feiertagen gibt es keinen 25%igen Aufschlag.<br />* Die wöchentliche Arbeitszeit soll für Ärzte 42 Stunden betragen und unbefristet<br /> auf 66 Stunden verlängert werden können.<br />* Die tägliche Arbeitszeit soll 24 Stunden statt maximal 18 Stunden betragen<br /> können.<br />* Der Besitzstand, der die Gehaltsfortzahlung im Krankheitsfall regelt, wurde für<br /> Ärzte gestrichen, während alle anderen Berufsgruppen davon profitieren.<br />* Der Vertrag sieht 10%ige Gehaltskürzungen im Fall von Notlagen vor (Zusi).<br /><br />Kommentar:<br />66 Wochenstunden bedeuten durchschnittlich 11 Stunden pro Tag und das von Mo-Sa.<br />Da
das ganze über das Jahr gemittelt wird könnte man jeweils auch mehr
arbeiten... (das Arbeitszeitgesetz wird hier nicht berücksichtigt).<br />Wenn
man bedenkt, dass Fluglotsen z.T. nur 4 h arbeiten (wegen der
Verantwortung und der nötigen Konzentration), LKW-und Busfahrer ihre
Lenkzeiten genau einhalten müssen, wundert man sich, dass für uns Ärzte
solche Schutzvorschriften nicht gelten!<br /> Primär geht das auf Kosten der Gesundheit unserer Patienten. <br />Dieses Angebot ist eine Schande und ein Schlag ins Gesicht eines jeden verantwortungsbewußten Arztes!<br /></p><h2><font color="#ff0000"><strong>übersicht über die Verhandlungen:</strong></font></h2><h3><strong></strong></h3><p style="color: rgb(102, 51, 0);"><strong>19.05.2006 Ver.di schließt mit der TdL einen "Tarifvertrag" ab.</strong></p><p style="color: rgb(102, 51, 0);">11. Mai 2006 Sondierungs-Gespräch in Dresden:<br /><font color="#003366">In
Dresden findet ein Sondierungsgespräch zwischen Vertretern der
Verhandlungsführungen statt. Ein erstes Gehaltsangebot von 3.370 Euro
brutto bei Erhöhung der Wochenarbeitszeit auf 42 h wird vom MB
abgelehnt, daraufhin wird auf 3.600 Euro aufgestockt. Es erfolgt eine
Drohung sonst mit ver.di abzuschließen und nicht mehr mit dem MB zu
verhandeln.Das Angebot von Dresden ist am Ende immer noch ein
Rückschritt gegenüber der BAT West-Vergütung, benachteiligt
überproportional die jungen Ärzte, geht zu Lasten ver VKA und
benachteiligt den Osten Deutschlands, da die Vergütung dort noch mehr
leidet, als zur Zeit ohnehin schon. Nachts um 01:30 wird das Gespräch
wegen Bewegungslosigkeit abgebrochen.</font> </p><p>Tariftabellenwerk (ohne Gewähr):</p><p>Beispielrechnungen -ohne Gewähr <br /> BAT (west) TVöD München Dresden <br />1. Jahr 47.632 42.527 45.485 43.200 <br />3. Jahr 49.356 46.135 48.142 47.400 <br />Facharzt 54.797 52.920 58.204 57.000 <br />Oberarzt oder 72.961 69.203 83.197 81.600 <br />Facharzt nach 6 Jahren </p>
<br /><p />