<h2 style="color: rgb(255, 0, 0); text-decoration: underline;"> Zu diesem Teil:</h2>Liebe Leute, hier ist der Inhalt der Streikhomepage aus den Jahren 2011/2006 &quot;wild&quot; zusammengewürfelt zu finden. <br />Es waren ursprünglich drei, jetzt nach 2011 sind es vier Kategorien:<br />- Tarifverhandlungen 2011<br />- Tarifvertrag 2006<br />- Aktionen 2006 und<br />- Streik 2006<br /><br />Jetzt läuft alles unter Streik 2011/2006. Wer also etwas nostalgisch werden will oder sich informieren will, wie es damals so abgelaufen ist, kann sich hier informieren.<br /><br />Damals haben wir Ärzte dazu beigetragen, dass nicht mehr Ver.di unsere Interessen &quot;ver-&quot;tritt, sondern der Marburger Bund als unsere Gerwerkschaft von der Arbeitgeberseite akzeptiert wurde. <br />Ver.di hatte zuvor immer als Partner für den MB und damit die Ärzte mitverhandelt, und unsere Vertretung hat dann das Erreichte angenommen. Das Problem ergab sich, da wir Ärzte eher eine unbedeutende Gruppe für Ver.di  waren, so dass unsere oftmals sehr speziellen Interessen für die großer Ver.di-Gruppen eingehandelt wurden.<br /> Entsprechend verschlechterten sich die Arbeitsbedingungen für uns über die Jahre eher, als dass es besser wurde, bis im Jahre 2006 die Basis des MB den Vorstand basisdemokratisch aus dem Verbund mit Ver.di hinausgezwungen hat. <br />Merke: jede Gewerkschaft macht natürlich Klientelpolitik und die Arbeitgeberseite nutzt dies, wann immer möglich. Ver.di verhandelt immer noch für alle Ärzte an den Klinika mit und schließt ab, auch wenn inzwischen der MB oftmals zur selben Zeit in Verhandlungen steht. Im letzten Jahr war ja wieder die Tarifeinheit ein Vorstoß Ver.dis die kleineren Spezialgewerkschaften quasi durch die Hintertür unwirksam werden zu lassen. Zum Glück hat selbst die eigenen Ver.di-Basis damals durchschaut, wie ungewerkschaftlich das ganze ist und die eigene Spitze dabei gestoppt.<br /><a href="http://www.marburger-bund.de/rettet-die-koalitionsfreiheit/">http://www.marburger-bund.de/rettet-die-koalitionsfreiheit/</a><br /><br />2006 haben wir es geschafft, dass nach langen Streiks und viel Unmut, sich der Marburger Bund als Gewerkschaft emazipiert hat. Die Forderungen nach Verbesserungen unserer Arbeitsbedingungen wurden damals für die Tatsache eines Abschlußes eingetauscht und wir haben letztendlich einen Ver.di-ähnlichen Vertrag abgeschlossen. <br />Für den Streik damals hat der MB aber zum ersten Mal Streikgeld an die Berechtigten gezahlt, welche ihre Einkommensverluste entsprechend nachgewiesen haben. <br />Seither gibt es eine Streikkasse!<br />Und wir haben damals gelernt, wie man streikt. <br /><br />Die erste Gehaltstabellen-verbesserung kam dann etwa 2 Jahre später, hier war letztendlich kein Streik nötig, und die Einkommenssituation verbesserte sich gerade für die Jungen (und vor allem für die Oberärzte ?).<br />Die Tabelle lief aus und die TdL hat 5 Verhandlungsrunden ohne Tarifvorschlag veranstalltet um dann ein Angebot von 3,75 % plus linear und sonst keine Verbesserung oder man müsse die Forderungen nach besserer Bezahlung in den Bereitschaftdiensten und Familienfreundlicheren Arbeitsbedingungen aus diesem Pool von 3,75% mitfinanzieren.<br />Also haben wir die Urabstimmung abgehalten. An 23 deutschen Unikliniken haben 97,4 Prozent der teilnehmenden Ärzte für Arbeitsniederlegungen gestimmt.  Das Votum zeige eindeutig, wie groß der Unmut der Ärzte über die Tarifgemeinschaft deutscher Länder ist.<br />Die Arbeitgeber sind in Verhandlungen zu keinerlei Kompromissen bereit gewesen. Wir forderten fünf Prozent mehr Gehalt, eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie eine bessere Bezahlung von Nachtdiensten. Wenn man bedenkt, dass die Uniärzte am schlechtesten von allen Tarifbereichen bezahlt werden und Forschung und Lehre auch noch zusätzlich &quot;mitmachen&quot;, ist das Angebot der TdL unter Inflationsniveau unverschämt gewesen.<br /><br />Als wir in das Wochenende vor dem Streik gingen und so langsam die Sache an Fahrt aufnahm, einige Ambulanzen hatten bis zu 80% der Patienten ausbestellt, Streikbereitschaften waren für die Notversorgung organisiert, die Presse informiert und die Leute motiviert, Plakate gedruckt und Flyer in Auftrag gegeben, da fragte die TdL erneut an, ob man sich nicht noch einmal zusammensetzen könne.<br />Und schwupps: gab es eine Einigung. Leider sind unsere Tariferhöhungsforderungen nicht ganz erfüllt worden. Aber wenigstens sollen Dienste besser vergütet werden.<br />Bis zum Nächsten mal: Eure Vorreiter!<br /><br /><br />Also: auf ein Neues....................  Viel Erfolg! Informiert Eure nächsten!<br /><br /><br /><h2 style="color: rgb(255, 0, 0); text-decoration: underline;">Infos zu den Tarifverhandlungen vor der Einigung am 05.11.2011</h2><span style="text-decoration: underline;">Liebe Patienten</span>: keine Angst, wir lassen sie nicht im Stich, Notfälle werden natürlich weiterhin von unserem extra für Sie organisiertem Notdienst behandelt werden. Wir bitten um Ihr Verständnis, dass es bei diesem unbegrenztem Streik für alle Nicht-Notfälle zu langen Wartezeiten kommen könnte. Letztendlich streiken wir vor allem auch für Sie und Ihre Versorgung in der Zukunft, indem wir für Arbeitsbedingungen kämpfen, unter denen vielleicht auch in der Zukunft Ärzte an den Universitätskliniken arbeiten werden.<br /><br />Wussten Sie, dass inzwischen ein Facharzt an städtischen Kliniken oder auch bei privaten Trägern (SANA, Asklepius, Rhön etc.) fast 9% mehr Tariflohn erhält, zusätzlich zu einer besseren Bezahlung der Dienste?<br />Sie sehen, dass die Universitätskliniken einiges aufzuholen haben.... Tag der kommenden Wochen wäre ein Streiktag gewesen..... <br /><h1 style="color: rgb(153, 153, 153);">Ankündigung Demonstrationen</h1><h2 style="text-decoration: underline; color: rgb(153, 153, 153);">Erste Streikwoche 07.11.-11.11.11 </h2><p style="color: rgb(153, 153, 153);">Montag      07.11.11   Start <br />                              Wir treffen uns in der Stadt vor der Hirschapotheke,<br />                              Ecke Hirschstrasse und Wengengasse ab 8:30 Uhr bis 15:00 Uhr.<br />                              Ab 8:30 Uhr Aufbau des Zeltes und Plakatemalen,<br />                              Es wird Hotdogs/HotDocs und was zu trinken geben. Um 11oo        <br />                              richtet sich Dr. Frank Reuther (MB) an die Anwesenden.<br />                              Ende ca 15:oo Uhr.<br /><br />Dienstag      08.11.11 um 10:00 Uhr wird mit weißen Kitteln und auch wieder von <br />                             Studenten begleitet der Münsterturm bestiegen. Nach Möglichkeit <br />                             mit SWR oder Regio TV. Nachmittags um 14oo-16oo findet die <br />                             Personalvollversammlung im Klinikhörsaal OE statt (Arbeitszeit). <br />                             Möglichst viele Ärzte sollen hingehen. <br />                             16:30 Uhr Treffen der Streikleitung mit der Verwaltung<br /><br />Mittwoch    09.11.11  9:30 Uhr Abfahrt nach Stuttgart. Der Bus wartet unterhalb des <br />                              Safranberg auf dem kleinen Parkplatz der parallel zur Bahnlinie Ecke <br />                              Örlinger Straße und Böfinger Straße. Weiße Kittel, Plakate, <br />                              Studenten mitnehmen.<br /><br />Donnerstag  10.11.11   9:30 Uhr Abfahrt des Busses von gleicher Stelle zur <br />                                Streikveranstaltung in München. Weiße Kittel, Plakate, Studenten <br />                                mitnehmen.<br />                                19:30 Uhr Streikbesprechung im Nebenzimmer des Herrenkellers in <br />                                der Herrenkellergasse, da die folgende Woche geplant werden <br />                                muss. <br /><br />Freitag        11.11.11   Eine öffentlichkeitswirksame Idee für Freitag wird noch während <br />                                der Woche ausgearbeitet.</p><br style="color: rgb(153, 153, 153);" /><h2 style="text-decoration: underline; color: rgb(153, 153, 153);">Zweite Streikwoche 14.11.-18.11.11</h2><p style="color: rgb(153, 153, 153);">Montag      14.11.11 Demo in Kiel (für Schleswig Holstein)<br />Dienstag     15.11.11 Demo in Magdeburg (für Sachsen-Anhalt)<br />Mittwoch   16.11.11 Demo in Greifswald (für Meck-Pomm)<br />Donnerstag 17.11.11 Demo in Köln (für NRW)<br />                             Wöchentliches Donnerstagstreiktreffen um 19:30 im Herrenkeller</p><p style="color: rgb(153, 153, 153);"><br />Freitag       18.11.11 Demo in Heidelberg (für Baden Württemberg)<br /><br /><br /></p><h2 style="text-decoration: underline; color: rgb(153, 153, 153);">Dritte Streikwoche 21.11.-25.11.11</h2><p><span style="font-size: 18px ! important; color: rgb(153, 153, 153);"><span style="font-size: 18px ! important;">24. November </span>ZENTRALDEMO in Hannover <br />                                                (für alle Unikliniken)</span><br style="color: rgb(153, 153, 153);" /><br /></p><table style="border-style: none; margin: 1px; height: 13px; width: 28px;"><tbody></tbody></table><table style="border-style: none; margin: 1px; height: 44px; width: 109px;"><tbody></tbody></table><br /><h2 style="color: rgb(255, 0, 0);">Neuer Flyer:</h2>der MB hat einen <a target="_blank" href="res;jsessionid=D1CBF53A6930CC65AD946AEF2DC63D52.TCpfix100a?name=TdL_Streikflyer_web_final.pdf&type=resource">neuen Flyer zur Info über den Streik produziert: eine download-version gibt es hier.<br /></a><br /><h2 style="color: rgb(255, 0, 0);"><br /></h2><h2 style="color: rgb(255, 0, 0);">Zum Nachdenken:</h2>Bereitschaftsdienste werden aktuell immer noch mit Abschlägen bezahlt. <br />D.h. wer nachts im Hochbelastungsbereitschaftsdienst arbeitet bekommt pro Stunde 5 % vom Stundenlohn abgezogen, den er ganz normal unter Tags in der Regelarbeitszeit bekommen hätte.<br />In der niedrigeren Belastungsklasse sind es 40% Abzug vom Stundenlohn. <br /><br />Das Ganze wäre ja immer noch ein Zubrot, wenn am nächsten Tag nicht 8,4h (also ein ganzer Tag) abgezogen würden. Das bedeutet, dass man für das Fehlen am nächsten Tag, welches das Gesetz vorschreibt (!), zu 100% finanziell bestraft wird.<br /><br />Als Beispiel:<br />Ein um 11 Uhr mittags begonnener &quot;Dienst&quot; setzt sich zusammen aus 8,4h normaler Arbeitszeit. Dann folgt direkt von 19:24 bis 7:30 ein Hochbelastungsdienst.<br /> Das sind etwa  10,33Stunden. Diese &quot;Überstunden&quot; werden nur zu 95% bezahlt. d.h es bleiben 9,33h übrig. Nach einem so langen Dienst verlangt das Arbeitszeitgersetz gewisse Pausen: z.B.darf länger als 24 h niemand arbeiten!<br />Der nächste Wochentag  wird von der Abrechnungsstelle als &quot;geschuldete Arbeitszeit&quot; zu 100% abgezogen: - 8,4 h (diese werden im Gegensatz zu den 95%-Stunden der Nacht jedoch zu 100% abgezogen.<br /> Es bleiben für die ganze Nacht im Bereitschaftsdienst 2,33 Stunden übrig. <br />Diese sind mit dem Stundenlohn zu multiplizieren:  2,33hx z.b. €26,35: macht  61 Euro BRUTTO (!) d.h. je nach Steuersatz und Abgaben sagen wir mal etwa € 36 Euro netto extra für 21h nicht schlafen und eine Nacht weg von Frau und Kindern (so man es überhaupt schafft eine funktionierende Partnerschaft bei 5-7 Diensten im Monat zu unterhalten).<br /><br /> € 36 Euro extra für die ganze Nacht leben retten, denn genau das tun wir zusammen mit unseren Kollegen aus dem Pflegebereich Tag für Tag und Nacht für Nacht!<br /><br />Und dann erzählt der Verhandlungsführer der TdL etwas davon, dass ein Abschluß nur gut und ausgewogen ist, wenn er beiden Seiten weh tut. Also meine persöhnliche Schmerzgrenze ist schon lange deutlich überschritten. <br />Der Tarifabschluß muss für viele von uns <span style="text-decoration: underline;"><br />mindestens</span> Inflationsausgleich <span style="text-decoration: underline;">PLUS</span> eine deutliche Verbesserung der Arbeitssituationen, vor allem der Dienstbezahlung ergeben!<br /><br />Es muss aufhören, dass man für sozial ungünstigere Arbeitszeiten auch noch bestraft. wird. Freiwillig würde kein Facharbeiter aus der Industrie für solch eine miese Bezahlung die Nacht am Band stehen!<br />Rechnet man die Sache für die Kollegen mit niedrigerer Belastungsstufe nach (also 60% Bezahlung, bei Greifen der maximal zulässigen Arbeitszeit laut Gesetz, Abzug vom 8,4h zu 100% am nächsten Tag schaffen es diese Kollegen sogar mit 21 Stunden durchrödeln NEGATIVSTUNDEN zu erarbeiten!<br />D.h. am Wochenende müssen zusätzliche Überstunden gemacht werden, um auf das Grundgehalt zu kommen. Diese Kollegen sind auch nachts zu 100% von Ihren Familien getrennt. Lebenszeit ist Lebenszeit, Arbeitszeit ist Arbeitszeit und Zeit ist Geld!<br /><br /><span style="font-size: 20px; color: rgb(255, 0, 0);"><span style="font-size: 20px;"><span style="font-size: 20px;"><span style="font-size: 20px;"><span style="font-size: 20px;"><span style="font-size: 20px;"><span style="font-size: 20px;"><span style="font-size: 20px;"><span style="font-size: 20px;"><span style="font-size: 20px;"><span style="font-size: 20px;"><span style="font-size: 20px;"><span style="font-size: 20px;"><span style="font-size: 20px;"><span style="font-size: 20px;"><span style="font-size: 20px;"><span style="font-size: 20px;"><span style="font-size: 20px;"><span style="font-size: 20px;"><span style="font-size: 20px;"><span style="font-size: 20px;"><span style="font-size: 20px;"><span style="font-size: 20px;"><span style="font-size: 20px;"><span style="font-size: 20px;"><span style="font-size: 20px ! important;">Aktuell:</span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span><br /><br /><span style="color: rgb(0, 51, 102);">In der Tarifrunde für die rund 20.000 Ärzte an den 23 Universitätskliniken im Tarifverbund der TdL fordert der Marburger Bund<br />- eine spürbare Anhebung des Tarifniveaus um linear fünf Prozent<br />- eine bessere Bezahlung von Nachtdiensten <br />- Strukturveränderungen in der Entgelttabelle.</span><br /> letztendlich waren die Forderungen so milde, dass von einem Inflationsausgleich kaum gesprochen werden kann. Trotzdem sind diese Forderungen nicht von der Arbeitgeberseite aufgenommen worden um ernsthaft darüber zu diskutieren.<br /><br /><h2 style="color: rgb(255, 0, 0); text-decoration: underline;">Tarifvertrag 2006</h2><br /><h3 style="font-weight: bold;"><span style="color: rgb(0, 51, 102);">04.07.06-------------------------------------------------------------</span></h3><h3 style="font-weight: bold;">Der TV kommt....</h3>Die Mitglieder haben abgestimmt und sich für die Annahme des Tarifvertrags ausgesprochen.<br /><br /><h3 style="font-weight: bold;"><span style="color: rgb(0, 51, 102);">19.06.06-------------------------------------------------------------</span><br /></h3><p style="font-weight: bold; text-align: left;">Hallo liebe Kolleginnen und Kollegen,hier eine erste Analyse von Frank Reuther (Ärztesprecher in Ulm) zum neuen TV:</p><p style="text-align: left;">Hallo liebe Leute,<br />hier meine Bewertung des Tarifangebots der TdL an den Marburger Bund:</p><p style="text-align: left;">Aus meiner Sicht handelt es sich vielleicht formell, aber nicht inhaltlich um ein Angebot für einen ärztespezifischen Tarifvertrag.<br />Beiderseitig aus sachfremden Gründen,<br />von Seiten der TdL, weil der Marburger Bund nicht eingelenkt hat,<br />von Seiten von ver.di, weil der Marburger Bund es gewagt hat, sich von ihr zu lösen, <br />haben beide eine Tarifvertragsanlage Nr. 5 des TV-L vereinbart, die ärztefeindlicher nicht sein kann!<br />Aus reiner Schwachheit will der Marburger Bund nun diese Anlage 5 nahezu wortgleich übernehmen. Bezeichnend ist, dass der Marburger Bund nicht einmal in der Lage war, die fehlerhafte Formulierung &quot;Ärzte, Zahnärzte und Psychiater&quot; zu ändern.<br />Hier die Punkte, die dieses Tarifangebot so ärztefeindlich erscheinen<br />lassen, dass selbst der alte BAT in hellem Licht erstrahlt:</p><p style="text-align: left;">* bisher saßen alle Ärzte an einem Tisch, jetzt werden die Nichtkliniker <br />  auf den Hundeplatz verwiesen, mit sage und schreibe monatlich mehr als<br />  € 1.000 brutto weniger als sie die klinischen Kollegen bekommen<br />* weiterhin sollen die ebenso landesangestellten Ärzte in den Zentren für<br />  Psychiatrie kurzerhand ausgebootet werden<br />* die Berufseinsteiger hatten unter Beachtung der jetzigen Arbeitszeit- <br />  erhöhung nach altem BAT ein höheres Jahresbruttoeinkommen als sie <br />  jetzt haben werden, dafür bekommen Oberärzte und leitende Oberärzte<br />  deutlich mehr, die Ärzteschaft entfernt sich also auch im Altersaufbau<br />  deutlich voneinander<br />* bislang saßen alle Fachärzte in einem Boot, spätestens wenn sie 5<br />  Jahre in BAT IIa verbracht hatten, hatten alle nämlich BAT Ib, jetzt<br />  hängt es vom Wohlwollen der Arbeitgeber ab, wer als Facharzt bezahlt<br />  wird und wer nicht, die Facharztanerkennung der Ärztekammern   <br />  verkommt zur Bedeutungslosigkeit<br />* das Gefälle zwischen West und Ost wird deutlich erhöht<br />* man kann sich seines neuen Gehalts nicht sicher sein, in wirtschaftlich <br />  schwachen Kliniken droht ein Abschlag von 10 %<br />* man ist sich auch nicht zu schade, offen Rechtwidriges in einen<br />  Tarifvertrag hineinzuschreiben, die vorgeschlagenen<br />  Zwangs-24-Stunden-Dienste entsprechen einer Ruhezeitverkürzung auf<br />  Null, was ohne opt-out (neben dem Arbeitsvertrag getroffene <br />  Vereinbarung auf Wunsch des Arztes) weder nach dem Arbeitszeitgesetz  <br />  noch nach der Europäischen Arbeitszeitrichtlinie möglich ist.</p><p style="text-align: left;">Dass ver.di so etwas unterschreibt, könnte ich aus den vorgenannten Gründen verstehen. <br />Dass der Marburger Bund wegen einer Gehaltserhöhung für unverheiratete und kinderlose Oberärzte aber die Grundprinzipien der Einheit der angestellten Ärzteschaft über Bord werfen will, halte ich für sehr bedenklich.<br />Ver.di wird allerdings die marginalen Verbesserungen, wie den Bereitschaftsdienstzuschlag von 25 % an Feiertagen (Sonntage zählen da nicht dazu), auch zur Unterschrift vorgelegt bekommen, so dass wir uns nach Auslaufen dieses Tarifvertrags sicher wieder darüber streiten dürfen, wer nun abschließt.</p><p style="text-align: left;">Wenn sich irgendwelche Wirklichen Vorteile in diesem TV gegenüber der jetzigen Situation finden lassen, wüssten wir gerne Wo?<br /><br /></p><p style="text-align: left;">Euer</p><p style="text-align: left;">Frank J. Reuther</p><h3 style="color: rgb(255, 0, 0);">In der Jetzigen Form kann man dem TV eigentlich nur ablehnend gegenüberstehen!<br />Lasst uns Ver.di Ärzte-leer machen!<br />Alle Ärzte, die Verdi-Mitglieder sind, sollten schleunigst dieser Gewerkschaft die sich so ärztefeindlich verhält, den Rücken kehren!<br /></h3><div style="text-align: center;"><h3><span style="font-weight: bold; color: rgb(255, 0, 0);">Austreten aus Ver.di ist jetzt angesagt!<br /></span></h3><h3><span style="font-weight: bold; color: rgb(0, 51, 102);"><br />18.06.06--------------------------------------------------------------<br />Liebe Leute, hier folgt nach einem genaueren Studium und einem 24h-Dienst eine Analyse des Tarifangebots der TdL:</span></h3></div>Diese fällt leider sehr nüchtern aus, wenn man das Tarifangebot betrachtet, so ist es Wort für Wort aus den Ver.di-Angebot abgeschrieben!<br />Nur an einigen (sehr) wenigen Stellen gab es Änderungen, die sich aber meist für die breite Masse der Assistenten und Ärzte nicht in einem mehr an Vergütung niederschlagen. <span style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;">(Rot und Kursiv sind Kommentare, welche die Sachverhalte verdeutlichen, jedoch als subjektiv zu werten sind, macht Euch Euer eigenes Bild!)</span><br /><br /><h3 style="font-weight: bold; color: rgb(0, 0, 255);">Was hat der MB zusätzlich errreicht:</h3>- Der Vertrag gilt nun auch für Ärzte in Servicebereich in der Patientenversorgung<br />  (z.B. Pathologie, Labor, Hygiene).<br /><br />- Die Vergütung der Rufbereitschaft wird erstmals geregelt (<span style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;">ist für alle die diese </span><br style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;" /><span style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;">  Dienste nicht machen irrelevant)</span>. <span style="color: rgb(0, 51, 102); background-color: rgb(255, 255, 255);">Hier wird jetzt jedoch nur noch auf eine </span><span style="color: rgb(0, 51, 102); background-color: rgb(255, 255, 255);"><br />  Stunde aufgerundet. <span style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;">Die vorherige Mindestvergütung von 3 Stunden entfällt</span><span style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;">. </span></span><br />- Bereitschaftsdienst an Feiertagen wird mit 25% Aufschlag bezahlt, also etwa <br />  115%<span style="color: rgb(255, 0, 0);"> (Sehr schön! Und was ist</span><span style="color: rgb(255, 0, 0);"> mit Samstag, Sonntag, Montag bis Freitag? Warum <br />  werden unsere Nachtschichten</span><span style="color: rgb(255, 0, 0);"> immer noch mit Abschlägen vergütet, während <br />  es in allen anderen Berufen bis zu </span><span style="color: rgb(255, 0, 0);">150% gibt?)</span> <br />- Die Vergütung soll schon ab 1.7.2006 beginnen während der Tarifvertrag erst <br />  1.11.06 in Kraft tritt. Er hat eine Mindestlaufzeit bis 31.12.2009. vorgesehen ist <br />  weiterhin eine Erhöhung der Bezüge um 2,9% ab Januar 2008 (im Westen). <span style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;">Dies </span><br style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;" /><span style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;">  ist noch nicht einmal ein vollständiger Inflationsausgleich, da demnächst die </span><br style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;" /><span style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;">  Mehrwertsteuer um etwa den selben Betrag angehoben wird.</span><span style="color: rgb(255, 0, 0);"><br /><span style="color: rgb(0, 51, 102);">- Die Anrechnung von Berufserfahrung wurde etwas genauer definiert <br />  (Kann-regelung). <span style="font-style: italic;"><span style="color: rgb(255, 0, 0);">Kann-Regelungen sind meist irrelevant. Alles was Geld kostet, <br />  wird nicht gemacht!<br /></span></span></span></span><p><span style="color: rgb(0, 51, 102);">- Der Arbeitnehmer <span style="color: rgb(255, 0, 0);">kann</span> mehr bezahlen als in der Tabelle angegeben (Bei <br />  höheren Lebenshaltungskosten, Personalknappheit, besonderer Qualifikation <br />  etc.) oder Stufen vorwegnehmen. <span style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;">Wieder eine Kann-Regelung!<br /><span style="color: rgb(0, 51, 102);">-</span></span></span><span style="color: rgb(0, 51, 102);"><span style="color: rgb(255, 0, 0);"><span style="color: rgb(0, 51, 102);"> Es wurden Regelungen Zur Mitarbeiterbeteiligung und  Drittmittelbeteiligung <br />  aufgenommen.</span></span><span style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;"><span style="color: rgb(0, 51, 102);"> <span style="color: rgb(255, 0, 0);">Kann-Regelung</span></span></span></span><span style="color: rgb(0, 51, 102);"><span style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;"><span style="color: rgb(255, 0, 0);">en.<br /></span></span><span style="color: rgb(0, 51, 102);">- Der Arbeitgeber hat die Grundrechte  der Ärzte zu beachten <span style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;">(wir dachten, die </span><br style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;" /><span style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;">  heißen so , weil jeder sie beachten muß, aber bestimmt nicht schlecht, dass es </span><br style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;" /><span style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;">  noch einmal niedergeschrieben wurde).</span><span style="color: rgb(255, 0, 0);"><span style="color: rgb(0, 51, 102);">  Ebenso verhält es sich mit den <br /> Grundrechten der Wissenschaftsfreiheit und der Gewissensfreiheit.<br />- Es folgen noch einige Regelungen für die Gehaltsfortzahlungen im Krankheitsfall<br />  (Für Ärzte unter §71BAT in der privaten KV Gehaltsfortzahlung bis zu 26 Wochen. <br />  Krankengeldzuschuss für 39 Wochen.) etc.</span></span></span></span></p><h3 style="font-weight: bold; color: rgb(0, 0, 255);">Was noch immer an Kröten zu schlucken ist:</h3><p><span style="color: rgb(0, 51, 102);"><span style="color: rgb(0, 51, 102);"><span style="color: rgb(255, 0, 0);"><span style="color: rgb(0, 51, 102);">- Die Gehaltstabelle ist die von Ver.di! <span style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;">Entsprechend gilt: Keine finanzielle </span><br style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;" /><span style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;">  Verbesserung in den ersten Jahren. Das Gerücht der 600 Euro mehr soll uns <br />  offensichtlich </span><span style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;">täuschen.</span><br />  Durch den Wegfall der Weihnachts-, und Urlaubs-Gelder und vor allem durch den<br />  Wegfall des Ortszuschlages (dieser alleine ist schon ein Verlust von etwa 560  <br />  Euro!) wird diese Gehaltserhöhung direkt aufgebraucht <span style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;">(ist also einfach eine <br />  Verdrehung der Tatsachen, </span><span style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;">wenn man sagt, ihr würdet jetzt mehr Geld <br />  bekommen (das Grundgehalt steigt </span><span style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;">zwar, aber es gibt zu viele Abzüge, und wer <br />  Kinder bekommen möchte steht nach unserer Rechnung auf </span><span style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;"> jeden Fall <br />  bedeutend schlechter da - und wer möchte keine Familie gründen?) - Wir  <br />  versuchen das zu klären!</span><br />- Es gibt immer noch die Zukunftsicherungsklausel (ZuSi) : hiernach kann der <br />  Arbeitgeber in schwieriger finanzieller Lage das Gehalt der Ärzte um bis zu 10 % <br />  kürzen. Inzwischen ist jedoch der MB als Instanz dazwischengeschaltet <br />  (genaueres im Vertrag).<span style="font-style: italic;"><span style="color: rgb(255, 0, 0);"> Dies ist eine Maßnahme aus der freien Wirtschaft, wo <br />  Märkte sich selber regulieren können (dies ist im Gesundheitswesen nicht der <br />  Fall!). Solche Regelungen dürfen unseres Erachtens überhaupt nicht im <br />  Tarifvertrag stehen! (In den seltenen Fällen in denen es um die Zukunftsicherung <br />  des Betriebes geht sollte jeder Arbeitgeber individuell die Wahl haben, ob er <br />  seinen maroden Betrieb und die Geschäftsleitung unterstützen will, oder nicht!).<br />  Warum gibt </span></span></span></span></span></span><span style="color: rgb(0, 51, 102);"><span style="color: rgb(0, 51, 102);"><span style="color: rgb(255, 0, 0);"><span style="color: rgb(0, 51, 102);"><span style="font-style: italic;"><span style="color: rgb(255, 0, 0);">im Tarifvertrag </span></span></span></span></span></span><span style="color: rgb(0, 51, 102);"><span style="color: rgb(0, 51, 102);"><span style="color: rgb(255, 0, 0);"><span style="color: rgb(0, 51, 102);"><span style="font-style: italic;"><span style="color: rgb(255, 0, 0);"><span style="text-decoration: underline;">zusätzlich</span> zum Grundgehalt keine <br />  Gewinnbeteiligung für den Fall das ein Klinikum in den schwarzen Zahlen ist ? <br />  (auch dies ist ein Instrument des freien Marktes). Warum nur die nachteiligen <br />  Regelungen für uns?<br /></span></span><span style="color: rgb(0, 51, 102);">- Der Ost-West-Unterschied ist zementiert.<br />- Wöchentliche Arbeitszeit beträgt nun 42 Stunden (für die Kollegen mit 38,5 h <br />  Verträgen gehen etliche Urlaubstage verloren, für die mit 41 h-Verträgen <br />  summiert es sich über das Jahr auch auf fast 2 Tage weniger Urlaub).<br />- maximale Arbeitszeit immer noch 66h pro Woche und auch an den <br />  unmenschlichen und den Patienten gefährdenten 24h/d hat sich nicht geändert.<br />  <span style="font-style: italic;"><span style="color: rgb(255, 0, 0);">Hier steht auch nicht zur Debatte uns diese Möglichkeit des Zuverdienstes zu <br />  nehmen, diese rbeitsrechtlich ungesetzlichen Dienste müssen  <br />  einkommensneutral abgeschafft werden! Wir brauchen alleine schon deshalb ein <span style="text-decoration: underline;"><br /></span>  <span style="text-decoration: underline;">wirklich</span> höheres Grundgehalt!)</span></span></span></span></span></span></span></p><h3><span style="color: rgb(0, 51, 102);"><span style="color: rgb(0, 51, 102);"><span style="color: rgb(255, 0, 0);"><span style="color: rgb(0, 51, 102);"><span style="color: rgb(0, 51, 102);"><span style="color: rgb(0, 0, 255);"><span style="font-weight: bold;">Fazit:</span></span></span></span></span></span></span></h3>Es ist nicht so dass wir nichts erreicht haben: <br /><br />1. Es gibt ein wirkliches arztspezifisches Tarifvertragsangebot (Erstmalig! Super!)<br />2. Es gibt zum ersten Mal ein echtes schriftliches, veröffentlichtes Angebot der <br />   TdL mit echten Zahlen und Fakten (dies kann nicht mehr so einfach <br />   zurückgezogen werden, wie das bisher mit den &quot;stillen&quot; Undercoverangeboten  <br />   aus den 2 1/2 Augengesprächen immer geschehen ist!). <br /><br />Aber leider haben wir dass, was wichtig ist noch nicht erreicht - und das ist:<br /><br />1. Endlich mehr Geld<span style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;"> (und zwar auf dem Konto - Es kann doch nicht sein, dass die </span><br style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;" /><span style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;">   Busfahrer in München so viel bekommen wie wir nach über 6 Jahren Studium, </span><br style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;" /><span style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;">   Dissertation und mit der Verantwortung, die wir tragen! - Nichts gegen </span><br style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;" /><span style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;">   Busfahrer! Sind auch sehr nette Leute und wir gönnen Ihnen ihr Gehalt)</span><br />2. Bereitschaftsdienstzuschläge (Es darf nicht bestraft werden, wenn man nachts <br />   oder am Wochenende arbeitet (ganz besonders sollte es nicht möglich sein die <br />   Fehlzeit vom nächsten Tag (Arbeitsschutz) abzuziehen. Die körperliche und <br />   soziale Belastung dieser Schichten müssen sich wenigstens klar finanziell lohnen,<br />   wenn schon die politische Bereitschaft nicht da ist sie zu vermeiden.<span style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;">  <br />   Unmenschliche </span><span style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;">Arbeitszeiten, nur um auf ein ordentliches Gehalt zu kommen  <br />   dürfen einfach nicht nötig</span><span style="color: rgb(255, 0, 0); font-style: italic;"> sein.<br /></span><p><span style="color: rgb(0, 51, 102);">3. Das Ost-Westgefälle sollte zumindest perspektivisch abgebaut werden.<br />4. Endlich mehr Geld!<br />5. Endlich mehr Geld!<br /></span></p><br /><h2 style="color: rgb(255, 0, 0);"><br /></h2><h2 style="color: rgb(255, 0, 0); text-decoration: underline;">Aktionen 2006</h2><span style="font-weight: bold;">Aufruf an alle Ärzte aus Ver.di auszutreten 26.06.06<br /><br /><span style="font-weight: bold;">Nachdem sich Ver.di extrem unkollegial verhalten hat und alle Möglichkeiten genutzt hat, um uns zu schaden und den Tarifabschluß unmöglich zu machen kann es nur eine einzige Konsequenz geben:<br /></span></span><h2><span style="color: rgb(255, 0, 0);">Austritt aus Ver.di !<br /></span></h2>Wer davon nicht überzeugt ist sollte den folgenden Abschnitt lesen, ein Ausschnitt aus dem Aufsatzes von Michael Wendl aus der Zeitschrift &quot;SOZIALISMUS&quot; zum verdi- &quot;Erfolg&quot; im Hinblick auf die Ärzteeinkommen.<p>(M. Wendl ist stellvertretender Landesbezirksleiter von verdi Bayern und Leiter des &quot;Tarifsekretariat öffentliche Dienste, Arbeiter, Erwerbslose&quot;)</p>Michael Wendl<p>Umverteilung im Tarifsystem</p><p>Die Folgen des Streiks gegen die Länder (23.5.2006)<br />(...)</p><p>&quot;ver.di hat sich dagegen in zwei Fragen mit hoher symbolischer Bedeutung durchsetzen können. Erstens bleibt es für die Mehrheit der streikenden<br />Beschäftigungsbereiche bei der 38,5-Stunden-Woche. Zweitens wurden die<br />Regelungen für die Ärztinnen und Ärzte nicht mit dem Marburger Bund, sondern<br />mit ver.di abgeschlossen. Dabei hat ver.di ein Niveau akzeptiert, das der Marburger Bund zuvor abgelehnt hatte. Faktisch wurde damit der Marburger<br />Bund ausmanövriert. Nach der ständigen Rechtssprechung des Bundesarbeitsgerichts soll in einem Betrieb nur ein Tarifvertrag gelten.<br />Kommt es trotzdem zu konkurrierenden Tarifverträgen, wird der Tarifvertrag<br />angewandt, der für die Mehrheit der Beschäftigten gilt.<br />Es war schon politischer Opportunismus oder berechnendes Kalkül auf<br />Arbeitgeberseite, gegenüber dem Marburger Bund den Eindruck zu erwecken, es<br />könne in öffentlichen Krankenhäusern einen eigenständigen Ärzte-Tarifvertrag<br />geben. Damit hatten die Arbeitgeber zunächst ver.di düpiert und im zweiten<br />Schritt den Marburger Bund vorgeführt. In der Folge werden insbesondere<br />durch die Notlagenregelungen für Krankenhäuser die Konflikte zwischen ver.di<br />und dem Marburger Bund in die Betriebe verlagert. Der ver.di-Erfolg in<br />dieser Frage besteht aber auch darin, dass die sehr moderate Erhöhung der<br />Ärzteeinkommen weitgehend DRG-neutral ist, d.h. keine Umverteilungseffekte<br />zulasten anderer Beschäftigungsgruppen ausgelöst werden.<br />Entgegen der Absicht des Marburger Bundes hat der Ärztestreik – zumindest in<br />der kurzen Frist – ver.di genutzt. ver.di hat damit die umstrittene Tarifzuständigkeit für diese Berufsgruppe zurückerobert. Die<br />Arbeitgeberseite hat im Gegenzug einen relativ kostengünstigen Abschluss<br />erhalten.&quot;<br /><br /></p><span style="font-weight: bold;">Ärztevollversammlung am 22.06.06 <br /></span>Der Abschluß - Pro und Contra, warum so schlecht! Wir versuchen die Hintergründe der Entscheidung des MB zu beleuchten und Fragen zu klären. Auch ein Meinungsbild ist wichtig für die weitere Planung.<span style="font-weight: bold;"><br /><br /><br />Die &quot;Ulmer lange Nacht der Medizin&quot; <span style="font-weight: bold;">am 13.+14.06.06</span> <br /><br /></span>Ulmer Fortbildung rund um Mitternacht - Wir Ärzte bedanken uns bei den Ulmer Bürgern&quot; und bilden uns für Sie fort!<br /><br />Die Lange Nacht der Medizin war ein voller Erfolg. Beginnend um 8 Uhr abends war der Vorlesungssaal gut gefüllt, auch viele Studenten hatten den Weg zu uns gefunden. <br />Die von der Landesärztekammer mit insgesamt 10 Fortbildungspunkten belohnten Vorlesungen waren ausnahmslos gut aufgemacht, breit gefächert und sehr informativ. <br />Für das Leibliche und seelische Wohl war hervorragend gesorgt worden (hier muss man wirklich den fleißigen Helfern und Sponsoren von Speis´ und Trank noch einmal herzlich danken). <br />Trotz Zuschauerwegbruch in den frühen Morgenstunden und Einigen, die der Schlaf überman(n)te und welche eine beruhigende Schnarchkulisse erzeugten, hielten es doch erstaunlicherweise mehr Zuhörer als gedacht bis mogens um 7:30 Uhr durch. <br />Wer dabei war, dem ist spätestens jetzt klar,  wie sich ein 24 h Dienst anfühlt und dass man auch trotz Gulaschsuppe, unbegrenztem Gratis-Kaffee und köstlichem Frühstückskäsekuchen danach nicht mehr so wirklich fit ist.<br />Ein toller Erfolg trotz anschließendem Schlafdefizit, spannend moderiert und organisiert. Danke!<strong><strong><font style="font-size: 14px;"><br /><br />Das Ulmer Fortbildungskaleidoskop am 1.06.05<br /></font></strong></strong><strong><strong></strong></strong><p>Die Streikwoche neigt sich langsam dem Ende zu, da geben die Ulmer Universitätsärzte noch mal richtig Gas. In einer mehrstündigen fachübergreifenden Fortbildungsveranstaltung bildeten sich der Großteil der streikenden Ärzte zum Wohl ihrer Patienten fort. &quot;So viel Zeit muss sein -  Für die optimale Versorgung unsere Patienten opfern wir immer unsere Freizeit. Bestimmt vergrößert unser hohes Wissenspotential unsere Chancen auf dem Arbeitsmarkt im Ausland, wenn hier aufgrund der verlogenen Gesundheits- und Tarifpolitik die Universitätskliniken gegen die Wand gefahren worden sind.&quot;<br />Spannende Vorträge über Gesundheitsrisiken während der Fußball-WM, Narkose, erektile Dysfunktion, Risiken des Alters, Hautkrankheiten, Bronchoskopie, die Pathogenese von Tumoren und über die &quot;Östrache&quot; sorgten zusammen mit dem in der Pause in Weingläsern gereichten Kaffee für Kurzweil. Tolle Organisation! Respekt.</p><p><img height="1536" border="0" width="2048" style="width: 169px; height: 119px; -moz-force-broken-image-icon: 1;" src="res;jsessionid=807AB43EB9E336DC1B9C980E3062A145.TCpfix100b?name=Pashur.jpg&type=image" /><img height="1503" border="0" width="1518" style="width: 120px; height: 119px; -moz-force-broken-image-icon: 1;" src="res;jsessionid=807AB43EB9E336DC1B9C980E3062A145.TCpfix100b?name=Kaffee.jpg&type=image" /><img height="1536" border="0" width="2048" style="width: 171px; height: 119px; -moz-force-broken-image-icon: 1;" src="res;jsessionid=807AB43EB9E336DC1B9C980E3062A145.TCpfix100b?name=Krebs.jpg&type=image" /><br /></p><p> <br /></p><strong><strong><font style="font-size: 14px;">Demonstration mit den bayerischen Universitätskliniken in München am 30.05.06<br /></font></strong></strong><font style="font-size: 14px;"><p>Unter lautem &quot;Ulmer Trommelwirbel&quot; haben wir uns zusammen mit den bayerischen Kollegen heute in deren Hauptstadt aufgemacht und einen Protestzug von mehr als 1500 ÄrztInnen und Ärzten im wahrstem Sinne des Wortes angeführt.<img height="489" border="0" width="1377" style="width: 474px; height: 167px; -moz-force-broken-image-icon: 1;" src="res;jsessionid=807AB43EB9E336DC1B9C980E3062A145.TCpfix100b?name=m%C3%BCnchen2.jpg&type=image" /><br /></p></font><font style="font-size: 14px;"><p>Zeitgleich fand in Hannover eine Großkundgebung der norddeutschen UniversitätskliniksärztInnen und Ärzte statt. Bundesweit waren heute 12.500 Ärzte dem Streikaufruf gefolgt. Duch die Aufteilung konnten die Anfahrtszeiten angenehm kurz gehalten werden. <br />Auch Kollegen aus VKA-Häusern, dem deutschen Herzzentrum richteten bei der Kundgebung das Wort an die Streikenden. Zeitgleich zur Schlußkundgebung waren einige Münchner Kollegen bei der lokalen Politik geladen, so dass z.B. Andreas Botzlar leider nur auf der Einführungsveranstaltung geschliffene Worte gegen die &quot;Neinsager&quot; und Blockierer richten konnte. <br /><a title="Münchner Demo 30.05.06 - Pressererklärung des MB" href="http://www.marburger-bund.de/marburgerbund/landesverbaende/lv_bayern/aktuelles/texte2006/Bayerische_Uniaerzte_im_Regen.php" target="_blank">Link zur Presseerklärung des MB</a><br /></p></font><p><strong><strong><font style="font-size: 14px;">Drachenbootrennen am 18.05.06</font></strong></strong></p><font style="font-size: 14px;"><p>Das Bootsrennen auf der Donau <font color="#ff0000">&quot;Mediziner sind keine Rudersklaven! - Mit uns kostet es Geld, ohne uns das Leben&quot;</font> hat unter großer Beteiligung stattgefunden. Fotografen und Rundfunk waren da um zu sehen, wie unzählige Mediziner sich in 3 großen Drachenbooten gegen die Strömung der Donau und durch wütende &quot;Schira, Schira,.....Ulla, Ulla!&quot; - Rufen aufgeputscht, zum Rhythmus großer Trommeln aus Baden Würtemberg absetzten. <br />Was unsere Politiker nicht sehen wollen zeigt sich hier bildhaft. Kommt die Gemeinschaft der Ärzte erstmal in Bewegung und kämpft zusammen, dann kann uns auch eine noch so starke Gegenströmung nicht mehr aufhalten.<br /><img height="182" border="0" width="447" style="width: 447px; height: 148px; -moz-force-broken-image-icon: 1;" src="res;jsessionid=807AB43EB9E336DC1B9C980E3062A145.TCpfix100b?name=Drachenbootrennen1_klein.jpg&type=image" /><br /></p></font><p><strong><font style="font-size: 14px;">Blutspendeaktion am 17.05.06</font></strong>         </p>Die <font color="#ff0000">Aktion &quot;Herzblut&quot;</font> war ein voller Erfolg. Um etwa 10 Uhr hatte sich vor dem Registrierschalter des Blutspendedienstes eine lange Schlange wartender, spendebereiter Ärzte gebildet. Die Angestelltendes Blutspendedienstes kamen mit dem Blutabnehmen nicht mehr nach und es kam zu einem Rückstau mit Wartezeiten von bis zu 2 Stunden.<br /><p>Die Bevölkerung ist begeistert von dieser Aktion unter dem Motto &quot;mit Herzblut dabei - Ärzte spenden für Ihre Patienten&quot; und sieht erneut sehr konkret, dass der Ärztestreik nicht gegen sondern für unsere Patienten geführt wird.</p><p><img height="394" border="0" width="970" style="width: 444px; height: 180px; -moz-force-broken-image-icon: 1;" src="res;jsessionid=807AB43EB9E336DC1B9C980E3062A145.TCpfix100b?name=Blutspende1k.jpg&type=image" /><br /></p><h3>Großdemo in Münster</h3><h3>Grossdemo in Hannover</h3><h3>Grossdemo in Berlin</h3><h3>Grossdemo in Stuttgart</h3><h3>Grossdemo in Köln am 11.04.06</h3>Auf der Großdemo in Köln hatten wir die vielgefeierte TdL als Imperator auf der Sänfte dabei - ein oft photographiertes Motiv. Ein dickes Lob auch an die Träger, Ihr habt einen tollen Job gemacht. Es war zwar sichtlich anstrengend, aber auch bezeichnend, dass sich innerhalb kürzester Zeit ein solidarisches Rotationsprinzip zum Auswechseln ermüdender Sänftenträger ausbildete. Durch diese gegenseitige Unterstützung haben wir das &quot;Kind&quot; letztendlich sehr gut geschaukelt.<br /><br /><img height="879" border="0" width="1995" src="res;jsessionid=807AB43EB9E336DC1B9C980E3062A145.TCpfix100b?name=koeln1.jpg&type=image" style="width: 457px; height: 200px; -moz-force-broken-image-icon: 1;" /> <br /><br /><br /><h3>Grossdemo in Ulm am 04.04.06</h3>Nachdem die anderen Universitätskollegen gehört hatten, was uns in Ulm für ein scharfer Wind entgegenbläst (von Verwaltungsseite) , war für alle sofort klar, die nächste große Demo findet in Ulm statt. Dies ließ uns nach dem Treffen der Ärztevertreter noch 4 Tage Zeit etwas auf die Beine zu stellen.<br /><br /><img height="672" border="0" width="2028" style="width: 461px; height: 153px; -moz-force-broken-image-icon: 1;" src="res;jsessionid=807AB43EB9E336DC1B9C980E3062A145.TCpfix100b?name=muepla1.jpg&type=image" /><br /><img height="2048" border="0" width="1536" style="width: 92px; height: 124px; -moz-force-broken-image-icon: 1;" src="res;jsessionid=807AB43EB9E336DC1B9C980E3062A145.TCpfix100b?name=Muepla2.jpg&type=image" /><img height="1536" border="0" width="2048" style="width: 165px; height: 124px; -moz-force-broken-image-icon: 1;" src="res;jsessionid=807AB43EB9E336DC1B9C980E3062A145.TCpfix100b?name=muepla3.JPG&type=image" /><img height="1536" border="0" width="2048" style="width: 149px; height: 126px; -moz-force-broken-image-icon: 1;" src="res;jsessionid=807AB43EB9E336DC1B9C980E3062A145.TCpfix100b?name=muepla4.jpg.JPG&type=image" /><img height="1230" border="0" width="645" style="width: 54px; height: 125px; -moz-force-broken-image-icon: 1;" src="res;jsessionid=807AB43EB9E336DC1B9C980E3062A145.TCpfix100b?name=muepla6.jpg&type=image" /> <br /><img height="731" border="0" width="1857" style="width: 460px; height: 180px; -moz-force-broken-image-icon: 1;" src="res;jsessionid=807AB43EB9E336DC1B9C980E3062A145.TCpfix100b?name=Demozug+2.jpg&type=image" /><br /><h3><br /></h3><h3>Demonstration vor unserer Verwaltung</h3>Nachdem uns von Seiten unserer Verwaltung rechtswidriger Weise zu Beginn des Streikes trotz großzügiger Notdienstvereinbarung eine Urlaubs- und Kongresssperre auferlegt wurde haben die Ulmer Ärzte eine &quot;kleine&quot; Großdemonstration vor dem Verwaltungsgebäude am &quot;Oberen Eselsberg&quot; abgehalten. Die Herren Direktoren (welche namentlich bekannt sind) hatten sich sogar dazu erdreistet, einige unserer Kollegen mit der Androhung der Kündigung aus dem Urlaub zurückzuholen. Abgesehen dasvon, dass die Versorgung der Patienten zu keinem Zeitpunkt gefährdet war, da wir sogar die großzügige Notdienstvereinbarung noch übererfüllt hatten, ist dies rechtlich einfach nicht zulässig. Das Arbeitsgericht Ulm gab den Kollegen, welche einstweilige Verfügungen gegen diese Urlaubssperre erwirken wollten wegen der &quot;Eindeutigkeit der Rechtslage&quot; auch direkt Recht, aber leider die &quot;Einstweilige Verfügung&quot; nicht, da das Verhalten der Verwaltung klar rechtswidrig sei, dass man dieses Mittels nicht benötige. <br />Trotz dieser Rechtsbelehrung wurde die Urlaubssperre und die Androhung bei einem Verstoß die Kündigung auszusprechen von ver Verwaltung weiterhin aufrechterhalten. Selbst unser ärztlicher Direktor hat in einem Zeitungsinterview ein Unrechtsbewußtsein sträflich vermissen lassen. Man könnte den Eindruck mangelndes sozialen Geschickes gewinnen. Um unserem Hass und der wachsenden Frust gegen diese Willkür Luft zu machen wurde also demonstriert. Motivierte Mitarbeiter sehen anders aus. Von uns identifiziert sich seither kaum noch jemand mit unserer Klinik. Schade eigentlich...<br /><img height="723" border="0" width="1797" style="width: 456px; height: 183px; -moz-force-broken-image-icon: 1;" src="res;jsessionid=807AB43EB9E336DC1B9C980E3062A145.TCpfix100b?name=Verwaltung1k.jpg&type=image" /><br /><br /><h3>Urabstimmung über den Streik am 23.05.06<br /></h3><p>Mit weit über der erforderlichen 75%-Hürde liegenden Ja-Stimmen von 98,1% wurde in der Urabstimmung unter den MB-Mitgliedern an den Universitätskliniken in BW für eine sofortige Einleitung von Streikmaßnahmen gestimmt.<br /></p><h3><br />Warnstreik in Ulm Ab dem 1.03.06</h3>-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------<br /><b><span style="font-size: 10pt; color: rgb(255, 102, 0); font-family: Arial;">26.06.06 Ver.di &quot;die dunkle Seite der Macht&quot;<br />              Die deutsche Einheitsgewerkschaft und wie sie uns mit Füßen  <br />              tritt. </span></b><span style="font-size: 10pt; color: rgb(255, 102, 0); font-family: Arial;"><span style="color: rgb(0, 51, 102);">Verdi hat wohl massiv interveniert um dem MB und dem <br />              Ärztestreik zu schaden. Nicht nur hat man wohl groß angelegt mit <br />              Telefonaktionen versucht die Finanzminister von Verhandlungen mit <br />              dem MB abzubringen, auch wurde aktiv und mit Vorsatz in der<br />              Tarifpolitik den Ärzten und dem MB geschadete. s.<a title="Verdi-die dunkle Seite der Macht" href="http://www.marburger-bund.de/marburgerbund/bundesverband/mb-zeitung/mbz2006/ausgabe09-06/06.php" target="_blank">MB-Informationen</a></span><br /></span><b><span style="font-size: 10pt; color: rgb(255, 102, 0); font-family: Arial;"><br />20.06.00 Große Tarifkommission muss zustimmen und die Urabstimmung<br />              initiieren</span></b><span style="font-size: 10pt; color: rgb(255, 102, 0); font-family: Arial;"> <span style="color: rgb(0, 51, 102);">in der die Mitglieder dann den schlechten Vertrag ablehnen<br /></span></span><b><span style="font-size: 10pt; color: rgb(255, 102, 0); font-family: Arial;"><br />18.06.06 Ärztesprechertreffen in Berlin (&quot;Wir lesen dem MB die Leviten!&quot;)<br /><br />16.06.06 Tarifeinigung TdL mit MB (der erneute Versuch uns Ver.di zu <br />              verkaufen)<br /><br />10.06.06 Aufnahme von erneuten Verhandlungen (v.a. Erreicht durch <br />             den unveränderten Streikdruck)<br /><br />01.06.06  Sitzung der Landesfinanzminister (Ablehnung weiterer <br />               Verhandlungen mit dem MB)<br /><br />29.05.06 Ärztevollversammlung 17:00 HS 4 am Safranberg <span style="color: rgb(0, 51, 102);">Informationsabend über Neues aus den Verhandlungen, vom Ärztetag und der  Delegiertenversammlung des MB, über den Verdiabsch(l)uß und den Streik</span></span></b><span style="font-family: 'Trebuchet MS',sans-serif;"><br />Trotz Feierabend und Notdiensten schafften es doch Ärzte aus fast allen Fachrichtungen auf die Ärztevollversammlung. </span>Nachfolgend die &quot;brennendsten TOPs&quot;:<br /><p><span style="color: rgb(255, 0, 0);">Bericht vom zentralen Ärztetreffen in Berlin 19.5.06 </span>(Der Tag, an dem die TDL den Schandvertrag mit ver.di bekannt gab! Für wen gilt dieser Schandfleck?)<br /><span style="color: rgb(255, 0, 0);">Zusammenfassung der MB-Hauptversammlung in Magedeburg</span> (Wie sehen die bisherigen Verhandlungsgrundlagen aus? Arbeitszeiten - Opt Out Regelungen, Bereitschaftsdienst)<br /><span style="color: rgb(255, 0, 0);">Wie schlecht ist der Schandvertrag TDL-ver.di?</span> (Gehalt-Überstundenvergütung-Abstriche-Abstriche-Abstriche!)<br /><span style="color: rgb(255, 0, 0);">Höhepunkte vom Ärztetag in Magedeburg 23.5.06</span><br /><span style="color: rgb(255, 0, 0);">Aktuelles des zentralen Ärztetreffens in Frankfurt 24.5.06</span> Was läuft hinter den Kulissen? Wer verhandelt mit wem und warum mit der VKA erst wieder so spät, wo die doch streiken sollten? Was bringt der Vorschalttarifvertrag in Hamburg und warum gibt es noch keine genauen Informationen darüber?<br /></p>----------------------------------------------------------------------------------------------------------<br /><b><span style="font-size: 10pt; color: rgb(255, 102, 0); font-family: Arial;">Eine gute (?) Idee ? <span style="color: rgb(0, 51, 102);">aus einem <a title="Man beachte den 3. Absatz" href="http://www.welt.de/data/2006/05/26/892627.html" target="_blank">Artikel in der Welt </a>- Idee der Delegierten des Ärztetages gegen Repressalien </span></span></b><b><span style="font-size: 10pt; color: rgb(255, 102, 0); font-family: Arial;"><span style="color: rgb(0, 51, 102);">gegenüber der streikenden Kollegen </span></span></b>durch deren Chefs <br /><div style="text-align: left;"><p class="MsoNormal"><b><span style="font-size: 10pt; color: rgb(255, 102, 0); font-family: Arial;">22.05.06 Solidaritätsbekundung durch die Deutsch Gesellschaft für <br />             Chirurgie <span style="color: rgb(0, 51, 102);">aus einem Schreiben vom 22.05.06</span><span style="background-color: rgb(51, 102, 153);"><br /></span></span></b></p><p class="MsoNormal"><b><span style="font-size: 10pt; color: rgb(255, 102, 0); font-family: Arial;">--------------------------------------------------------------------------------------------------------------<br />24.05.06<br /></span></b></p><p class="MsoNormal"><b><span style="font-size: 10pt; color: rgb(255, 102, 0); font-family: Arial;">Weiteres Vorgehen</span></b><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;"><br /><b>Ergebnis des Treffens der Ärztesprecher Unikliniken und Landeskrankenhäuser am 24. Mai 2006 </b></span><span style="font-family: Arial;"><br /></span><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial;"><br />Die Sprecher haben ausführlich die Situation in den Kliniken diskutiert. Als Reaktion auf die Ankündigung der TdL, mit dem Marburger Bund keine Tarifverhandlungen mehr führen zu wollen, haben die Ärztesprecher eine Ausweitung des Streiks beschlossen. Die Beschlüsse des Sprechertreffens vom 19.5. in Berlin wurden konkretisiert.<br /> <br />Danach werden ab kommenden Montag (29.5.) die Ärztinnen und Ärzte im Bereich der TdL wochenweise - wurde mit Mehrheit gegen durchgängige Streiks verabschiedet - ihre Arbeit niederlegen. In den &quot;aktiven&quot; Streikwochen werden i.d.R. dezentrale Aktionen durchgeführt. <br /><br />Am kommenden Dienstag (30.5.) werden allerdings zwei zentrale Demonstrationen parallel in München und Hannover durchgeführt. Gedacht ist, dass die Streikenden nach der besseren Erreichbarkeit entscheiden, an welcher der beiden Veranstaltungen sie teilnehmen. Genaue Zeiten und Treffpunkte werden wir mitteilen, sobald wir sie wissen. <br /><br />Am Mittwoch (31.5.) sollen dezentral in den Städten, in denen gestreikt wird, Mahnwachen in Form von Verhandlungstischen - ggf. rund um die zuständigen Ministerien - aufgestellt werden (Idee Baden-Württemberg). <br /><br />Am Donnerstag (1.6.) soll dezentral die Unimedizin zu Grabe getragen werden (mögliche Elemente: Sarg; tot stellen; Sensenmann; Spiel mir das Lied vom Tod). <br /><br />Als flankierende Maßnahme sollen alle Ärztinnen und Ärzte im Bereich der TdL zudem Zwischenzeugnisse bei ihren Kaufmännischen Direktionen oder Personalleitungen anfordern (Idee RA Rein). Die entsprechenden Vordrucke finden Sie auf der <a href="http://www.marburger-bund.de/" target="_blank">Homepage</a> des Marburger Bundes. <br /><br />Zur Abstimmung der Aktionen der übernächsten Streikwoche werden die Vertreter der Unikliniken und psychiatrischen Landeskrankenhäuser am Freitag, den 2.6., zu ihrem nächsten Treffen in Frankfurt zusammenkommen. Das Treffen wird voraussichtlich um 15 Uhr stattfinden. Nach Abstimmung mit dem Konferenzzentrum des Flughafens werden wir den genauen Ort und die Zeit mitteilen. <br /><br /><br /></span></p><p class="MsoNormal">------------------------------------------------------------------------------------------------------------------<br /></p><p><font style="background-color: rgb(255, 255, 255);">Solidarität mit streikenden Klinikärzten</font></p><p><font style="background-color: rgb(255, 255, 255);">· Die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie mit allen in ihr vertretenen Fachgesellschaften (s. u.) und der Berufsverband Deutscher Chirurgen stehen hinter den berechtigten Forderungen der Klinikärzte. Der seit Jahren angemahnte dringende Handlungsbedarf muss endlich anerkannt und in wirksame Vereinbarungen umgesetzt werden.</font></p><p><font style="background-color: rgb(255, 255, 255);">· Alle Beteiligten sind aufgefordert, unverzüglich Lösungen umzusetzen, wie sie an einzelnen Standorten bereits gefunden wurden. Die starre Haltung der Tarifgemeinschaft der Länder verhindert mögliche akzeptable Kompromisse mit den Klinikleitungen. Diese und nicht die Finanzminister haben entsprechende Vereinbarungen auch budgetär zu tragen.</font></p><p><font style="background-color: rgb(255, 255, 255);">· Der Wert ärztlicher Tätigkeit und die Bereitschaft zur Leistung müssen endlich wieder die erforderliche Anerkennung finden. Dazu gehören eine angemessene Vergütung aller geleisteten Arbeitstunden, humane Arbeitsbedingungen, Konzentrierung auf primär patientenorientierte Tätigkeit, Arbeitsverträge, die jungen Chirurginnen und Chirurgen auch Perspektiven eröffnen sowie Freiräume für Forschung, Fort- und Weiterbildung</font></p><p><font style="background-color: rgb(255, 255, 255);">· Die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie unterstützt zur Umsetzung dieser Forderungen ausdrücklich den Marburger Bund (MB). Er ist die einzige legitime Vertretung der Klinikärzte, in der von insgesamt 146.000 angestellten und beamteten Ärzten über 105.000 gewerkschaftlich organisiert sind. Verdi hat kaum Ärzte als Mitglieder. So wundert es auch nicht, dass Verdi bereit ist, einen Tarifvertrag abzuschließen, der voll zu Lasten der Ärzte gehen würde:</font></p><br /><p><font style="background-color: rgb(255, 255, 255);">Hier die negativsten Auswirkungen auf die Ärzte:</font></p><p><font style="background-color: rgb(255, 255, 255);">• Verdi streikt monatelang gegen höhere Arbeitszeiten – Ärzte sollen nun aber 42 Stunden in der Woche arbeiten, und das ohne vollen Lohnausgleich.<br />• Während alle übrigen Berufsgruppen Einmalzahlungen erhalten (je nach Gruppe bis zu 450 €/Jahr), werden Ärzten diese Zahlungen verweigert.<br />• Der Vertrag sieht mögliche Gehaltskürzungen in Höhe von 10% durch „Maßnahmen zur Zukunftssicherung“ vor, wenn sich Kliniken in Notlagen befinden.<br />• Ärzte sollen ein in die Gehälter eingearbeitetes Weihnachtsgeld in Höhe von 30% erhalten, während man bereit ist, anderen Berufsgruppen bis zu 95% zuzugestehen.<br />• Es wird keinen Feiertagszuschlag bei Bereitschaftsdiensten geben, der zwischen MB und der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) in Höhe von 25% bereits verhandelt war.<br />• Der Besitzstand nach §71 BAT, der die Gehaltsfortzahlung im Krankheitsfall regelt, wurde für Ärzte gestrichen, allen anderen Berufsgruppen bleibt er erhalten.<br />• Die Ost/West-Ungerechtigkeiten bei den Gehältern werden zementiert und verstärkt.<br />• Der Vertrag soll nicht zum 1. Juli, sondern erst zum 1. November wirksam werden.<br /><br />· Wir sehen mit großer Sorge einer weiteren Eskalation der Streikmaßnahmen entgegen, falls der Verhandlungsführer der TdL auf seinen bisherigen Positionen beharrt und jetzt rigoros den Vertragsabschluss mit Verdi auch als verbindlich für die Klinikärzte ansieht. Den Universitätskliniken drohen als Wissenschaftsstandorten und in der Krankenversorgung trotz der dafür vorgesehenen Notfallregelungen schwere Beeinträchtigungen.</font></p><p><font style="background-color: rgb(255, 255, 255);">Deutsche Gesellschaft für Chirurgie<br />Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie<br />Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie<br />Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und orthopädische Chirurgie<br />Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen<br />Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie<br />Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie<br />Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie<br />Deutsche Gesellschaft für Viszeralchirurgie<br />Berufverband Deutscher Chirurgen</font></p><p><font style="background-color: rgb(255, 255, 255);">Ansprechpartner für Rückfragen:<br />Professor Dr. med. Hartwig Bauer, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie<br />Luisenstr. 58/59<br />10117 Berlin<br />Tel. 030/2887<br />Fax 030/28876299<br />Mail H. Bauer@dgch.de<br /></font></p></div><p>[...]Und so haben auch die 250 Delegierten des Ärztetags ihre Solidarität mit den Arbeitskampfmaßnahmen der Mediziner erklärt und zugleich vor Repressalien gegen streikende Ärzte gewarnt. Den verantwortlichen Chefärzten sollte in solchen Fällen die Ermächtigung zur Weiterbildung mangels &quot;persönlicher Eignung&quot; entzogen werden, heißt es in einem Entschließungsantrag.[...] </p><br />----------------------------------------------------------------------------------------------------------- <br /><br /><h2 style="color: rgb(255, 0, 0);">Jahresende 2006<br /></h2>Zum Jahresende hat der MB Streikausgleichszahlung an diejenigen der Streikenden, welche ihre Ansprüche bis zum Stichtag geltend gemacht haben ausgezahlt. Sie kompensieren zwar nicht hundertprozentig die Gehaltsausfälle des Arbeitskampfes, aber  dafür, dass zu Beginn des Streikes noch nicht mal eine Streikkasse bestand, kann man doch zufrieden sein. Beim nächsten Mal wird dies bestimmt anders.<br />Die Verwaltung zahlt laut Ihrem Infoschreiben die auf 95% erhöhte Bereitschaftsdienst- vergütung erst ab November 2006 aus, inzwischen ist die Abrechnung jedoch umgestellt.<br />Euch allen ein frohes und gesundes neues Jahr!<h2 style="color: rgb(255, 0, 0);"><br /></h2><h2 style="color: rgb(255, 0, 0);">11.12.06 Morgen ist eine Ärztevollversammlung!</h2>Am 12.12.06 Findet wie in den Rundemails angekündigt eine Ärztevollversammlung zum TV-Ä statt. Bitte kommt zahlreich um 17 Uhr zum Hörsaal 4 am Safranberg. Die Vertreter vom MB werden uns über die Möglichkeiten des TV-Ä informieren und müssen wissen, wo unsere Probleme und Reibepunkte mit dem TV konkret liegen, also stellt möglichst viele Fragen.<br /><br /><h2 style="color: rgb(255, 0, 0);">28.11.06 Was ist los mit dem TV-Aerzte?</h2><p>Bezüglich der neuen Arbeitszeiten bitte ich um etwas Geduld und Nachsicht mit der Verwaltung. Der neue TV-Ä wurde in letzter Sekunde vor Inkrafttreten fertig. Leider gibt es einige Wiedersprüche, die zunächst noch einer Klärung durch die Rechtsanwälte des MB bedürfen. Natürlich sind die momentan geltenden Arbeitszeiten ohne Opt-Out, ohne landesspezifischen TV und ohne Belastungsanalyse weder gesetzes- noch tarifvertragskonform. Dennoch kann es nicht unser Wunsch sein, jetzt bei  der Verwaltung Druck zu machen, irgendetwas irgendwie zu ändern, da wir dann eventuell Arbeitszeitmodelle aufdiktiert bekommen, die keiner haben will, und die sehr schwer wieder zu verändern sind.<br />Christoph Kling, Markus Schreiber und Oliver Stahn werden im Januar eine Info-Veranstaltung durchführen. Bis dahin sind hoffentlich die rechtlichen Analysen des TV abgeschlossen, so dass wir wissen, was damit überhaupt alles möglich ist. Anschliessend soll eine erneute Umfrage zu künftigen Arbeitszeitmodellen durchgeführt werden, die dann hoffentlich konkreter sein wird als die letzte zu diesem Thema. <br />Leider wissen wir auch immer noch nicht, was man machen muss, um zukünftig 38,5 Std/Woche zu arbeiten, werde aber hierzu hoffentlich bald nähere Infos geben können. Soviel zum TV-Ä. </p><p>Am 4.12.2006 soll ein nationaler Protesttag des Gesundheitwesens stattfinden.<br />Unser Vositzender der Aerztesprecherkonferenz hat bei Herrn Marre nachgefragt, ob und wie sich das Uniklinikum Ulm daran beteiligen will.<br />Schließlich könnten auch wir mit einer Budget-Kürzung um 1% von der geplanten Gesundheitsreform direkt betroffen werden. Wir sind gespannt auf Herrn Marres Antwort. </p><h2 style="color: rgb(255, 0, 0);">24.11.06 Kammerwahlunterlagen verschickt!</h2>Die Wahlunterlagen zur Kammerwahl sind inzwischen bei den meisten von Euch schon angekommen. Bis zum 10. Oktober kann gewählt werden. Die Kammer kümmert sich unter anderem um die Weiterbildungsordnungen, was hier beschlossen wird geht also alle in Aus- und Weiterbildung etwas an. Es empfiehlt sich also in jedem Fall seine Stimmen abzugeben. Da der Marburger Bund  (und damit die angestellten Ärzte) zur Zeit unterrepräsentiert ist, gibt es diesmal eine MB-Liste, auf der Ihr viele Aktive aus unserem Haus wiederfindet. Wählt im Zweifelsfall Leute aus Eurer Abteilung, jemanden den Ihr kennt, oder zumindest ab und zu seht, dann habt auch Ihr persönlich einen Kontakt in dieses Gremium.<br />TIPP: Wählt gleich! nicht erst die Unterlagen beiseite legen, dann verschwinden sie nur in der Tiefe des Ablagenstapels und Ihr verspielt Eure Chance mit dabei zu sein! Jede Stimme zählt! Rückumschlag liegt bei. Porto ist also schon bezahlt, es kostet nichts und bringt Eure Anliegen in der Kammer besser zu Gehör!<br /><br /><h2 style="color: rgb(255, 0, 0);">24.11.06 Die Analyse ist schwer!</h2>Die versprochene Analyse des TV ist nicht einfach! Viele Streitfragen sind offen und auch unsere Verwaltung ist sich noch nicht bei allem klar darüber, wie einige Formulierungen auszulegen sind. Vielfach werden wahrscheinlich die Gerichte bemüht werden müssen, um Streitfragen zu klären. Im Zweifelsfall kann man sich immer an den MB (als Vertragsunterzeichner) und die dortige Rechtsberatung wenden.<br /><br /><h2 style="color: rgb(255, 0, 0);">31.10.06 Hier ist er der Tarifvertrag, so wie er <br />             unterschrieben werden soll</h2><p style="color: rgb(255, 0, 0);"><font color="#003366">Viele haben ja schon gemerkt, dass alles worüber wir uns bis jetzt aufgeregt haben ja nur der &quot;Rahmenvertrag&quot; war. <br /></font><font color="#003366">Heute hat uns halloweenmäßig gerade noch in der Frist vor der Umsetztungsstichtag <br />1. November 2006 der &quot;<a href="/xml/wfxdirect/res;jsessionid=52962FAB7954574AFA46CBE4960288AF.TCpfix101a?name=06-10-30+TV-%C3%84rzte.pdf&type=resource" target="_blank" wfxtype="resource" wfxsrc="06-10-30 TV-Ärzte.pdf">Tarifvertrag</a>&quot; mit <a href="/xml/wfxdirect/res;jsessionid=52962FAB7954574AFA46CBE4960288AF.TCpfix101a?name=06-10-30+Niederschriftserkl%C3%A4rungen.pdf&type=resource" target="_blank" wfxtype="resource" wfxsrc="06-10-30 Niederschriftserklärungen.pdf">Niederschriftserklärung</a> und der Überleitungsvertrag mit Anlage <a href="/xml/wfxdirect/res;jsessionid=52962FAB7954574AFA46CBE4960288AF.TCpfix101a?name=06-10-30+TV%C3%9C-%C3%84rzte+Anl.+1+A.pdf&type=resource" target="_blank" wfxtype="resource" wfxsrc="06-10-30 TVÜ-Ärzte Anl. 1 A.pdf">1A</a>, <a href="/xml/wfxdirect/res;jsessionid=52962FAB7954574AFA46CBE4960288AF.TCpfix101a?name=06-10-30+TV%C3%9C-%C3%84rzte+Anl.+1+B.pdf&type=resource" target="_blank" wfxtype="resource" wfxsrc="06-10-30 TVÜ-Ärzte Anl. 1 B.pdf">1B</a>, <a href="/xml/wfxdirect/res;jsessionid=52962FAB7954574AFA46CBE4960288AF.TCpfix101a?name=06-10-30+TV%C3%9C-%C3%84rzte+Anl.+1+C.pdf&type=resource" target="_blank" wfxtype="resource" wfxsrc="06-10-30 TVÜ-Ärzte Anl. 1 C.pdf">1C</a> und <a href="/xml/wfxdirect/res;jsessionid=52962FAB7954574AFA46CBE4960288AF.TCpfix101a?name=06-10-30+TV%C3%9C-%C3%84rzte+Anl.+2.pdf&type=resource" target="_blank" wfxtype="resource" wfxsrc="06-10-30 TVÜ-Ärzte Anl. 2.pdf">2</a> erreicht. Zur genaueren Analyse brauchen wir noch etwas, die Tatsache, dass der MB von einem schwierigen Kompromiss spricht, verheißt jedoch nichts Gutes (historisch ist es jedoch allemal, aber dass können auch schlimme Dinge sein ;o))<br /></font></p><p style="color: rgb(255, 0, 0);"><span style="color: rgb(0, 51, 102);">Am Freitag und Sonntag findet in Berlin die Delegiertenversammlung statt, falls der Urlaubsantrag unseres Delegierten durchgeht, erfahren wir neueres aus erster Hand!</span><br /></p><p style="color: rgb(255, 0, 0);">Aus der Pressemitteilung:</p><p style="color: rgb(255, 0, 0);"><span style="color: rgb(0, 51, 102); font-style: italic;">&quot;Montgomery bezeichnete den Abschluss des arztspezifischen Tarifvertrages als historisch. „Dem MB ist es mit der großartigen Rückendeckung der Ärzte gelungen, zum ersten Mal in der Tarifgeschichte ein eigenes Tarifwerk für die Ärzte an den Universitätskliniken zu schaffen.“ Dieser Erfolg dürfe jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass nicht alle Ziele erreicht wurden. Insbesondere bei den Gehältern mussten schwierige Kompromisse akzeptiert werden. <span style="color: rgb(255, 0, 0);">Deutliche Gehaltszuwächse für alle Ärzte, so wie von den Arbeitgebern propagiert, werde es nicht geben</span>. Im Kern sei es dem MB gelungen, erhebliche Gehaltseinbußen rückgängig zu machen.&quot;</span></p><br /><h2 style="color: rgb(255, 0, 0);">07.08.06 &quot;Straftatbestand der politischen Nötigung&quot; für<br />              VKA. <br /></h2><span style="color: rgb(255, 0, 0);">Pressemitteilung der </span><a style="color: rgb(255, 0, 0);" href="http://www.baek.de/25/10Pressemitteilungen/M200608/200608021.html" target="_blank">Ärztekammer</a>Berlin, 02.08.2006 - &quot;Für die Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände müsste man den Straftatbestand der politischen Nötigung einführen. Wer meint, sich derart mit Intrigen und Manipulationen in Verhandlungen durchsetzen zu müssen, hat jegliches Recht verloren, sich Tarifpartner nennen zu dürfen. Angesichts der jüngsten Provokationen und Diffamierungen kann von einem verantwortlichen Handeln der VKA überhaupt nicht die Rede sein&quot;, bewertete Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe das Verhalten der VKA, mit der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di einen separaten Tarifvertrag unter Umgehung des Marburger Bundes abzuschließen, obwohl ver.di allenfalls 1.000 Ärzte vertritt, der Marburger Bund hingegen die Interessen von 105.000 Krankenhausärzten wahrnimmt.<p>&quot;Es ist schlicht eine Zumutung, den separaten Tarifabschluss der VKA mit ver.di als eine Gehaltssteigerung von zehn Prozent darzustellen. In Wahrheit handelt es sich um Einkommensverluste von bis zu zwölf Prozent. Das ist nicht nur unseriös, das ist unverschämt.&quot; Hoppe forderte die VKA auf, endlich zu einem Mindestmaß an Anstand und Ehrlichkeit zurückzukehren und dem Marburger Bund ein verhandlungswürdiges Angebot zu unterbreiten. Zumindest sollte die Arbeitgeber-Vereinigung durch die Anrufung eines Schlichters dokumentieren, einen fairen, arztspezifischen Tarifabschluss finden zu wollen - und zwar mit der Gewerkschaft, die als einzige legitimiert ist, für die Krankenhausärzte zu verhandeln, dem Marburger Bund.</p><span style="font-style: italic;">Es zeigt sich wieder einmal, dass sich auch in der Tarifauseinandersetzung mit den VKA-Häusern die Arbeitgeberseite nicht zu schade ist, die Realität zu leugnen, die Tarifpartner nicht anzuerkennen und die Rechte der Ärzte auf dem Rücken der Patienten zu mißachten. Das deutsche Gesundheitssystem wird gegen die Wand gefahren, indem man die bestausgebildetsten und hochmotivierten &quot;Wirtschafter&quot; (wir erwirtschaften den Gewinn, was gerne vergessen wird) mit Füßen tritt. Der &quot;braindrain&quot; (das Abstimmen mit den Füßen) hat schon eingesetzt. Überall im europäischen Ausland sind die Bedingungen und die Bezahlung besser. Wer das nicht einsieht, soll eben Verwaltungswirte oder Verwaltungsfachangestellte operieren oder Stationsdienst versehen lassen :o) .</span><br /><h2 style="color: rgb(255, 0, 0);">05.08.06 Was geschieht anderswo?</h2><p><span style="font-weight: bold; color: rgb(255, 0, 0);">Freiburg</span>: Eingruppierung der Verwaltung - Freitag, 28. Juli 2006</p><p>Mit ihrem Schreiben vom 26. Juli an die beim Land angestellten ärztlichen Mitarbeiter bringt Frau Goldammer mehr Klarheit in die bisher völlig im Dunklen gebliebene Eingruppierungspraxis der Uniklinik Freiburg. Jedoch werden die Steine des Anstosses einfach ausgeklammert.<br />Für den Klinikumsvorstand ist klar: AiP Zeiten werden nicht anerkannt, um die neue OA Eingruppierung wird nach der Willkür des Vorstandes neu gewürfelt. Anstatt das Klinikum durch eindeutige Regelungen zu befrieden, versteckt man sich wieder hinter dem Land und der TDL, Die Landesregierung tut bisherige Versuche den Tarif für BW zu konkretisieren und Klauseln wie die Arbeitszeit etc. nicht zu verhandeln damit ab, dass diese vor Ort gelöst werden müssen. Durch die Aussitzpolitik wird auf dem Rücken der Ärzte weiter gespart. Währen es an den komunalen Kliniken (z.B. Stuttgart, Göppingen), die mit dem MB einen Vorschalttarif verhandelt haben, hierzu eindeutige Regelungen (AiP<br />gilt, Definition der OA Auszahlung durch eindeutige Tätigkeitsmerkmale) gibt, verspielt das Klinikumsmanagement wieder einmal eindeutig seinen Gestaltungsspielraum und gibt ausser dem Motto &quot;Sparen auf Kosten der Ärzte wo immer möglich&quot; keine geschäftspolitische Vision vor. Haben wir etwas Anderes erwartet? <br />Junge Uniärzte mit AiP-Sklavenzeit an die komunalen Häuser!!!</p><p style="color: rgb(255, 0, 0);">Oberärzte leisten in Freiburg Widerstand gegen die Eingruppierungspraxis des TV-Ä - <br />Freitag, 28. Juli 2006</p><p>Mit großer Resonanz wurden von den Oberärzten des Klinikums zwei Vollversammlungen am 20.07.06 und 27.07.2006 abgehalten. Hierbei wurden Maßnahmen wie die Aussetzung von OA typischen Tätigkeiten bei Nichteingruppierung und Nichtbezahlung als OA beschlossen. Der Klinikumsvorstand und die Ärztlichen Direktoren erhielten die aufgeführten <a href="/xml/wfxdirect/res;jsessionid=52962FAB7954574AFA46CBE4960288AF.TCpfix101a?name=Klinikumsvorstand-11.pdf&type=resource" target="_blank" wfxtype="resource" wfxsrc="Klinikumsvorstand-11.pdf">Briefe</a>.</p><br /><h2 style="color: rgb(255, 0, 0);">26.07.07 Antrag auf Eingruppierung stellen!</h2>Unser Arztesprecher Frank Reuther meint, wir sollten unbedingt unsere Ansprüche auf Bezahlung nach der neuen Tabelle ab Juli <span style="text-decoration: underline;">schriftlich</span> geltend machen. <p>Bitte sagt auch unseren Kollegen Bescheid, die nicht über den Mailverteiler angeschrieben worden sind.</p><p><br /></p><p>Die Einkommenstabelle ist auf 42 Stunden-Basis berechnet und gilt ab </p><p>01.07.2006. Der restliche TV ab 01.11.2006.</p><p>Für das Einkommen bedeutet das: Wer 38,5h/Woche arbeitet, bekommt anteilig das Geld für 38,5h/Woche, wer 41h arbeitet anteilig Geld für 41h und wer will kann </p><p>eine Erhöhung der wöchentlichen Arbeitszeit auf 42Std ab sofort beantragen, damit er das volle Gehalt der Tabelle &quot;verdienen&quot; kann. <br /></p><p>Dies ist natürlich in erster Linie für Internisten und sonstige Kollegen, die viele unbezahlte Überstunden leisten, interessant.</p><p><br /></p><p>Schöner wäre es natürlich gewesen, den vollen Betrag für die gleiche Arbeitszeit </p><p>zu kassieren, aber mal ehrlich: daran habt Ihr nicht wirklich geglaubt, oder? <br /></p><p><a href="/xml/wfxdirect/res;jsessionid=52962FAB7954574AFA46CBE4960288AF.TCpfix101a?name=Antrag+Eingruppierung.doc&type=resource" target="_blank" wfxtype="resource" wfxsrc="Antrag Eingruppierung.doc">Der Antrag </a>ist ein Word-Dokument und sehr leicht zu modifizieren: Wer also keine 42h/Woche beantragen will: einfach großzügig mit der Del- oder Entf-Taste arbeiten und entsprechenden Passus herauslöschen. Bisher gibt es in der Tat keinen offiziellen Plan, wie das mit der Arbeitszeit in Zukunft laufen soll. Vermutlich werden wir aber auch nicht wirklich gefragt werden, das entspräche nicht der </p><p>hiesigen Unternehmenskultur.</p><br /><br /><h2 style="color: rgb(255, 0, 0);">25.07.06 Anwendung der neuen Entgelttabelle<br />             ab 1. Juli 2006</h2><p>Von einzelnen Universitätskliniken wird die Auffassung vertreten, die</p><p>Anwendung der neuen Entgelttabelle erfolge nur unter der Voraussetzung,</p><p>dass der einzelne Arzt eine Arbeitszeit von 42 Stunden pro Woche</p><p>ableistet.<br /></p><p style="font-weight: bold; text-decoration: underline;"><br /></p><p style="font-weight: bold; text-decoration: underline;">Hierzu nimmt der Marburger Bund wie folgt Stellung:</p><p style="font-weight: bold; text-decoration: underline;"><br /></p><p>Die zwischen MB und TdL vereinbarten Eckpunkte vom 16. Juni sehen vor,</p><p>dass die neue Entgelttabelle ab dem 1. Juli 2006 angewendet wird. <br /></p><p>Dies gilt unabhängig davon, ob 42 Stunden pro Woche gearbeitet werden oder</p><p>nicht.</p><p>Da die neue Entgelttabelle auf 42 Stunden gerechnet ist, wird das volle Entgelt allerdings nur bei einer Arbeitszeit von 42 Stunden gewährt. Bei einer Arbeitszeit unterhalb 42 Stunden pro Woche wird das neue Entgelt zeitanteilig unter Zugrundelegung der bisherigen Arbeitszeit berechnet.</p><p><span style="text-decoration: underline;"><br /></span></p><p><span style="text-decoration: underline;">Das heißt:</span> Der einzelne Arzt muss sich nicht für eine Erhöhung der</p><p>wöchentlichen Arbeitszeit auf 42 Stunden entscheiden, um in den Genuss</p><p>der neuen Entgelttabelle zu kommen. Wer die neuen Entgelte in voller Höhe erhalten will, muss allerdings eine Arbeitszeit von 42 Stunden ableisten. Dem Arzt ist deshalb die Möglichkeit zu geben, seine Arbeitszeit entsprechend zu erhöhen.</p><br /><h2 style="color: rgb(255, 0, 0);">15.07.06 Tarifsondervereinbarungen Göppingen</h2>Muß man sich vielleicht merken, wenn es um die Ausgestaltung des Eckpunktepapiers im Land/in Ulm geht (z.B. AIP, Jahreszahlungen, Fortbildungen etc). <a href="/xml/wfxdirect/res;jsessionid=52962FAB7954574AFA46CBE4960288AF.TCpfix101a?name=sondervereinbarung_gppingen1.pdf&type=resource" target="_blank" wfxtype="resource" wfxsrc="sondervereinbarung_gppingen1.pdf">pdf-Artikel hier</a>.<br /><br /><h2 style="color: rgb(255, 0, 0);">14.07.06 Ärztesprechertreffen in Frankfurt<br /></h2><p>Grüß Gott aus Frankfurt vom Ärztesprechertreffen!</p><p>Beide anliegenden Papiere wurden heiß diskutiert. Naturgemäß ging es heißer beim <a href="/xml/wfxdirect/res;jsessionid=52962FAB7954574AFA46CBE4960288AF.TCpfix101a?name=TDL_Anwendung_der_Aerztetabelle.pdf&type=resource" target="_blank" wfxtype="resource" wfxsrc="TDL_Anwendung_der_Aerztetabelle.pdf">TDL-Papier</a> zu. Hier bekam der MB-Bundesverband die Aufgabe schnellstmöglich eine Gegendarstellung zu verfassen.<br /><span style="color: rgb(255, 0, 0);">Auf keinen Fall irgendetwas kritiklos unterschreiben (ohne Rechtsbeistand MB), z.B. Einverständnis mit Zulage 7-10/06.</span></p><p>Viel Spannendes, auch wir in Ulm sollten schauen, daß wir zu einer solchen Einigung wie im <a href="/xml/wfxdirect/res;jsessionid=52962FAB7954574AFA46CBE4960288AF.TCpfix101a?name=ECKPUNKTEPAPIER_T%C3%9C.rtf&type=resource" target="_blank" wfxtype="resource" wfxsrc="ECKPUNKTEPAPIER_TÜ.rtf">Eckpunktepapier in Tübingen</a> kommen, daß von Ärztl. u Kaufm. Dir. und Assistentensprechern unterzeichnet wurde.<br /></p><p>PS: Für die tatsächliche Ausgestaltung des TV-Ä wurde auf Wunsch von Herrn Marre eine Arbeitsgruppe des Personalrats gebildet, die aus folgenden Mitgliedern </p><p>besteht:</p><p>Christoph Kling, Jens Mayer, Martin Riedel, Annett Höse, Stephan Jores.<br /></p><h2 style="color: rgb(255, 0, 0);">14.07.06 Tarifvertrag, was nun?</h2>Hallo Leute, da jetzt für uns erstmal alles rum ist (was den Streik betrifft), so geht jetzt an der Uni alles wieder den gewohnten Gang. <br />Jetzt sind die kommunalen Häuser dran und die tun sich fast noch schwerer als wir.<br />Für uns gibt es nun zwei Möglichkeiten:<br />1. Alles gut sein zu lassen und sich um nichts mehr zu kümmern, oder<br />2. Die alten Ziele weiterzuverfolgen oder zumindest nicht aus den Augen zu <br />    verlieren.<br />Wozu ich raten möchte ist wahrscheinlich klar.<br /><br />In der neuen Sektion &quot;Nach dem Streik&quot; habe ich einige Infos zu dem Sozialzuschuß des MB für vom Streiknettogehaltausfall stark gebeutelten Kollegen bereitgestellt.<br /><br /><br /><h2 style="color: rgb(255, 0, 0);">05.07.06 Lohnneuberechnung im Juli nicht mehr <br />             realisierbar</h2>Für alle die Sich wundern, warum die Juniabrechnung noch genauso aussieht wie bisher hier die Stellungnahme von Herrn Schelling:<p><br /></p><p>&quot;Sehr geehrter Herr Dr. Reuther,</p><p><br /></p><p>die TdL hat uns [...] offiziell das Ergebnis der Urabstimmung der im Marburger Bund organisierten Ärzte mitgeteilt. </p><p>Die Tarifeinigung mit dem Marburger Bund vom 19.06.2006 ersetzt hinsichtlich der Vorwegregelung nach den für uns verbindlichen Vorgaben der TdL keine Tarifverträge. Der neue Tarifvertrag wird bekanntlich zum 01.11.2006 in Kraft treten (die Aussage auf der Homepage des Universitätsklinikums ist deshalb richtig). Das ab diesem Zeitpunkt gültige Tabellenentgelt wird daher auf der Berechnungsbasis einer 42-Stundenwoche für den Zeitraum Juli bis Oktober 2006 als variable Zulage vorweg gewährt (soweit die jeweils erforderlichen Voraussetzungen im Einzelfall erfüllt sind). Diese Zulage steht dann dem betreffenden Arzt ab 1. Juli 2006 zu. Die Zahlung mit den Bezügen für den Monat Juli ist aber aus zeitlichen und technischen Gründen nicht mehr möglich. Dies hängt auch damit zusammen, dass der MB für die Urabstimmung einen Zeitraum von drei Wochen bis 3. Juli 2006 beansprucht hat. Nach Mitteilung der TdL sei diese Problematik mit dem MB besprochen und bekannt; es sei vereinbart, dass eine Nachverrechnung mit dem Entgelt der Monate August bzw. September 2006 erfolgt.</p><p><br /></p><p>Freundliche Grüße</p><p>F. Schelling&quot;<br /></p><br /><br /><h2 style="color: rgb(255, 0, 0);">Anfrage an Prof. Marre in Bezug auf das Inkrafttreten der neuen Entgelttabelle<br /></h2><p>&quot;Sehr geehrter Herr Professor Marre,</p><p>auf der Homepage des Universitätsklinikums wurde eingestellt, dass der Ärzte-Tarifvertrag mb/TdL ab 01.11.2006 in Kraft tritt. III.2. Satz 4 dieses Tarifvertrags lautet: &quot;Die TdL wird die neue Entgelttabelle ab 1.Juli 2006 anwenden, entsprechend dem Beschluss in der Mitgliederversammlung der TdL vom 8. Juni 2006.&quot;</p><p>Die Ärztinnen und Ärzte gehen also davon aus, dass im Laufe dieses Monats entsprechende Eingruppierungsmitteilungen von der Personalabteilungen versandt werden und das Gehalt von Juli 2006 am Ende dieses Monats nach der neuen Entgelttabelle ausgezahlt wird.</p><p>Ich bitte um kurze Bestätigung. Sollte die Verwaltung des Universitätsklinikums Ulm nicht in der Lage sein, den neuen Tarifvertrag wie vorgesehen umzusetzen, wäre aus meiner Sicht eine rechtzeitige Information unter Angabe der Gründe angezeigt.</p><p>Mit freundlichen Grüßen</p><p><br /></p><p>Frank J. Reuther&quot;<br /></p><br /><p><br /></p><p><span style="color: rgb(0, 0, 0);">Hierauf versprach Prof. Marre, uns zu informieren, sollte die Umsetzung im Juli nicht erfolgen können. </span><br /></p><p><br /></p><h2 style="color: rgb(255, 0, 0);">03.07.06 Die Urabstimmung ist rum</h2>Berlin - Mit deutlicher Mehrheit haben sich die Mitglieder des Marburger Bundes für den Abschluss des vom Marburger Bund ausgehandelten ärztespezifischen Tarifvertrages an Unikliniken ausgesprochen.<br /><p>In der jetzt abgeschlossenen Urabstimmung stimmten 86% für den Abschluss.<br /><br />In unserer Klinik in Ulm haben sich 84 % der Wahlberechtigten für den TV ausgesprochen, 16 % dagegen.<br /></p><p>Damit kommt der TV zwischen MB und der TdL zustande. Diese Ergebnis bedeutet nicht, dass 84 % &quot;zufrieden sind&quot; mit dem nauen Vertrag. Viele Kollegen haben jedoch verstanden, dass es politisch &quot;nötig&quot; ist.<br /><br />Die Rahmenbedingungen die in diesem Vertrag festgelegt wurden müssen nun auf Länderebene noch mit &quot;Leben&quot; gefüllt werden. Viele Dinge müssen nun noch mit der Realität vereinbar geregelt werden. Erst dann gibt es ihn wirklich, den Tarifvertrag, welcher auch klare Aussagen zu unserer Arbeitssituation und den Bedingungen macht.<br />So wie es bis jetzt aussieht ändert sich jedoch nicht wirklich etwas. Die Arbeitszeit ist auf 42 Wochenstunden hochgesetzt, 24h-Dienste sind immer noch möglich, Dereitschaftsdienste (Nachtdienste) werden immer noch mit einem Abschlag (und keinem Nachtaufschlag) vergütet, die <span style="text-decoration: underline;">kompromisslose</span> elektronische Zeiterfassung ist immer noch nicht geregelt, Berufsanfänger werden immer noch nicht bedeutend besser bezahlt, wie es die zentralen Forderungen des Streiks eigentlich waren.</p><p><span style="font-style: italic;">Diese Zustände sind politisch gewollt. Wenn man die Streikzeit genauer analysiert, so gab es von Arbeitgeberseite nie eine Bereitschaft zu echten Verhandlungen. in echten Verhandlungen sind beide Seiten kompromißbereit und man trifft sich irgendwo in der Mitte. die Tdl kam uns in der ganzen Zeit nicht entgegen. Man hat sich nicht wirklich auf uns zu bewegt.<br />Herr Möllring wollte gar keinen Abschluß, unter Umständen wollte er nicht einmal diesen für Ihn so vorteilhaften Abschluß, welchen er selbst verfasst hat (ver.di hat ihn ja nur abgenickt). <br />Letztendlich ist er seiner Hauptaufgabe es nicht teurer werden zu lassenjedoch gerecht geworden. Für uns ändert sich praktisch kaum etwas.<br />Daran krankt ja die Politik dieses Landes schon seit Jahren, an der Unfähigkeit der Politiker etwas zu ändern, selbst wenn es bitter nötig ist. Gerade auf dem Gesundheitssektor von den dafür Verantwortlichen ein näselndes &quot;Das ist doch alles gar nicht finanzierbar!&quot; zu hören, bricht mich langsam wirklich an, denn eben genaudiese Finanzierung ist die Aufgabe der Politik. <br />Sie muss die Rahmenbedingungen (auch finanzieller Art) dafür schaffen, dass unsere Sozialsysteme funktionieren können. <br />Wir brauchen keine Gesundheitsminister, die uns erzählen wie wir unseren Job zu machen haben. Wir arbeiten schon Spitzenniveau. Wir brauchen Politiker, die unsere Arbeit wieder zu einem lohnenden Gut erheben!<br />Die Ärzte zahlen einen hohen Preis dafür, dass unserer Gesundheitspolitiker die Pharmaindustrie</span><span style="font-style: italic;"> und die Versicherungen nicht im Griff haben</span><span style="font-style: italic;"> (Atkiengesellschaften, die seit Jahren wahnsinnige Gewinnzuwächse haben und aus den Gesundheitssystem Geld für Ihre Dividenden abziehen). <br />Offensichtlich brauchen die Politiker einige (vorlaute) Ärzte, die Ihnen Sagen, wie Sie Ihren Job machen sollen. Erst dann geraten sie in Zugzwang. Das Kämpfen für ein besseres System zahlt sich vielleicht auf diese Art für uns und die Patienten letztendlich aus. - Streiks und politisches Engagement sind gut und nötig! Lasst Euch doch zum Beispiel wählen! Egal für welche Posten! Ärzte durchsetzten die Gesellschaft! Das wäre doch mal was! ;o)<br /><br />Sonst geht das  Land vor die Hunde, weil es von Lehrern regiert wird (nichts gegen Pädagogen!).<br /></span></p><h2 style="color: rgb(255, 0, 0);">27.06.06 Die Urabstimmungs-Unterlagen...</h2>werden Euch gerade an Eure Emailadressen zugesandt. Das Abstimmungsprocedere steht in den emails. <br />Wichtig: &quot;<span style="font-weight: bold; color: rgb(255, 0, 0);">Einsendeschluß</span>&quot; ist schon der <span style="font-weight: bold; color: rgb(255, 0, 0);">Donnerstag 29.06.06</span><span style="color: rgb(255, 0, 0);"><span style="color: rgb(0, 51, 102);"> also sagt allen Kollegen Bescheid und beeilt Euch! für den Fall, dass die Emails nicht ankommen, seht unter Urabstimmung für den Download der Unterlagen nach!<br />Wünschen wir uns viel Glück!</span></span><br /><h2 style="color: rgb(255, 0, 0);">27.06.06 Bitte sendet Eure Streikunterlagen/Dokumente etc. an uns</h2>wenn Ihr Flugblätter, Banner, Fotos oder andere Streikunterlagen hat, sendet sie bitte an unsere <a href="mailto:kontakt@aerzte-uniklinik-ulm.de">Kontaktadresse</a>, wir werden sie hier zum download ins Archiv packen, in der Hoffnung, die gleiche Arbeit nicht ein zweites Mal machen zu müssen.<h2 style="color: rgb(255, 0, 0);">25.06.06 Eine Neue Woche beginnt...</h2>und wir werden den Betrieb wie versprochen wieder normal rauffahren. In Anbetracht der Tatsache, dass ab dem 01.07.06 der neue Tarifvertrag zumindest in der Bezahlung schon Gültigkeit erlangen soll, gehen wir davon aus, dass die Urabstimmung unter den MB-Mitgliedern diese Woche noch stattfindet.<br />Der MB wirbt auf seiner Seite für eine Annahme des Vertrages und bringt <a title="Infos zum TV TdL-MB" href="http://www.marburger-bund.de/marburgerbund/bundesverband/mb-zeitung/index.php" target="_blank">seine Argumente</a> vor. <br />Langfristig gesehen stimmen wir überein, dass nur <span style="text-decoration: underline;">ein</span> TV <span style="text-decoration: underline;">für alle Ärzte</span> deutscher Universitätskliniken unsere Schlagkraft in den nächsten Tarifrunden (nach Ablauf der Gültigkeitsdauer des neuen TV Dez/2009) und den nötigen Streiks erhält.<br />Problematisch sind jedoch die unverändert schlechten Arbeitsbedingungen und die von uns errechneten Gehaltseinbußen besonders für die jüngeren Kollegen und Familienmütter und -väter. Das Ganze bei erhöhter Grundarbeitszeit ist nicht unbedingt ein Ziel für welches wir uns erhoben haben.<br />An den katastrophelen Bedingungen an den Universitäten ändert der Tarifvertrag praktisch gar nichts. Es bleibt bei Absichtserklärungen und &quot;Kann-&quot;, bzw. &quot;Soll&quot;-Regelungen! Diese sind wie wir alle aus leidvoller Erfahrung wissen das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt sind. Ärgerlich ist in jedem Fall die Berichterstattung in den Medien, die vor allem die Gehaltszuwächst von bis zu 20% hervorhebt (und den Wegfall aller Zusatzvergütungen, welche diese Gehaltserhöhung übersteigen einfach unterschlägt).<br />Was in 2010 vielleicht für Verbesserungen auf uns zukommen wird die meisten von uns dann nicht mehr interessieren, da der FA unter Dach und Fach ist und man die Uni verlassen haben wird um endlich von und mit seiner Arbeit &quot;Leben&quot; zu können. Diejenigen die gut genug sind um die Universitätskarierre einzuschlagen, werden sich zu diesem Zeitpunkt höchstwahrscheinlich ins Ausland aufgemacht haben. Der &quot;brain-drain&quot; hat schon eingesetzt.<br />Für uns zählt jetzt vor allem, was letztendlich auf dem Konto ankommt, nicht was zukünftige Generationen von diesem historischen Moment villeicht haben. Das ist natürlich für die Gewerkschaft anders, aber ob wir unsere durchaus berechtigten Interessen dem wahrscheinlichen, zukünftigen Gesamtwohl so extrem unterordnen müssen, sei dahingestellt.<br />Jeder sollte sich gut informieren, alle Argumente abwägen und entsprechend seine Stimme bei der Urabstimmung abgeben.<br />Wir versuchen einige strittige Fragen noch mit der Rechtsabteilung des MB zu klären und werden u.U. noch eine weitere Ärztevollversammlung machen, für diejenigen Kollegen, die beim letzten Male dienstbedingt nicht kommen konnten. <br /><h2 style="color: rgb(255, 0, 0);">19.06.06 Es wird voraussichtlich Donnerstag abend eine Ärzte-Vollversammlung geben!</h2><div style="text-align: center;">When things go wrong as they sometimes will.<br /></div><div style="text-align: center;">When the road you're trudging seems all up hill.<br />When funds are low and the debts are high.<br />And you want to smile, but you have to sigh.<br />When care is pressing you down a bit.<br />Rest, if you must, but don't you quit.<br />Life is queer with its twists and turns.<br />As everyone of us sometimes learns.<br />And many a failure turns about<br />When he might have won had he stuck it out:<br />Don't give up though the pace seems slow -<br />You may succeed with another blow.<br />Success is failure turned inside out -<br />The silver tint of the clouds of doubt.<br />And you never can tell how close you are.<br />It may be near when it seems so far:<br />So stick to the fight when you're hardest hit -<br />It's when things seem worst that you must not QUIT.<br /></div><p>                                     <br />                                                              -unbekannt-<br /></p><h3><span style="font-weight: bold; color: rgb(255, 0, 0);"><span style="color: rgb(51, 102, 153);">18.06.06 </span></span><span style="font-weight: bold; text-decoration: underline;">Tübingen sendet folgenden Rundbrief:</span><br /></h3><span style="font-style: italic;"><br /><span style="font-style: italic;">...&quot;</span>Liebe Mitstreiter!</span><p style="font-style: italic;">Zunächst mal dürfen wir uns allen zu einem großen Erfolg gratulieren!!! Die Zustimmung in der großen Tarifkommission des MB und in der Urabstimmung vorausgesetzt werden wir einen eigenen Ärzte-Tarifvertrag bekommen!<br />Nach mehreren Gesprächen mit den Ärztesprechern und vor allem mit Herrn RA Resemann (Geschäftsführer MB BW) hat der Beschluss der VV vom vergangenen Mittwoch Bestand:<br />Am Montag ist Streik!<br />Erstens ist der Vertrag noch nicht von der großen Tarifkommission abgesegnet, zweitens wurden Öffnungsklauseln auf Landesebene ermöglicht, um den Tarifvertrag in den einzelnen Bundesländern zu verbessern (vgl. Die 20% plus von Bayern).<br />Der MB Landesverband wird voraussichtlich am Montag mit Vertretern des Landes zusammentraffen, um über die notwendigen Verbesserungen des Tarifvertrages (Gültigkeit für Landeskrankenhäuser, untere Gehaltsgruppen, Nacht- und Wochenendzuschläge im Schichtdienst etc.) zu verhandeln.Die Chancen bei solch einer Nachverhandlung sind umso größer, wenn wir unseren Druck aufrecht erhalten!<br />Wir können uns auch erstmal das Vertragswerk in Ruhe anschauen. Es ist also in unserem Sinne ratsam, an dem vereinbarten Vorgehen festzuhalten: Montag noch Streik, Besprechung und Abstimmung mit den anderen BW-Kliniken, Sprechertreffen und Vollversammlung und Klärung des weiteren Vorgehens in diesem Rahmen!<br />WICHTIG: Niemand macht sich im Sinne des Arbeitsrechtes strafbar, der noch weiter streikt! Der Streikaufruf besteht so lange, bis die Urabsimmung durch ist!!!<br />Natürlich muss - wie immer - jeder für sich entscheiden, ob er streikt oder am Montag schon wieder arbeitet. Es gibt aber keinen Grund, von unserem oben genannten und diese Wocche vereinbarten Weg abzuweichen! Die OP-Kommission hat für Montag (in weiser Voraussicht) ein deutlich reduziertes OP-Programm vereinbart.&quot;......</p><h2><span style="font-weight: bold; color: rgb(255, 0, 0);">16.06.06 Es scheint eine Einigung erreicht!</span></h2>Der MB verkündet auf seiner Homepage, dass eine Einigung über einen  ärztespezifischer Tarifvertrag erreicht worden sei.<br />(Ist noch nicht unterschrieben, aber ein Angebot der TdL liegt vor). <a title="Tarifeinigung?" href="http://www.marburger-bund.de/marburgerbund/bundesverband/presse/pressemitteilungen/pm2006/pm42_06.php" target="_blank">Näheres hier</a>.<br />Die Analyse steht noch aus. Es scheint jedoch, dass sich die Arbeitgeber aufgrund des Drucks auf uns zu bewegt hat. <br />Mal sehen, was für Kröten noch enthalten sind! Weiteres folgt.<br /><h3><span style="font-weight: bold; color: rgb(255, 0, 0);">16.06.06  Verhandlungen laufen...</span></h3>...zur Zeit über eine Entschärfung des Ver.di-Vertrages. <br />Dies ist als Angebot des MB zu weiteren Verhandlungen zu verstehen, keine Einladung weiterhin Spielchen mit uns zu treiben.<br />Jetzt muss uns endlich zum Wohle unserer Patienten entgegengekommen werden!<br />Das katastrophale Ver.di-Werk hier in Auszügen:<br /><p>1. Maximale tägliche Arbeitszeit ist weiterhin 24 h/Tag!<br />2. Maximale Wochenarbeitszeit liegt momentan bei 60 h!<br />3. Dienste werden immer noch nicht zu 100% vergütet!<br />4. Ost-West-Lohngefälle wird noch weiter verstärkt, anstatt abgebaut!<br />5. Fortbildungstage massiv reduziert (maximal noch 3 Tage, außer man zahlt den <br />    Arbeitsausfall aus eigener Tasche)!<br />6. Kollegen der vorklinischen Fächer sind noch schlechter dran, sie müssen mit <br />    noch höheren Einbußen rechnen!<br />7. Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld und Ortszuschlag werden nicht mehr bezahlt.<br />8. Massivste finanzielle Einbußen für Kollegen mit Kindern (oder Kinderwunsch)!<br />9. Zukunftssicherungsklausel (ZuSi) immer noch im Vertragsentwurf vorhanden: <br />   der Arbeitgeber kann und wird, wenn er in finanziellen Nöten ist, die Gehälter <br />   der Ärzte einseitig um 10% kürzen!<br />10. <span style="text-decoration: underline;">weitere Gehaltverluste</span> (auf 42h-Basis berechnet):<br />     Assistent ledig im ersten Jahr mit ZuSi: -12,48%<br />     Assistent im 3. Jahr mit 2 Kindern mit ZuSi: -9,96%<br />     Facharzt verh. 2 Kinder mit ZuSi: -2,45%<br />     (Erst ab diesen Stufen kommt es zu minimalen Gehaltszuwächsen, wobei     <br />     Fachärzte erst wie Fachärzte bezahlt werden , wenn die Verwaltung ihnen <br />     auch bescheinigt, dass sie Facharzttätigkeiten ausführen, sonst gibt es nur <br />     Assistenzarztgehalt! Ähnliches gilt für Oberärzte!)<br /></p><h3><span style="font-weight: bold; color: rgb(255, 0, 0);">14.03.06 Gehaltstabelle</span></h3><p>Wir haben hier die <a href="/xml/wfxdirect/res;jsessionid=52962FAB7954574AFA46CBE4960288AF.TCpfix101a?name=Gehaltsvergleich+TV-L+aktuell+mit+Gehaltsrechner.xls&type=resource" target="_blank" wfxtype="resource" wfxsrc="Gehaltsvergleich TV-L aktuell mit Gehaltsrechner.xls">aktuelle Version der Gehaltstabelle</a>. Ist etwas schwierig zu überschauen, mann sollte jedoch seinen eigenen Fall wiederfinden sollen. So wie wir es verstanden haben ist das Gehalt dort alles was man bekommen wird (Famileinzuschläge, Urlaubs-Weihnachtsgeld, Ortszuschlag, andere Aufschläge, etc. fallen entweder weg oder sind schon eingerechnet).<br />Es ist also nur noch dieser Betrag und Überstunden/Dienstvergütungen. <br />Zusätzlich stehen die Chancen nicht schlecht dass jedes Haus die ZUSI direkt beantragt (die Ausfälle durch den Streik kann jeder geschäftsführende Direktor) direkt belegen. Jede  Klinik hat immer zu wenig Geld!<br /></p><p>Das Facharztgehalt bekommen nur &quot;Fachärzte mit entsprechender Tätigkeit&quot;.<br />Nicht jeder Facharzt wird also in den Genuß des Facharztgehaltes kommen.<br /></p><p>Gleiches gilt für die heutigen Oberärzte, die ja zum großen Teil Funktions- oberärzte sind und im neuen TV-L keine Einstufung in die Oberarztgruppen mehr erfahren dürften, da Ihnen dazu &quot;ein Funktionsbereich durch den Arbeitgeber übertragen&quot; werden muß. <br />Trotz der hohen Gehalts-zahlen der TV-L-Tabelle werden also viele der Kollegen deutlich weniger verdient als im BAT, insbesondere bei Anwendung des ZuSi, da der Arbeitgeber entscheidet, wer noch Oberarzt bleibt, oder ob der Facharzt nur wie ein Assistentsarzt arbeitet. Wenn Ihr euch eine monatliche oder jährliche Erfolgs-Prämie für das Geldeinsparen festgelegt hättet, würdet Ihr Euch diese extreme Einsparungsmöglichkeit als Geschäftsführer entgehen lassen?</p><p>All dies sollte man im Hinterkopf behalten wenn man sein Gehalt vergleichen möchte.<br /></p><h3><span style="font-weight: bold; color: rgb(255, 0, 0);">13.02.06 Vollversammlung</span></h3><br />auf der heutigen Ärztevollversammlung haben sich erfreulicherweise sehr viele Studenten eingefunden, so dass sie sich bei der Heidelberger Informationsdelegation hautnah über die Studentenproteste, Studenteninformationstelefone und Studentenaktionen zur Unterstützung der Ärzte des Klinikums Heidelbergs informieren konnten. Daran sollte sich eigendlich unsere Studentenschaft und deren Fachschaftsarbeit messen!<br />Auch waren die anwesenden Medizinstudenten offensichtlich schwer erschüttert über die kommenden Einkommensverluste im zukünftigen Arbeitsleben (-15% von einem jetzt schon mageren Assistentengehalt ist halt doch nicht so wirklich unbedeutend).<br />Anhand der aufgelegten Beispielberechnungen konnten auch die Stolperfallen des von Ver.di und TdL angebotenen Tarifsvertrages dargestellt werden. Diese führen letztendlich dazu, dass anstelle des immer verkündeten Gehaltszuwachses für die meisten ein dickes Minus vor der Zahl steht. Hier ist es an jedem selbst zu überprüfen, was er letztendlich nicht nur kurzfristig, sondern auch auf Lebenszeit (eine interessante Rechnung) weniger bekommen wird, ganz unabhängig davon, dass die Arbeitszeit Regelungen des Vorschlages der TdL, gelinde gesagt, &quot;beschissen sind&quot;, wie ein anwesender Kollege sagte. <a href="/xml/wfxdirect/res;jsessionid=52962FAB7954574AFA46CBE4960288AF.TCpfix101a?name=Gehaltsvergleich+TV-L+aktuell+mit+Gehaltsrechner.xls&type=resource" target="_blank" wfxtype="resource" wfxsrc="Gehaltsvergleich TV-L aktuell mit Gehaltsrechner.xls">Die Tabelle haben wir hier.<br /></a><br /><span style="color: rgb(255, 0, 0);">Es gab 10 Fortbildungspunkte insgesamt.</span><br /><br /><h3><span style="font-weight: bold; color: rgb(255, 0, 0);">13.2.06 Zahnärzte mit dabei</span></h3><p>seit mehreren Tagen gibt es einen Streikaufruf für die Zahnärzte in Baden-Württemberg.<br />Die Zahnärzte der Uni Tübingen und der Uni Heidelberg haben sich solidarisch erklärt und sind ebenfalls in den unbefristeten Streik eingetreten.<br /></p><h3><span style="font-weight: bold; color: rgb(255, 0, 0);">12.06.06 Fortschritte in den Verhandlungen mit der TdL...</span></h3>...gibt es leider keine. das Angebot entspricht zur Zeit weitgehend dem Ver.di-Vertrag (wer sich nicht erinnert: Ver.di hat in seinem Vertragswerk so ziemlich <span style="text-decoration: underline;">alle</span> ärztlichen Forderungen des Streiks nicht erfüllt und uns sozusagen verkauft!) Schon aus Prinzip dürfen wir diesen eingefädelten Schachzug von Möllring und Konsorten nicht durchgehen lassen!<br /><p><span style="font-weight: bold;">Gestreikt wird diese Woche in folgenden Kliniken:<br />Universitätskliniken:</span> Heidelberg, Freiburg, Tübingen, <span style="color: rgb(255, 0, 0);">Ulm</span>, Göttingen, Hannover, Köln, Aachen, Bonn, Essen Düsseldorf, Münster, Mainz, LMU München (Innenstadt, Großhadern), TU München (Rechts der Isar), Regensburg, Würzburg, Erlangen, Jena, Halle, Magdeburg, Dresden, Leipzig, Rostock, Greifswald und in den<br /><span style="font-weight: bold;">Landeskrankenhäusern:</span> Lüneburg, Hildesheim, Tiefenbrunn, Göttingen (Niedersachsen), Wiesloch, Calw, Ravensburg, Winnenden, Zwiefalten, Emmendingen, Weissenau, Bad Schussenried (Baden-Württemberg), Dt. Herzzentrum München.</p><p>Der Arbeitskampf der Mediziner in den Unikliniken und Landeskrankenhäusern wird so lange fortgesetzt, bis es eine Einigung zwischen Marburger Bund und Tarifgemeinschaft deutscher Länder gibt.<br /></p><h3 style="font-weight: bold; color: rgb(255, 0, 0);">12.06.06 MB Mitglieder sollten Ihre Monats- abrechnungen überprüfen!<br /></h3><p>(die Nettogehaltsverluste ausrechnen) und wir werden demnächst eine Möglichkeit erarbeiten um mit der der Solidaritätskasse des MB (Danke an alle Spender) die Einkommensverluste etwas abzufedern (genaueres muß noch geklärt werden!)<br /></p><h3 style="font-weight: bold; color: rgb(255, 0, 0);">7.-12.06.06 Leider hatten wir einige technische Probleme...</h3>...weshalb eine Aktualisierung der Streikpläen erst so kurzfristig möglich war<br />(der upload neuer Daten auf die homepage war leider fast eine Woche lang providerbedingt nicht möglich). Deshalb wurde von uns eine Informationsplakatieraktion an den Kliniken der Uni vorgenommen um auf das Anhalten des Streiks, die Fortbildungsveranstaltung &quot;Ulmer Nacht der Medizin&quot; und die Ärztevollversammlung hinzuweisen!<br /><h3 style="font-weight: bold; color: rgb(255, 0, 0);">Ergebnisse des DLRG-Treffens am 2.6.:</h3>Die Nichtbereitschaft der Finanzministerkonferenz mit den Marburger Bund zu verhandeln sehen wir als heiße Luft oder einen schlechten Witz an. <br />Man wird uns im Rahmen der &quot;psychologischen Kriegsführung&quot; als nächstes als einzige Möglichkeit anbieten den Ver.di-Tarifvertrag selber auch zu unterschreiben. Da dies der für uns ungünstigste aller jemals angebotenen Tarifverträge ist, hat die überwältigende Mehrheit der anwesenden Kollegen für eine Weiterführung und Professionalisierung/Intensivierung der Streiks plädiert.<br />-über <span style="color: rgb(255, 0, 0);">120 Arbeitsstunden in 14 Tagen</span>,<br />-<span style="color: rgb(255, 0, 0);">24 h maximale tägliche Arbeitszeit</span>,<br />-<span style="color: rgb(255, 0, 0);">Kürzung des Lohns</span> durch Wegfall von Urlaub und Weihnachtsgeld (noch stärker <br /> als bei allen anderen Lohngruppen)<br />- <span style="color: rgb(255, 0, 0);">nur noch 3 Tage im Jahr Fortbildung</span>,<br />- <span style="color: rgb(255, 0, 0);">Opt-out</span>-Regelungen <span style="color: rgb(255, 0, 0);">ohne Schutzklauseln</span>,<br />-Verschlechterungen des <span style="color: rgb(255, 0, 0);">Ost-West-Lohngefälle</span>s,<br />- eine deutliche <span style="color: rgb(255, 0, 0);">Schlechterstellung von jungen Kollegen</span>,<br />sowie die Möglichkeiten für die Häuser uns zusätzlich 10% vom Lohn in eigener Regie abzuziehen (&quot;Zukunfts-Sicherungs-Klausel&quot; <span style="color: rgb(255, 0, 0);">(Zu-Si)</span>).<br />Das ist für uns nicht akzeptalel und fördert klar eine <span style="color: rgb(255, 0, 0);">Schädigung von Patienten</span> durch überarbeitete, schlecht ausgebildete und frustrierte Ärzte.<br />Wir sind keine Sklaven und gute Arbeit kostet einfach Geld.<br />Unser Staat (unser Arbeitgeber) ist dafür zuständig die medizinische Versorgung der Bevölkerung auf bestmöglichem Nivea zu sichern. <br />Dafür kämpfen wir! <span style="color: rgb(255, 0, 0);">FÜR UNS UND UNSERE PATIENTEN!</span><br /><br /><h3 style="font-weight: bold; color: rgb(255, 0, 0);">Wir Benötigen noch Gute (!) Fotos von den Streikaktionen</h3><p style="font-weight: bold; color: rgb(255, 0, 0);"><font color="#003366">Wer gute Fotos von Grossdemonstrationen hat darf sie gerne an den Link im Impressum senden, vielleicht können wir die eine oder andere Demo noch mit Bildmaterial unterfüttern (auch wenn wir, um den Traffic und die Ladezeiten niedrig zu halten, versuchen nicht zu grafiklastig zu arbeiten). Am besten jeder nur 1 Foto senden für die Veranstaltungen in der Kategorie &quot;bisherige Aktionen&quot; welche noch kein Bild haben. <a title="Fotos an uns senden" href="mailto:fotos@aerzte-uniklinik-ulm.de">fotos@aerzte-uniklinik-ulm.de</a><br /></font><br /><br />-------------------------------------------------------------------------------------------------------------</p><h3 style="font-weight: bold; color: rgb(255, 0, 0);">Wir benötigen noch Vorträge Für die Lange &quot;Nacht der Medizin&quot;-Fortbildungsreihe</h3>Geplant ist, uns während der Streikwoche fächerübergreifend eine Nacht lang weiter zu bilden. Punkte werden wir beantragen. Das Programm sollte abwechslungsreich und auch für Fachfremde zu verstehen sein.<br />Gerne dürfen auch Grenzgebieten der Medizin vorkommen. Als Orientierung darf gerne das Fortbildungskaleidoskop am Donnerstag (gibt 5 Fortbildungspunkte) dienen. <br />Also: Wer einen Vortrag halten kann und möchte, oder sein Zeit sonstwie mit einem abgefahrenen Forschungsauftrag/Hobby verbringt welches Wert ist vorgestellt zu werden - Meldet Euch bitte bei:<br /><a href="mailto:fortbildung@aerzte-uniklinik-ulm.de">fortbildung@aerzte-uniklinik-ulm.de<br /></a><br />-----------------------------------------------------------------------------------------------------<br /><h3><br />22.05.2006 <strong>Auswirkungen des ver.di-Abschlußes für Ärzte</strong></h3><p>Wir versuchen gerade mal wieder eine Tabelle zu erstellen, aus der ersichtlich wird, welche Einkommensverlustewirklich für einzelne &quot;Modellärzte&quot; durch die Ver.di-Variante entstehen würden (nur als Gedankenspiel, das Werk gilt nicht für uns!). <br /><br />Absolute Brutto-Beträge aus dem Ver.di-Abschluß (42 h Basis):<br /></p><table align="left" style="border: 1px solid; width: 95.85%; height: 235px;"><tbody><tr valign="top"><td align="left" style="border: 1px solid;"> Bezeichnung </td><td align="left" style="border: 1px solid;">Euro</td><td align="left" style="border: 1px solid;">Euro</td><td align="left" style="border: 1px solid;">Euro</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> Euro</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> Euro</td></tr><tr valign="top"><td align="left" style="border: 1px solid;"> Arzt <br />(im xten Jahr)</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> 3.600 <br />(1.)</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> 3.800<br />(2.)</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> 3.950<br />(3.)</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> 4.200 <br />(4.)</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> 4.500 <br />(5.)</td></tr><tr valign="top"><td align="left" style="border: 1px solid;"> Facharzt<br />(ab den xten Jahr)</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> 4.750 <br />(1.)</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> 4.850 <br />(4.)</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> 5.150<br />(7.)</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> </td><td align="left" style="border: 1px solid;"> </td></tr><tr valign="top"><td align="left" style="border: 1px solid;"> Oberarzt<br />(ab den xten Jahr)</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> 5.950<br />(1.)</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> 6.300<br />(4.)</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> 6.800<br />(7.)</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> </td><td align="left" style="border: 1px solid;"> </td></tr><tr valign="top"><td align="left" style="border: 1px solid;"><p> ständiger Vertreter <br />des lt. Arztes<br />(ab den xten Jahr)</p></td><td align="left" style="border: 1px solid;"> 7.000<br />(1.)</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> 7.500<br />(4.)</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> 7.900<br />(7.)</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> </td><td align="left" style="border: 1px solid;"> </td></tr></tbody></table><br clear="all" />Zum Vergleich mit den heutigen Lohnzetteln ist die Wochenarbeitszeit angehoben! Man beachte auch Kürzung des Weihnachtsgelds/Urlaubsgelds<br />und von evbentuellen Familienzuschlägen, sowie Punkt 7. unten!<br /><br />Klar ist, dass für Ärzte viele Zusatzboni, Pauschalen und Gratifikationen, welche alle anderen Landesangestellte bekommen entweder geringer sind, oder unser Berufsstand speziell ausgeschlossen wurden. Der MB hat dazu folgendes in einem email mitgeteilt:<br />&quot;...ver.di hat noch eine Vielzahl von Verschlechterungen gegenüber den von der TdL insbesondere in Dresden angebotenen und von uns als unzureichend abgelehnten Bedingungen zugestanden:&quot;<br />1. Statt Gehaltserhöhungen von zweimal 2% (zum 1.07.07 und zum 1.08.08) gibt es <br />   für Ärzte bis Ende 2008 keine Erhöhung.<br />2. In der Tabelle &quot;steckt eine WEihnachtszuwendung von 30 % , wogegen alle<br />   anderen Akademiker 35 % erhalten sollen.<br />3. Der Fortbildungsurlaub ist auf drei Tage beschränkt und als &quot;kann-Regelung&quot; <br />    ausgestaltet. Nur, wenn die Personalkosten von dritter Seite (oder vom Arzt <br />    selbst?!) erstattet werden, gibt es 5 Jahre Fortbildungsurlaub.<br />4. Für Bereitschaftsdienste an Feiertagen gibt es keinen 25%-igen Aufschlag.<br />5. Rufbereitschaft wird nach TVöD vergütet, d.h. es gibt keinen Aufschlag für die <br />    Vergütung der Dienstinanspruchnahme bei Urlaub oder Krankheit.<br />6. Die maximale <u>durchschnittliche</u> wöchentliche Arbeitszeit soll, anstatt ab 2008<br />    auf 60 Stunden begrenzt zu sein, zeitlich unbefristet auf 66 Stunden verlängert <br />    werden (gemittelt über ein Jahr!)<br />7. die  tägliche Arbeitszeit soll 24 Stunden statt maximal 18 Stunden betragen (6 <br />    Stunden Vollarbeit und 18h Beritschaftsdienst) betragen können. <em>(warum nicht<br />    wenigstens 10h und 14h - das gäbe mehr Geld! - Ach deswegen!)</em><br />8. Bei der Weitergeltung von Gehaltsfortzahlungen im Krankheitsfall von <br />   privatversicherten Mitarbeitern sind Ärztinnen und Ärzte ausgeschlossen<br />   worden.<br />9.<span style="color: rgb(255, 0, 0);"> <span style="font-weight: bold;">Über einen Zukunftssicherungstarif (&quot;ZuSi&quot;) können die Gehälter um bis zu  <br />    10% </span></span><span style="font-weight: bold; color: rgb(255, 0, 0);">abgesenkt werden.</span><em>(Sobald die Bilanzen also entsprechend &quot;aussehen&quot;)<br /></em><br /><p><font color="#663300">21.05.2006</font><br />Veränderte Situationen fordern andere/neue Maßnahmen. Es hat sich eine gravierende Änderung ergeben.<br />Ver.di hat einen Tarifabschluß mit der TdL für alle Landesangestellten abgeschlossen. Obwohl die von uns vertretenen Ärztinnen und Ärzte hiervon in keiner Weise betroffen sind, soll dieser Abschluß auch auf uns angewendet werden.<br />Das würde jedoch die massivste Verschlechterung für uns bedeuten, die wir uns vorstellen können. Unser Hauptziel eines ärztespezifischen Tarifvertrages wäre vereitelt.</p><h3><strong><font color="#ff0000">Auch nach dem &quot;ver.di&quot;-Schachzug der TdL:<br />die Ulmer Streiken ab dem 21.05.2006 weiter!</font></strong></h3><p>Besonders nach der Ver.di-Kampfansage (zusätzlich zu der verallgemeinernden Aussage &quot;dieser Tarifvertrag gilt auch für die Ärzte&quot; hat Ver.di auch noch ein übles Pamphlet verschickt indem die falsche Aussage verbreitet wird, der MB hätte durch seine maßlosen Forderungen und Erhöhungen seiner Forderungen die Verhandlungen mit der TdL immer im entscheidenden Moment platzen lassen).<br />Dies entspricht einfach nicht der Wahrheit, und ist abgesehen davon ein für eine Gewerkschaft unmögliches Verhalten, besonders gegenüber einer anderen Gewerkschaft.<br />Ver.di vertritt etwa 600 Ärzte, der MARBURGER-BUND hat über 100.000 Mitglieder und ist, auch von den Verhandlungskommissionen der TDL, als unsere Gewerkschaft anerkannt. Unser Streik geht weiter!</p><p>-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------</p><p>ehemalige Rubrik - Warum Streiken? -</p><p>-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------</p><p> </p><h3 style="color: rgb(0, 51, 102);"><strong>Wenn wir jetzt ver.di für uns entscheiden lassen würden, dann...</strong></h3>wird es die nächsten Verhandlungsrunden genauso laufen. 30 Jahre hat es gedauert, damit die Ärzte wieder auf die Strasse gehen und für ihre Rechte und Patienten kämpfen. In dieser Zeit hat ver.di für uns die Tarifverträge ausgehandelt. Da die Vertretung unserer ärztlichen Interessen immer weiter in den Hintergrund geraten sind (wir sozusagen &quot;verkauft&quot; wurden - speziell in der letzten Runde) haben wir uns losgesagt. Es kann doch nicht das Ziel gewesen sein, jetzt das ärztefeindlichste aller jemals gemachten Angebote anzunehmen! Ver.di hat in diesem Vertrag alle Hemmungen über Bord gehen lassen um uns zu schädigen und Hintertüren so groß wie Scheunentore eingebaut, die den Arbeitgebern, was Bezahlung und Arbeitszeitaufoktruierung angeht, völlig freie Hand lässt.<br /><span style="color: rgb(255, 0, 0);">PS: Wer auf Oberarzt- oder Facharztgehalt abzielt, dem sei gesagt: Nach diesem Vertrag ist die Facharztbezahlung nicht von dem Bestehen der Facharztprüfung abhängig und Oberarzt bedeutet nicht auch &quot;Oberarztgehalt&quot;.</span><br /><h3 style="color: rgb(0, 51, 102);"><strong>Primär geht es um einen Tarifvertrag!</strong></h3><p>Nachdem der Bundesangestelltentarif, nach dem die meisten von uns angestellt und bezahlt werden, gekündigt worden ist, fehlt unseren Arbeitsverträgen praktisch die gesetzliche Grundlage. Es fehlt ein neuer Tarifvertrag! Dieser muss den Lohn und die Arbeitszeit und bedingungen festschreiben (und dabei möglichst verbessern).<br />Der Marburger Bund (MB) als unsere Gewerkschaft verhandelt also folgerichtig mit den Vertretern der Bundesländer - unseren Arbeitgebern. Diese haben sich in der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) zusammengeschlossen um gemeinsam einen Tarifvertrag zu stricken.<br />Durch die erfolgte Trennung des MB von V.erdi (dazu gab es eine Urabstimmung unter den Mitgliedern) konnte verhindert werden, dass für die landesangestellten Ärzte an den Universitätsklinika der von V.erdi ausgehandelte <span style="color: rgb(255, 0, 0);">TVöD</span> (Tarif-Vertrag öffentlicher Dienst) gültig wird. Dieser hätte Gehaltseinbußen und den Verlust vieler (vor allem familienbezogener) Zulagen bedeutet und die Aufstiegsmöglichkeiten in der Gehaltstabelle (durch zusätzliche Jahre der Erfahrung, Facharzt- und Oberarzttätigkeiten) wären inadequat gewesen.<br />Der TVöD ist für uns Ärzte einfach nicht geeignet! Mit ihm kann man Verwaltungspersonal anstellen, unsere spezielle ärztliche Arbeitsbedingungen spiegelt er nicht im geringsten wieder. Durch die Befristung unserer Anstellungs-Verträge hätte ein Aufstieg in der Gehaltstabelle, wenn man willkürliche Auslegung durch die Personalabteilung unterstellen würde, konsequent verhindert werden können. <br />Wer will schon für seine gesamte Karriere an der Universitätsklinik immer zum Einstiegsgehalt buckel?<br /></p><p><u>Es braucht also eine klare Richtlinie für die Vertragsgestalltung, es braucht einen Tarifvertrag für uns Ärzte! Auch die Arbeitgeber brauchen ihn.</u> <br /><br style="color: rgb(0, 0, 0);" /><span style="color: rgb(0, 0, 0);">---------------------------------------------------------------------------------------------------------------</span></p><h3><span style="color: rgb(0, 0, 0);"><span style="font-weight: bold; color: rgb(0, 51, 102);">In zweiter Linie (also sekundär) geht es darum die Arbeitssituation von uns Ärzten zu verbessern <br /></span></span></h3><p>Jeder von uns kennt die Probleme die unseren Beruf so speziell machen. Je nach Vorlieben und auch Fachrichtung variieren diese oder werden als belastender oder weniger belastend wahrgenommen. Dies macht es schwierig für alle zu sprechen, oder einen gemeinsamen Weg zu finden. Entsprechend sollten wir uns auf das wesentliche konzentrieren:<br />Die Ausübung des ärztlichen Berufes erfordert hochmotivierte, gut ausgebildete und leistungsbereite sowie konzentrierte und flexible Arbeitnehmer. <br />Jeder dieser Punkte trifft auf jeden einzelnen Arzt des Universitätsklinikums Ulm zu.<br />Wir sind mit unserer schier unerschöpflichen Leidensfähigkeit und unserem grenzenlosen Verantwortungsbewußtsein gegenüber unseren Patienten die idealen Arbeitnehmer.<br />Doch wir werden seit Jahren immer schlechter bezahlt, mit fachfremden Aufgaben überladen, bekommen von der Politik Vorgaben geliefert wie in einer Planwirtschaft und arbeiten auch an Sonn- und Feiertagen sowie nachts. <br />Völlig überlastet merken wir dann irgendwann, dass wir für unsere eigentliche Aufgabe, nämlich unsere Patienten ärztlich optimal zu versorgen, vor lauter Sparzwängen und fachfremden Aufgaben nur noch etwa 15-20% der Zeit aufwenden.<br /> Die Frustration die sich einstellt ist eine schleichende, vergiftende, die letztendlich zum Burn-out-Syndrom bei vielen Kollegen führt.<br />Viel zu lange haben wir Ärzte selbst unsere Arbeitskraft zu billig verkauft (eine zusätzliche Sekretärin oder ein Verschlüsselungsassistent kommt die Klinik teurer als ein Assistenzarzt, der in seiner Freizeit jeden Tag noch umsonst 3-4 h arbeitet). So lange Wir dies nicht ändern, werden wir witerhin unsere Zeit mit Dokumentationen u.ä. vergeuden. Zeit, die unseren Patienten gehört, und die diesen von der Politik der letzten Jahrzehnte gestohlen wurde. Nur ein gut bezahlter Arzt wird auf dauer gute Arbeit (für die Patienten) leisten können. Lasst uns dafür sorgen, dass unser Gesundheitssystem wieder auf den richtigen Pfad findet. Sonst müssen wir am Ende doch mit den Füßen abstimmen, wie es schon so mancher Kollege aus der eigenen Abteilung gemacht hat (Frankreich, Schweden und England warten nur auf die deutschen Hochschulmediziner).<br />Wohl dem, der ins Ausland gehen kann......auch als Patient.<br />-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------<br />29.05.06<br /></p><h3><span style="color: rgb(0, 0, 0);"><span style="font-weight: bold; color: rgb(0, 51, 102);">Zusammenstellung an Informationen über die Arbeitssituationen und Probleme der Krankenhausärzte in Deutschland (mit Studien)</span></span><br /></h3><p style="color: rgb(255, 0, 0);">· Wie sehen die aktuellen Arbeitsbedingungen für Krankenhausärzte in Deutschland aus?</p><p><span style="color: rgb(0, 0, 0);"><p>Die Arbeitsbedingungen der 146.000 Krankenhausärzte haben sich in Deutschland in den vergangenen Jahren stetig verschlechtert. Überlange Arbeitszeiten, Kürzungen der Einkommen, kurzzeitig befristete Arbeitsverträge und explodierende Bürokratie sind nur die wichtigsten Ursachen, weshalb sich der Arztberuf vom Traumjob zum Jobtrauma gewandelt hat. In einer Studie der Fachhochschule Münster wird die Arbeitssituation in deutschen Krankenhäusern als „desolat“ bezeichnet. Die Ärzte seien demotiviert, die Strukturen veraltet und die finanzielle Situation schlecht, so Professor Roland Multhaup. Zudem fehle für den hochqualifizierten Nachwuchs der finanzielle Anreiz zum Verbleib in der Klinik. Weiterhin kämen gerade für Assistenzärzte enorm schwierige Arbeitsbedingungen hinzu.<span style="color: rgb(255, 0, 255);">1</span></p><p>Im Rahmen einer massiven Arbeitsverdichtung haben Krankenhausärzte in den vergangenen Jahren eine erhebliche Produktivitätssteigerung erbringen müssen. Insbesondere durch die Einführung der diagnosebezogenen Fallpauschalen (DRG, Diagnosis Related Groups) und die damit verbundene stetige Erhöhung des Patientenaufkommens müssen in immer kürzerer Zeit immer mehr Fälle behandelt werden. Betrachtet man die Statistik der Zeit von 1991 bis 2004, wurden 10,2 % der Krankenhäuser geschlossen (-245), 20,2% der Betten abgebaut und trotz dieser Entwicklung 2,2 Millionen mehr Patienten versorgt (+ 15,1%). Gleichzeitig sank die Verweildauer eines Patienten um 38% auf 8,7 Tage.<span style="color: rgb(255, 0, 255);">2</span></p><p>Ärztinnen und Ärzte werden in deutschen Krankenhäusern mit katastrophalen Arbeitsbedingungen konfrontiert. Obwohl die Arbeitszeiten tarifvertraglich bei rund 40 Stunden in der Woche liegen, sieht die Arbeitsrealität mit bis zu 80 und mehr Wochenstunden ganz anders aus. Nach einer Erhebung des Marburger Bundes leisten die rund 146.000 stationär tätigen Ärzte jährlich rund 50 Millionen Überstunden im Wert von 1 Milliarde Euro, die überwiegend nicht vergütet werden. Die Ärzte der Berliner Charité beziffern ihre monatlich unvergütete Mehrarbeit beispielsweise auf 85.000 Stunden.<span style="color: rgb(255, 0, 255);">3</span></p><p>Hinzu kommen oftmals unzählige Bereitschaftsdienste im Anschluss an die reguläre Dienstzeit, die nur dadurch überhaupt rechtlich zulässig sind, dass sie arbeitgeberseitig als Ruhezeit deklariert werden – das geltende Arbeitszeitgesetz schließt nämlich auch heute schon die Ableistung von 24-Stunden-Diensten aus. Aufgrund dieser Konstruktion, die die regelhafte Überschreitung der gesetzlich zulässigen Höchstarbeitszeit kaschiert, wird dieser Teil der Arbeitsbelastung arbeitsrechtlich nicht und offiziell gar nicht erfasst. Diese Tatsache erklärt auch, warum beispielsweise das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) bei Klinikärzten lediglich eine durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 46,3 Stunden angibt und somit geregelte Arbeitszeiten in Krankenhäusern suggeriert.<span style="color: rgb(255, 0, 255);">4</span></p><p>Die Realität ist jedoch eine andere: In einer Umfrage unter 2.500 Krankenhausärzten beklagt jeder zweite die Nichteinhaltung des Arbeitszeitgesetzes, das eine tägliche Höchstarbeitszeit von zehn Stunden vorschreibt. 70 Prozent der Befragten werden nach einem Bereitschaftsdienst angehalten, einen weiteren Tagesdienst zu leisten.<span style="color: rgb(255, 0, 255);">5</span> Entsprechende Überprüfungen von Krankenhäusern durch staatliche Aufsichtsbehörden kommen zu identischen Ergebnissen. Eine Untersuchung der Technischen Universität Berlin zeigt, dass über 60% der Berliner Krankenhausärzte mehr als 60 Stunden in der Woche arbeiten, obwohl die europäische Arbeitszeitrichtlinie eine wöchentliche Höchstarbeitszeit von 48 Stunden vorschreibt. Hinzu kommt, dass 74% der geleisteten Überstunden ohne zeitlichen und finanziellen Ausgleich bleiben.<span style="color: rgb(255, 0, 255);">6</span></p><p>In der Veränderung dieser Situation verursacht die jüngst vom Deutschen Bundestag erneut beschlossene Verlängerung der Übergangsfrist zur vollständigen Umsetzung der europäischen Arbeitszeitrichtlinie und zur Anerkennung der Bereitschaftsdienste als Arbeitszeit ein weiteres großes Problem – der Handlungsdruck für die Arbeitgeberseite ist durch diese Vertagung deutlich gesunken. Der bereits seit Jahren bestehende Rechtsbruch wird so von den zuständigen Stellen sehenden Auges weiter hingenommen.</p><p>Ein weiteres Problem des ärztlichen Berufs stellt die ausufernde Bürokratie dar. Durch zahlreiche gesetzgeberische Maßnahmen ist der Aufwand, den die Krankenhausärzte für patientenferne Tätigkeiten aufwenden müssen, rasant gestiegen. Ärztinnen und Ärzte im Krankenhaus vergeuden im Schnitt rund 38% ihrer Arbeitszeit für Dokumentations- und Verwaltungstätigkeiten.<span style="background-color: rgb(255, 255, 255); color: rgb(255, 0, 255);">7</span></p><p>Eine Ursache für den massiven Anstieg patientenferner Verwaltungsarbeit in den Kliniken ist die oben bereits berichtete Einführung des neuen Vergütungssystems nach Fallpauschalen (DRG). Während in anderen Ländern - wie zum Beispiel in den USA – eigens bestimmte Berufsgruppen zur Kodierung und Dokumentation dieser Fallpauschalen geschaffen wurden, obliegen diese Tätigkeiten an deutschen Kliniken in der Regel ausschließlich den Ärzten zusätzlich zum anfallenden Tagesgeschäft – und das, obwohl auch in Deutschland der Beruf des Medizinischen Dokumentars ausgebildet wird. Die Attraktivität des Arztberufes, der Wirkungsgrad ärztlicher Tätigkeit und die Qualität der Patientenversorgung könnten jedoch durch die Begrenzung der nicht unmittelbar patientenbezogenen ärztlichen Dokumentationsaufgaben erheblich gesteigert werden.</p><p>Mittlerweile würde jeder dritte Krankenhausarzt seinen Beruf nicht mehr ergreifen. Immer mehr Ärzte flüchten in alternative Berufsfelder oder ins Ausland, wo geregelte Arbeitszeiten und bessere Bezahlung locken.</p><p style="color: rgb(255, 0, 0);">· Worauf gründet sich die in den Medien viel zitierte Forderung nach 30 Prozent mehr Gehalt?</p><p>Die Gehälter der Krankenhausärzte entsprechen nicht ihrer anspruchsvollen Ausbildung, der äußerst verantwortungsvollen Tätigkeit und den international üblichen Ärzteeinkommen. Selbst das bereits erwähnte ärztekritische Gutachten des Deutschen Institutes für Wirtschaftsforschung spricht in der Zeitspanne von 1993 bis 2002 von einem durchschnittlichen realen Nettoeinkommensverlust junger Klinikärzte in Höhe von 7,5%. Gleichzeitig hätten andere im öffentlichen Dienst beschäftigte Akademiker einen Lohnzuwachs von drei Prozent, die Gesamtheit aller Erwerbstätigen sogar einen Zuwachs von sechs Prozent zu verbuchen.<span style="color: rgb(255, 0, 255);">8</span> Der reale Nettoeinkommensverlust der Krankenhausärzte gegenüber allen übrigen abhängig Beschäftigten beträgt somit kumulativ 13,5%. </p><p>Darüber hinaus mussten Ärzte jedoch noch weitere Gehaltskürzungen hinnehmen, die das DIW in seinem Bericht unberücksichtigt ließ. Zu erwähnen ist hier beispielsweise die einseitige Kündigung der Tarifverträge zur Arbeitszeit sowie zum Weihnachts- und Urlaubsgeld durch die Arbeitgeber. So wurde in vielen Bundesländern die wöchentliche Arbeitszeit der Universitätsärzte ohne Lohnausgleich auf bis zu 42 Stunden erhöht, gleichzeitig strich wurde das Urlaubsgeld komplett und reduzierte das Weihnachtsgeld auf rund 60%, was zusammen einen weiteren effektiven Lohnverlust von 8 Prozent bedeutete. Summiert man diese Verluste, so haben die Klinikärzte in den Jahren seit 1993 Einkommenseinbußen von über 20 Prozent hinnehmen müssen; die Verminderung der Kaufkraft des Geldes durch die Inflation ist hierbei noch gar nicht berücksichtigt. </p><p>Oben genannte Zahlen wären noch um vieles höher, wenn man einerseits ein Gehalt ansetzte, welches die bereits oben erwähnte, bisher unvergütete Mehrarbeit berücksichtigt, und andererseits die Gehaltseinbußen hinzurechnete, die durch die Anwendung des neuen Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst (TVöD) auf die Ärzteschaft der Universitätskliniken resultieren würden (s.u.). Diesen letzten Schritt konnte der Marburger Bund durch die Abspaltung von ver.di kurz vor Abschluss des TVöD verhindern; aller seitdem seitens ver.di aufschießender Polemik muss entgegengehalten werden, dass sogar die Arbeitgeberseite anerkannt hat, daß „der TvÖD im Wissenschaftsbereich – dazu zählen auch die Ärzte – nicht gut und nicht brauchbar“ ist.<span style="color: rgb(255, 0, 255);">9</span> </p><p>Das DIW gibt den monatlichen Nettoverdienst eines jungen Klinikarztes mit 2.009 Euro an, pro Stunde sind es angeblich netto 10,80 Euro. Die Berechnungsgrundlage hierfür berücksichtigt nicht die unvergütete Mehrarbeit; für eine empirisch haltbare Studie müssen jedoch bei der Berechnung der Ärzteeinkommen wenigstens die realen Arbeitsbedingungen mit eben dieser unvergüteten Mehrarbeit zugrunde gelegt werden. Auf dieser Basis ergibt sich bei einem jungen Assistenzarzt, der nach Bundes-Angestelltentarifvertrag (BAT) vergütet wird und real 60 Stunden in der Woche arbeitet (wobei die über 41 Wochenstunden hinausgehenden nicht zusätzlich vergütet werden), ein Bruttostundenlohn von 11,80 Euro. Der von der DIW o. g. Betrag ist, legt man einen 28-jährigen ledigen Assistenzarzt mit Vergütung nach dem BAT zugrunde, zu hoch angesetzt; das monatliche Nettogehalt beträgt für diesen Klinikarzt ca. 1.700 € netto (s. BAT-Tabelle). </p><p>Dennoch gibt es leider an den Unikliniken Ärzte, die fortan nach dem neuen Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) vergütet werden, weil sie direkt bei der Klinik und nicht beim Land beschäftigt sind; sie werden im Vergleich zum BAT nochmals deutliche Gehaltseinbußen hinnehmen müssen. Das Statistische Bundesamt gibt das durchschnittliche Absolventenalter im Fach Humanmedizin mit 28,5 Jahren an. Realistische Berechnungsgrundlage ist somit ein 29jähriger Berufseinsteiger. Betrachtet man das Lebenseinkommen, so hat er als Verheirateter im Vergleich zum BAT beim neuen TVöD nach zehn Jahren rund 31.300 Euro weniger verdient, nach 20 Jahren zirka 67.900 Euro. Als lediger Berufseinsteiger belaufen sich die Einkommensverluste nach zehn Jahren auf rund 17.600 Euro, nach 20 Jahren auf rund 40.500 Euro. Hierbei sind zusätzliche Gehaltskürzungen durch den Wegfall des im BAT vorgesehenen Kinderzuschlages und durch Rückstufungen bei Arbeitgeberwechsel noch gar nicht berücksichtigt. Einkommensverluste entstehen nämlich nicht nur bei der Eingruppierung von Berufseinsteigern in die neuen TVöD-Entgeltstufen, sondern auch bei einem Arbeitgeberwechsel: So verdient beispielsweise ein verheirateter 43jähriger Facharzt mit 14 Jahren Berufserfahrung nach dem BAT monatlich rund 4.826 Euro. Wechselt er zu einem Arbeitgeber des öffentlichen Dienstes, der den TVöD anwendet, erhält er nach Entgeltgruppe 14 Stufe 3 monatlich 3.900 Euro (- 926 Euro oder -19,2%)!</p><p>Wie oben dargelegt, handelt es sich bei den Forderungen der Ärzteschaft zum größten Teil um den Wunsch nach Erstattung bereits erlittener Verluste. Was darüber hinaus die Möglichkeit einer tatsächlichen Einkommenssteigerung anbelangt, so wird in einer vornehmlich von bestimmten Politikern und Arbeitgebern initiierten, hinlänglich bekannten Neiddebatte versucht, die Einkommenswünsche der Klinikärzte als überzogen darzustellen, indem Vergleiche mit anderen Berufsgruppen angestellt werden. Abgesehen davon, dass je nach Quelle sehr unterschiedliche Aussagen zur Entwicklung der Einkommenssituation der Akademiker und Arbeitnehmer gemacht werden, verschweigen die Kritiker der Ärzteschaft gern, dass der Vergleich des Arztberufes mit anderen Erwerbstätigen nur schwer möglich ist, da es praktisch keine andere Akademikergruppe in Deutschland gibt, die wie Klinikärzte in einer derart verantwortungsvollen Tätigkeit gegenüber den ihnen anvertrauten Menschen zusätzlich zur Regelarbeitszeit Rufbereitschaften, nächtliche wie wöchentliche Bereitschaftsdienste und millionenfach unvergütete Überstunden leisten muss. </p><p>Abgesehen davon stellt sich die Frage, ob sich ein Klinikarzt nach einem aufwändigen, mindestens 6 Jahre dauernden Medizinstudium und angesichts der massiven Arbeitsbelastung sowie der verantwortungsvollen Tätigkeit, in der er oftmals über Leben und Tod von Menschen entscheiden muss, mit dem oben dargelegten Gehalt zufrieden geben soll. </p><p>Die Einkommenssituation deutscher Krankenhausärzte kann im internationalen Vergleich nicht mithalten. Eine vom britischen Gesundheitsministerium in Auftrag gegebene Studie (NERA) kommt zu dem Ergebnis, dass französische, niederländische und britische Kollegen bis zu dreimal mehr verdienen als deutsche Ärzte. Sogar in Spanien sind die Verdienstmöglichkeiten höher als hierzulande.<span style="color: rgb(255, 0, 255);">10</span> Das in der Studie für deutsche Ärzte ausgewiesene Gehalt bezieht sich auf die Grundvergütung, die mit zusätzlicher Mehrarbeit erhöht werden kann, falls diese bezahlt wird. Die Studie berücksichtigt im Fall deutscher Ärzte jedoch nicht die bereits erwähnten millionenfach unvergüteten Überstunden, die das Grundgehalt entsprechend reduzieren.</p><p style="color: rgb(255, 0, 0);">· Was hat es mit der „Ärzteflucht“ auf sich?</p><p>Aufgrund der beschriebenen katastrophalen Arbeitsbedingungen ist es verständlich, dass immer weniger Mediziner bereits sind, im Krankenhaus zu arbeiten. Geregelte Arbeitszeiten und deutlich bessere Verdienstmöglichkeiten locken die Ärzte ins Ausland oder in die Gesundheitsindustrie. Während im Jahr 2002 bereits über 2.000 nichtbesetzbare Arztstellen in Krankenhäusern zu beklagen waren, stieg die Zahl in 2003 sprungartig auf zirka 5.000 an. Jedes zweite Krankenhaus konnte offene Arztstellen nicht mehr besetzen, 75% davon im Osten der Republik.<span style="color: rgb(255, 0, 255);">11</span> Gleichzeitig arbeiten rund 6.300 deutsche Krankenhausärzte im Ausland, wie eine MB-Erhebung belegt.</p><p>Als Hauptursache der Jobaufgabe geben deutsche Mediziner schlechte Arbeitsbedingungen (79%) und Unzufriedenheit mit den Arbeitszeiten (77%) an. 80% der Aussteiger sind mit den Arbeitsbedingungen im neuen Job zufrieden und 51% würden in deutsche Krankenhäuser zurückkehren, wenn sich die Arbeitsbedingungen verbessern würden. <span style="color: rgb(255, 0, 255);">12</span></p><p><span style="color: rgb(255, 0, 0);">· Was wollen wir Ärzte erreichen?</span> </p><p>Will Deutschland den internationalen Wettbewerb um die besten Ärzte gewinnen und soll hierzulande auch weiterhin ein hohes Niveau medizinischer Versorgung gewährleistet werden, dann muss es zu einer deutlichen Verbesserung der ärztlichen Arbeitsbedingungen kommen. Der Marburger Bund setzt sich deshalb als Ärztegewerkschaft für einen speziellen Ärztetarifvertrag ein, der im Kern geregelte Arbeitszeiten und eine deutliche Erhöhung der Grundvergütung vorsieht. Die hierfür zurzeit stattfindenden Tarifverhandlungen zwischen Marburger Bund und Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) und die anstehenden Tarifverhandlungen mit der Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände (VKA) sind Schlüssel zur Wiederherstellung der Attraktivität des Arztberufes. Es ist jedoch nicht hilfreich, wenn von Seiten bestimmter Politiker und Arbeitgeber stets auf leere Kassen und Finanznöte öffentlicher Haushalte verwiesen wird und damit Lösungsansätze im Keim erstickt werden. Kann aus den Krankenhausbudgets tatsächlich kein zusätzliches Geld für humane Arbeitsbedingungen und leistungsgerechte Bezahlung der Leistungsträger aufgewendet werden, muss die Politik ihre gesamte Ausgabenpolitik überdenken und neue Prioritäten setzen. Dieses Anliegen könnten im Übrigen Marburger Bund und Arbeitgeber gemeinsam vortragen und erstreiten.</p><p>Es erscheint klar, dass bei steigender Nachfrage nach medizinischen Leistungen die Qualität der Versorgung unter starren Budgets und fixiertem Ausgabenvolumen nicht aufrecht erhalten werden kann. Die Krankenhausärzte sind jedenfalls nicht länger bereit, das deutsche Gesundheitswesen mit millionenfach unvergüteter Mehrarbeit zu subventionieren. Medizinermangel und Ärzteflucht ins Ausland sind die ersten Vorboten hin zu einer signifikanten Verschlechterung der medizinischen Versorgung.</p><p style="color: rgb(255, 0, 0);">· Was nützt Ihnen als Patient dieser Streik?</p><p>Überlange Arbeitszeiten und Übermüdung führen zu Fehlverhalten. Das ist auch bei Ärzten nicht anders. Diese Erkenntnis ist im Übrigen auch Leitgedanke der europäischen Arbeitszeitrichtlinie, die seit dem Jahr 1993 Arbeitnehmer vor Übermüdung schützen soll.</p><p>Wenn Klinikärzte 30 Stunden am Stück arbeiten müssen, sind sie naturgemäß anfälliger für Behandlungsfehler und somit eine Gefahr für Sie als Patienten. Eine Studie verdeutlicht, dass anhaltendes Wachsein über 24 Stunden ein Reaktionsvermögen auslöst, welches ein Betrunkener mit einem Blutalkoholwert von 1 Promille zeigt.<span style="color: rgb(255, 0, 255);">13</span> Bei Assistenzärzten, die länger als 24 Stunden arbeiten, liegen die gravierenden Behandlungsfehler um 36% höher als bei kürzeren Diensten.<span style="color: rgb(255, 0, 255);">14</span> </p><p>Aber nicht nur Ihnen, unseren Patienten, schaden die ausufernden Arbeitszeiten und die Arbeitsüberlastung; eine Studie konnte zeigen, dass die Selbstmordrate bei männlichen Ärzten wegen hoher Arbeitsbelastung und dem Zwang zu verantwortungsvollen Entscheidungen dreimal höher liegt als bei allen anderen arbeitenden Männern.<span style="color: rgb(255, 0, 255);">15</span> Ähnliche Ergebnisse erbrachten Untersuchungen auch eine andere Untersuchung für beide Geschlechter. <span style="color: rgb(255, 0, 255);">16</span></p><p>Ihnen als Patient kommt eine Verbesserung unserer Arbeitsbedingungen im klinischen Alltag vor allem auch insofern zugute, als dass Sie bei einem eigenen Krankenhausaufenthalt oder als Angehöriger eines kranken Menschen mit ausgeschlafenen, ausgeglichenen und motivierten Medizinern rechnen können, die sich für Ihr Anliegen und Ihre Bedürfnisse wirklich Zeit nehmen können und die ihnen zur Verfügung stehenden Ressourcen auf Sie verwenden anstatt auf Computer und Akten. Eine solche Arbeitssituation, die dem ursprünglichen Gedanken ärztlicher Tätigkeit wieder ein gutes Stück näher rückt, wünschen wir uns genauso sehr wie Sie. Bitte unterstützen Sie unser Anliegen, welches auch Ihres ist!</p><p><span style="color: rgb(255, 0, 255);">1</span> Studie der Fachhochschule Münster, 2005.<br /><span style="background-color: rgb(255, 255, 255); color: rgb(255, 0, 255);">2</span> Statistisches Bundesamt, Krankenhausstatistik 2004<br /><span style="color: rgb(255, 0, 255);">3</span> Auskunft der Ärzteinitiative der Charité in 2005 (www.klinikaerzte.org)<br /><span style="color: rgb(255, 0, 255);">4</span> Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, Wochenbericht vom 24.08.2005<span style="background-color: rgb(255, 0, 255); color: rgb(255, 0, 255);"><br /></span><span style="color: rgb(255, 0, 255);"><span style="background-color: rgb(255, 255, 255);">5 <span style="color: rgb(0, 51, 102);">U</span></span></span>mfrage des Ärztlichen Kreis- und Bezirksverbandes München, 2005.<br /><span style="background-color: rgb(255, 255, 255); color: rgb(255, 0, 255);">6</span> Studie der Technischen Universität Berlin, 2001.<br /><span style="color: rgb(255, 0, 255);">7</span> Deutsches Krankenhausinstitut, 2003<br /><span style="color: rgb(255, 0, 255);">8</span> Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, s.o.<br /><span style="color: rgb(255, 0, 255);">9</span> Zitat H. Möllring, FAZ vom 24.3.2006<br /><span style="color: rgb(255, 0, 255);">10 </span>NERA-Studie des britischen Gesundheitsministeriums, 2004<br /><span style="color: rgb(255, 0, 255);">11 </span>Deutsches Krankenhausinstitut, Krankenhausbarometer 2002 und 2003<br /><span style="color: rgb(255, 0, 255);">12</span> Umfrage der Landesärztekammer Hessen, 2003<br /><span style="color: rgb(255, 0, 255);">13 </span>Studie von Dawson und Reid in Nature, 1997<br /><span style="color: rgb(255, 0, 255);">14</span> Studie der Universität Harvard, 2005<br /><span style="color: rgb(255, 0, 255);">15</span> Studie aus Dänemark, 2005<br /><span style="color: rgb(255, 0, 255);">16</span> Studie von S. Stack, Arch.Suic.Res., 2004</p><br /></span></p><p>---------------------------------------------------------------------------------------------------------------<br /></p><p> Aus einem Rundbrief des Marburger Bundes vom 16.05.06:</p><p><font style="font-size: 14px;"><strong>&quot;Das Angebot der TdL ist eine Mogelpackung&quot;</strong></font></p><p>&quot;Die angebotene Erhöhung der Grundvergütung hört sich zunächst verlockend an. Da jedoch das Weihnachts- und Urlaubsgeld gestrichen und die Erhöhung der Wochenarbeitszeit von 38,5 auf 42 Stunden nur mit der normalen Stundenvergütung und nicht mit der üblichen Überstundenvergütung bezahlt werden soll, steht am Ende insbesondere für die jungen Ärzte an den Universitätskliniken und Landeskrankenhäusern ein deutliches <span style="color: rgb(255, 0, 0);">Einkommensminus</span>. Die Tarifgemainschaft deutscher Länder (TdL) will also allen Ernstes Ärzte für weniger Geld länger arbeiten lassen.&quot; [...]</p><p>&quot;Die folgenden Tabellen geben einen Überblick über die Gehaltsentwicklung, wenn man das TdL-Angebot dem Bundesangestelltentarifvertrag (BAT) gegenüberstellt. Um eine Vergleichbarkeit zu ermöglichen, wird der BAT, der im Westen eine 38,5 Stundenwoche, im Osten eine 40 Stundenwoche vorsieht auf die Wochenarbeitszeit des TdL-Angebotes - also 42 Stunden - hochgerechnet.&quot;</p><table align="left" style="border: 1px solid; width: 99.56%; height: 114px;"><tbody><tr valign="top"><td align="left" style="border: 1px solid;"> <strong>Arzt in Ulm <br /> (D-West)</strong></td><td align="left" style="border: 1px solid;"><strong> TdL-Angebot <br />West 42h</strong></td><td align="left" style="border: 1px solid;"><strong> BAT (alt)<br />West 42h</strong></td><td align="left" style="border: 1px solid;"><strong> Differenz(Euro/%)     </strong></td></tr><tr valign="top"><td align="left" style="border: 1px solid;"> 28 J., ledig, 1.BJ</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> 43.200</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> 44.442</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> -1.242 / -2,8%</td></tr><tr valign="top"><td align="left" style="border: 1px solid;"> 29 J., verheiratet, 1.BJ</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> 43.200</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> 47.249</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> -4.049 / -8,57%</td></tr><tr valign="top"><td align="left" style="border: 1px solid;"> 31 J., verh., 3. BJ</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> 47.400</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> 48.417</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> -1.286 / -2,64%</td></tr><tr valign="top"><td align="left" style="border: 1px solid;"> 35 J., verh., 1.J. Facharzt</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> 57.000</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> 55.417</td><td align="left" style="border: 1px solid;"> 1.582 / +2,85 %</td></tr></tbody></table><br clear="all" />Tabelle: TdL-Angebot Tarifgebiet West (Jahresgehalt in Euro) Quelle: MB<p><font style="font-size: 14px;"><strong>Kommentar:</strong></font><br />Es zeigt sich klar, die ohnehin schon schlechte Bezahlung wird besonders für die Berufsbeginner (wenn man Assistenzärzte im 3. und 4. Jahr ( +6 Jahre Studium, Doktorarbeits- und Forschungszeit überhaupt noch als Anfänger bezeichnen kann) deutlich schlechter!<br />Soweit wir das verstehen sind hier die zur Zeit noch bezahlten Vergünstigungen für Kinder gar nicht berücksichtigt. Die werden wohl auch wegfallen. <br />D.h. wer Kinder hat und verheiratet ist wird doppelt bestraft und verliert bedeutend mehr (u.U. bis zu 16% seines jetzigen Gehaltes)!<br />Familen und Eltern werden also, entgegend der von der Politik geforderten und propagierten &quot;Familienfreundlichkeit&quot;, angestraft! <br /></p> ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------<br />ehemalige Rubrik - Verhandlungen -<br />------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------<br /> <h3><strong><font color="#336699">Am WE 20./21.05.06: Delegiertenversammlung des MB in Magdeburg</font></strong></h3><p><a href="http://www.marburger-bund.de/marburgerbund/bundesverband/unsere_themen/tarifpolitik/tdl/tdl-018.php" title="LINK ZUR ORGINALSEITE DES MB" target="_blank">Kurzanalyse von den brandneuen Zahlen des Ver.di-Vertrages durch dem MB</a>:<br /><br />*Die Arbeitgeber sparen viel Geld, da der Vertrag nicht etwa zum 1. Juli, sondern<br />  erst zum 1. November 2006 wirksam werden soll.<br />*Die Ost-West-Ungerechtigkeiten bei den Gehältern werden zementiert und <br />  verstärkt.<br />*Gegenüber BAT beschert die neue Gehaltstabelle insbesondere jungen Ärzten<br />  massive Gehaltseinbußen von über 8,5%.<br />*Die Überstundenvergütung wurde verschlechtert, indem die Gehaltsstufe 3<br />  aufgegeben und deren Tabellenwerte in die Gehaltsgruppe 2 als Stufen 4 und 5<br />  eingearbeitet wurden.<br />*Die Gehaltsgruppe 2 steht nur Fachärzten „mit entsprechender Tätigkeit“ zu, was<br />  nach Rechtssprechung dazu führt, dass Assistenzärzte nur in Ausnahmefällen<br />  diese Vergütungsgruppe erhalten, auch wenn sie Facharzt sind. Das<br />  Bundesarbeitsgericht sagt: Nicht jeder Facharzt ist auch in diesem Sinne<br />  fachärztlich tätig.<br />*Statt Gehaltserhöhungen von zweimal 2% (zum 1.7.07 und 1.8.08) gibt es für Ärzte<br />  bis Ende 2008 gar keine Erhöhungen.<br />* Ärzte sollen ein in die Gehaltstabelle eingearbeitetes Weihnachtsgeld von 30%<br />  erhalten, während andere Berufsgruppen bis zu 95% erhalten.<br />* Ärzte sollen gar keine Einmalzahlungen erhalten, während alle anderen <br />  Berufsgruppen (je nach Gruppe bis zu 450€/Jahr) von diesen Zahlungen<br />  profitieren.<br />* Der Fortbildungsurlaub ist auf drei Tage beschränkt und als „Kann-Regelung“  <br />  ausgestaltet. Nur wenn die Personalkosten von dritter Seite (oder vom Arzt<br />  selbst?!) erstattet werden, gibt es fünf Tage Fortbildungsurlaub.<br />* Für Bereitschaftsdienste an Feiertagen gibt es keinen 25%igen Aufschlag.<br />* Die wöchentliche Arbeitszeit soll für Ärzte 42 Stunden betragen und unbefristet<br />  auf 66 Stunden verlängert werden können.<br />* Die tägliche Arbeitszeit soll 24 Stunden statt maximal 18 Stunden betragen<br />  können.<br />* Der Besitzstand, der die Gehaltsfortzahlung im Krankheitsfall regelt, wurde für<br />  Ärzte gestrichen, während alle anderen Berufsgruppen davon profitieren.<br />* Der Vertrag sieht 10%ige Gehaltskürzungen im Fall von Notlagen vor (Zusi).<br /><br />Kommentar:<br />66 Wochenstunden bedeuten durchschnittlich 11 Stunden pro Tag und das von Mo-Sa.<br />Da das ganze über das Jahr gemittelt wird könnte man jeweils auch mehr arbeiten... (das Arbeitszeitgesetz wird hier nicht berücksichtigt).<br />Wenn man bedenkt, dass Fluglotsen z.T. nur 4 h arbeiten  (wegen der Verantwortung und der nötigen Konzentration), LKW-und Busfahrer ihre Lenkzeiten genau einhalten müssen, wundert man sich, dass für uns Ärzte solche Schutzvorschriften nicht gelten!<br /> Primär geht das auf Kosten der Gesundheit unserer Patienten. <br />Dieses Angebot ist eine Schande und ein Schlag ins Gesicht eines jeden verantwortungsbewußten Arztes!<br /></p><h2><font color="#ff0000"><strong>übersicht über die Verhandlungen:</strong></font></h2><h3><strong></strong></h3><p style="color: rgb(102, 51, 0);"><strong>19.05.2006 Ver.di schließt mit der TdL einen &quot;Tarifvertrag&quot; ab.</strong></p><p style="color: rgb(102, 51, 0);">11. Mai 2006 Sondierungs-Gespräch in Dresden:<br /><font color="#003366">In Dresden findet ein Sondierungsgespräch zwischen Vertretern der Verhandlungsführungen statt. Ein erstes Gehaltsangebot von 3.370 Euro brutto bei Erhöhung der Wochenarbeitszeit auf 42 h wird vom MB abgelehnt, daraufhin wird auf 3.600 Euro aufgestockt. Es erfolgt eine Drohung sonst mit ver.di abzuschließen und nicht mehr mit dem MB zu verhandeln.Das Angebot von Dresden ist am Ende immer noch ein Rückschritt gegenüber der BAT West-Vergütung, benachteiligt überproportional die jungen Ärzte, geht zu Lasten ver VKA und benachteiligt den Osten Deutschlands, da die Vergütung dort noch mehr leidet, als zur Zeit ohnehin schon. Nachts um 01:30 wird das Gespräch wegen Bewegungslosigkeit abgebrochen.</font> </p><p>Tariftabellenwerk (ohne Gewähr):</p><p>Beispielrechnungen -ohne Gewähr <br />                           BAT (west)   TVöD        München      Dresden <br />1. Jahr                  47.632          42.527      45.485           43.200 <br />3. Jahr                  49.356          46.135      48.142           47.400 <br />Facharzt                54.797          52.920      58.204           57.000 <br />Oberarzt oder        72.961          69.203      83.197           81.600 <br />Facharzt nach 6 Jahren </p> <br /><p />