Nachtreffen der Ärzte:
Liebe Leute, wir würden uns dennoch am Donnerstag, den 10.11.11 um 19:30 Uhr im Herrenkeller zu einer kleinen Nach-Besprechung treffen, Frank Reuther wird einige Worte zu den abgelaufenen Verhandlungen verlieren.Bitte informiert alle anderen Kollegen!
05.11.11 DER STREIK IST ABGEWENDET!
In letzter Minute ist der Streik abgewendet worden. Am heutigen Nachmittag haben sich der Marburger Bund und die TdL geeinigt. Um den erneuten Verhandlungstermin hatte die TdL gebeten. Offensichtlich hatte man uns nicht zugetraut, dass wir den Laden wirklich bestreiken und auch herunterfahren würden.Es ist eigentlich traurig, mit welcher Ignoranz und Gleichgültigkeit gegenüber den Patienten man deren Ausbestellung von Seiten der Tdl abgewartet hat um dann am Wochenende vor dem Streik, auf den letzten Drücker doch noch zu verhandeln. Auch wenn wir sofort alle Patienten wieder einbestellen wird sich der finanzielle Schaden nicht ganz abwenden lassen.
Von dem Ärger, den die TdL mit Ihrer starren Verhandlungsposition bei den Ärzten ausgelöst hat ganz zu schweigen. Gute Personalpolitik und Kampf um die besten Köpfe geht anders meine Herren!
Hier die erste Info vom MB:
Berlin - In der Tarifauseinandersetzung zwischen dem Marburger Bund (MB) und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) haben beide Seiten heute Nachmittag eine Tarifeinigung erzielt. Die Große Tarifkommission des MB hat daraufhin beschlossen, die Vorbereitungen für einen Ärztestreik an den Universitätskliniken im Tarifbereich TdL auszusetzen.
Die Mitglieder der Ärztegewerkschaft an den betroffenen Universitätskliniken wurden aufgerufen, ihre Planungen für Arbeitskampfmaßnahmen ab 7. November einzustellen.
Die Tarifeinigung sieht vor, dass die Gehälter der Uniklinik-Ärzte im Tarifbereich TdL ab 1. November 2011 um 3,6 Prozent erhöht werden.
Weitere Eckpunkte:
Für die Zeit vom 1. Juli 2011 bis 31. Oktober 2011 erhalten die Ärzte rückwirkend eine Einmalzahlung in Höhe von 350 Euro.
Auch die Nachtdienste der Ärzte werden besser bezahlt: Für Vollarbeit in der Nacht erhalten die Ärzte ab 1. Januar 2012 pro Stunde einen Zeitzuschlag in Höhe von 20 Prozent anstelle des bisherigen Stundenzuschlages für Nachtarbeit von 1,28 Euro. Auch für nächtliche Bereitschaftsdienste wird ab 1. Januar 2012 ein Zeitzuschlag in Höhe von 20 Prozent je Stunde gezahlt. Außerdem werden ab 1. Januar 2012 die Ärztinnen und Ärzte im Justizvollzugsdienst der Länder in den Geltungsbereich des Tarifvertrages aufgenommen. Die Betreibsärzte sind noch außen vor.
Die neue Tarifeinigung hat eine Mindestlaufzeit bis zum 28. Februar 2013.
04.11.11 Wichtige Vorbereitungsunterlagen:
Der MB hat einiges an Unterlagen zur Verfügung gestellt:Also schaut mal in den links/download-Bereich!
04.11.11 KEINE NOTDIENSTVEREINBARUNG !
Das Universitätsklinikum hat den Vorschlag der Ärzte für einen Wochenenddienst zur Versorgung der Notfälle zu garantieren abgelehnt und keine Notdienstvereinbarung mit uns abgeschlossen!Das bedeutet daß am Montag die Streikenden prinzipiell nur nach ihrem Gewissen zu handeln haben. Sollte es zu einer Mangelversorgung kommen, liegt die Verantwortung bei der Klinikleitung.
Offiziell begründet wurde dies mit der Tatsache, daß offensichtlich keine Uni bisher unterschrieben hat. Eine weitere Aussage hierzu war, man habe Vertrauen in die Verantwortung der Ärzte gegenüber den Patienten.
Anschließend wurde ein Vorschlag zur Notdienstvereinbarung gemacht, die einem nahezu normalen Tagesablauf entsprechen würde (!).
Dieser wurde unsererseits abgelehnt.
Es wurde versichert, daß die Streikenden keine Repressalien zu befürchten haben! Prinzipiell besteht der Wunsch auf schnelle Einigung und Vermeiden von Konfrontation und Eskalation.
Ärzte (bis zum LOA) sind nicht verpflichtet, Streikende zu melden. Die Lehre darf bestreikt werden.
Es wurde ein neuer Termin für Dienstag um 16:30 vereinbart.
Für uns heisst das Folgendes:
ALLE STREIKBEREITEN (Unsere internen Umfragen haben bis zu 80% ergeben) DÜRFEN UND SOLLEN AB MONTAG AUCH STREIKEN!- Wir arbeiten in Wochenendbesetzung+ Bedarfsdeckung an den Stellen, die wie gestern besprochen nicht bestreikt werden können oder sollen.
- Die Arbeitszeiten sind entsprechend denen unter der Woche und nicht erst ab 09:oo. Am SB und MB wird um 07:30 Uhr am Roten Strich prioritätsorientiert das Notfallprogramm besprochen und geplant.
- In allen Abteilungen sollte spätestens am Vorabend ein Plan für den nächsten Tag bestehen, aus dem hervorgeht, daß ausreichend Personal gemäß der Wochenendbesetzung anwesend ist.
04.11.11 AG Presse:
Die Presseabteilung hat heute mit dem Fernsehen (RegionalTV) gesprochen; die wollen 2 Sachen am Montag machen:1. Film am SB gegen 9.00: Auswirkung Streik auf Patientenversorgung; ich denke da sollte neben Herrn Portius von der Klinikpressestelle auch einer von uns da sein
2. ab ca. 11 Uhr/11:30 Uhr: Filmen am HOTDOG Stand:
DA SOLLTEN DANN AUCH ALLE DA SEIN!
Desweiteren haben wir ein Streikprogramm an den Redakteur der SWP geschickt, ein Kontakt zu Radio 7 wurde auch geknüpft.
Es war heute außerdem ein Reporter vom Deutschlandfunk in der Klinik, der über die Bedingungen an der Uniklinik und den Arbeitsalltag berichten wird (der Beitrag wird wohl nur 4 min lang werden, zu hören im Deutschlandradio am Montag).
03.11.11 Das letzte Vortreffen ist rum
Etwa 70 Abteilungsvertreter haben sich am letzten Vortreffen eingefunden. Dis auf zwei Abteilungen waren alle vertreten. Neben Assistenzärzten waren oftmals Fach- und auch Oberärzte erschienen und auch die Studenten waren dabei (auch die Lehre wird ja bestreikt werden).Am 04.11. wird die Notdienstvereinbarung verhandelt. Höchstwahrscheinlich wird es auf eine einfache Wochenendbesetzung herauslaufen.
Zumindest ist die Streikleitung dazu von den einzelenen Abteilungsärzten beauftragt worden. Damit ist die Notfallversorgung der Bevölkerung garantiert!
Einige Abteilungen haben schon bis zu 80% der Elektivpatienten in den Spezial-Ambulanzen ausbestellt. Andere Ambulanzen werden bewußt weitergeführt. Dazu gehören Notfallambulanzen, Kindernotfallversorgung und Chemotherapieamnulanzen. Bei Notfall-OPs und auch auf den Intensivstationen wollen wir weiterhin die Versorgung sicherstellen. Hierbei werden primär diejenigen Ärzte eingesetzt, die nicht streiken dürfen.
Zusammenfassung der Sitzung:
Auch die Lehre soll und kann bestreikt werden, sofern die Lehrenden angestellte Ärzte sind (sind sie sowieso fast alle). Die Lehre ist Teil ihrer vertraglichen Aufgabe und wird ebenso bestreikt. Nur Beamte müssen weiter lehren. Die Aussage, dass Lehre eine hoheitliche Aufgabe ist und nicht bestreikt werden darf ist schlicht und einfach falsch
Stundenplan:
Montag 8:30 Uhr bis 15:00 Uhr Treffen aller Ärzte in weißen Kitteln mit möglichst vielen Studenten am Berblinger Brunnen in der Hirschstraße. Hier werden Hot dogs (Hot docs) für den Spendenpreis von 1,28€ vergeben - dem Nachtdienstaufschlag pro Stunde der Universitätsärzte. Es gibt Material zum Banner und Plakate malen.
Das Fernsehen und die Printpresse haben massiv Interesse bekundet und werden uns den Vormittag über begleiten!
Um 11oo richtet sich Dr. Frank Reuther (MB) an die Anwesenden. Ende ca 15oo
Dienstag um 10:00 Uhr wird mit weißen Kitteln und auch wieder von Studenten begleitet der Münsterturm bestiegen. Nach Möglichkeit mit SWR oder Regio TV. Nachmittags um 14oo-16oo findet die Personalvollversammlung im Klinikhörsaal OE statt (Arbeitszeit). Möglichst viele Ärzte sollen hingehen. 16:30 Treffen der Streikleitung mit der Verwaltung
Mittwoch 9:30 Uhr Abfahrt nach Stuttgart. Der Bus wartet unterhalb des Safranberg auf dem kleinen Parkplatz der parallel zur Bahnlinie Ecke Örlinger Straße und Böfinger Straße. Weiße Kittel, Plakate, Studenten mitnehmen
Donnerstag 9:30 Uhr Abfahrt des Busses von gleicher Stelle zur Streikveranstaltung in München. Weiße Kittel, Plakate, Studenten mitnehmen.
Donnerstag 19:30 Uhr Streikbesprechung im Nebenzimmer des Herrenkellers in der Herrenkellergasse, da die folgende Woche geplant werden muss.
Freitag: Eine öffentlichkeitswirksame Idee für Freitag wird noch während der Woche ausgearbeitet.
Nächstes Treffen der Ärzte am
Donnerstag, den 03.11.11 um 19:30
im Herrenkeller, Ulm
Liebe Leute, der Streik rückt näher, die Streikleitung findet sich langsam zusammen.Das nächste Treffen der Ärzte findet am Donnerstag im Herrenkeller in der Herrenkellergasse 4 in Ulm statt.
Hier könnt Ihr Euch informieren, wieweit die Planung ist, und wo Ihr Euch einbringen könnt, wie Ihr an das Streikgeld des Marburger Bundes kommt, wenn der Streik erst losgeht.
Aufruf zum Streik
In dne nächsten Wochen soll gestreikt werden. Was bedeutet das für den Einzelnen? Steiken ist eine aktive Sache, zu der man hingehen muß. Das heißt für viele von uns nicht arbeiten für die Klinik, aber trotzdem einiges an zeitlicher Verpflichtung. Es gibt Demos zu denen wir reisen werden, und Demos die wir machen werden, sowie ein Streikstammtisch oder Streikbüro in dem man sich melden sollte. Streiken bedeutet letztendlich bewußter Lohnverzicht, aber auch Umsatzverlust für die Klinik, damit sich die Verantwortlichen in unserem Sinne bewegen.Der Gehaltsverlust beträgt in der Zeit die man streikt 100%. Um diesen negativen Faktor abzumildern zahlt der MB an berechtigte Streikende Streikgeld, allerdings natürlich nur, wenn man auch aktiv streikt und nicht nur zu Hause bleibt.
Für das Streikgeld sollte man im MB Mitglied sein und sich im Streikbüro blicken lassen, man muss den Verdienstausfall nachweisen können und den entsprechendne Antrag stellen.
Lassen wir die Patienten im Stich? Natürlich nicht. Für die Versorgung der Notfälle wird gesorgt sein. Eine Notdienstvereinbarung wird ausgearbeitet werden. Einige Abteilungsleiter werden den Streik wie immer nicht unterstützen (streiken dürfen sie als Chefs meist eh nicht), sie können aber den Notdienst übernehmen und damit die Notdienstvereinbarung erfüllen und werden damit Streikwillige freisetzen. Somit ist allen geholfen ;o)
Wie die Streikaktionen letztendlich aussehen werden, darüber machen sich kleine AGs Gedanken, das wird auch auf den Infotreffen und im Verlauf im Streiklokal entschieden und entwickelt werden.
Streiken ist eine persönliche Entscheidung: wer mit seinen Arbeitsbedingungen superzufrieden ist, gerne weniger verdient als alle anderen angestellten Ärzte und gerne sein Gehalt von der Inflation vernichtet haben möchte braucht nicht zu streiken.
Da aber bei der Abstimmung 97,4% für den Streik plädiert haben, sollte der Betreib in den nächsten Tagen doch etwas ins Stocken geraten.
Jetzt kann jeder Einzelne aktiv etwas zur Verbesserung beitragen, ob es die Negativstunden sind die man mit 20h-Diensten einfährt, oder die miesesten Nachtschichtzuschläge, oder das insuffiziente Tarifstufensystem. Jeder sollte eigentlich zumindest für einen Inflationsausgleich sein! Oder könnt Ihr alle nicht rechnen?
Falls Kollegen mit Ihren Chefs oder Oberärzten Probleme bekommen, weil sie von Ihrem Recht zu streiken Gebrauch machen, oder etwas anderes als in der abzuschließenden Notdienstvereinbarung machen sollen, so bitten wir Euch dies zu melden. Dagegen kann man u.U. auch juristisch vorgehen (das sollte aber entsprechend vorbereitet sein - die Gewerkschaft regelt solche Dinge netterweise für uns).
Streikvorbereitungen:
Was jeder einzelne tun sollte:Lest den Streikleitfaden, surft zu den anderen Unis, habt den Arsch in der Hose nicht nur immer leise zu maulen und zu leiden, sondern tut was für unseren Arbeitsplatz und den Beruf.
Findet die Abteilungsstreikbeauftragten, Organisiert die Abteilungen, Denkt Euch Plakatsprüche aus, Informiert Euch und Eure Patienten, die werden Euch sonst von sich aus fragen....
.....Und Streikt für Euer Recht auf lebenswürdige Arbeitsbedingungen.... Geschenkt kriegt man nichts.
24.10.11 Nächstes Info-Treffen
Liebe Leut, zur Streikvorbereitung werden in den nächsten Tagen die aufgebauten Netzwerke einiges zu tun haben:Das landesweiten Netzwerktreffen der Ärztinnen und Ärzte in den Universitätskliniken in Baden-Württemberg findet am Mittwoch, 26. Oktober 2011 um 17:30 Uhr
im Großen Saal der Landesärztekammer, Jahnstr. 38 A, Stuttgart-Degerloch statt.
Am Folgetag ist das Ulmer Treffen der Abteilungsvertreter und aller Interessierten:
21.10.11 - WIR STREIKEN ERNEUT!
Liebe Leute, leider ist die TdL nicht einsichtig, dass wir zumindest einen Inflationsausgleich verdient hätten - dass heißt, man bietet uns letztendlich einen Lohnverzicht an und tarnt diesen als 3,75% Lohnerhöhung (welcher aber durch Verzicht auf berechtigte Forderungen bitte von uns selbst durch Mehrarbeit finanziert werden soll!!!)Die letzte Lohnanpassung liegt etwa 2Jahre zurück und die neue Tabelle soll wahrscheinlich wieder 2-3 Jahre gelten. Bei einem Anstieg der Verbraucherpreise September 2011 gegenüber September 2010 (also in einem Jahr) von: + 2,6 % (Quelle: Statistisches Bundesamt) Sieht man, dass das nicht wirklich eine Lohnerhöhung ist, sondern klar ein Lohnverzicht auf die Laufzeit von 4 Jahren gesehen. Ganz besonders da wir die Bereitschaftsdienstvergütungsverbesserungen die gefordert werden und auch bitter nötig sind, aus diesen 3,75 % selber bezahlen sollen.
Die Urabstimmung aller Betroffenen hat mit etwa 97,4 % Zustimmung den Streik beschlossen.
17.10.2011 Urabstimmung läuft
Die Urabstimmung läuft, die ersten Rückläufe sehen überwältigend nach Streik aus!Unsere Bitte an alle MB-Mitglieder im TdL-Bereich: Sendet die Abstimmungszettel möglichst gesammelt, sonst gerne auch einzelnd an den MB zurück, damit wir eine repräsentative Abstimmung erreichen!
MACHT ZWEI KREUZE !
(Eins für Eure TdL-Zugehörigkeit und eins für oder gegen den STREIK!)
Am 26.10. ist das Netzwerktreffen der Universitätsärzte im Berlin, danach findet ein Netzwerktreffen in Ulm statt: 27.10.11 um 19:00 Uhr.
Hier wollen wir die Notdienstvereinbarungen
Skizzenhaft sieht es also so aus:
Urabstimmung->Streik: positiv-> Aufruf zum Streik durch die Gewerkschaft (MB)->Streikmaßnahmen voraussichtlich ab dem 07.11.2011.
(Für die Streikenden wird ein Streiklokal eingerichtet und nach Ende des Streiks auch Streikgeld ausbezahlt werden)
12.10.2011 Streikvorbereitungen laufen an
Das nächste Treffen der interessierten Ärzte und Abteilungskoordinatoren findet am17.10.2011 ab 19:00 im Herrenkeller (Herrenkellergasse 4) in Ulm statt.
Zur Unterstützung der Streikmaßnahmenvorbereitung haben wir die Rechtsanwältin Frau Natalie Schlick eingeladen, die uns etwaige Fragen zum Arbeitskampf beantworten kann. Hier geht es vor allem darum, den u.U. erfolgenden Druckmaßnahmen der Arbeitgeberseite auf Streikwillige sinnvoll, zeitnah und juristisch sauber zu begegnen.
Das Streikhandbuch 2011 gibt einen guten Einblick und sollte als Grundlagenliteratur möglichst hohe Verbreitung finden.
Desweiteren sammelt bitte Ideen für die Streikmaßnahmen.
10.10.2011 Die ersten Stimmzettel der Urabstimmung sind auf dem Weg.
In den nächsten Tagen werden alle MB-Mitglieder im Bereich der TdL aufgefordert, ihre Meinung zu etwaigen Streikmaßnahmen abzugeben. Sollte eine ausreichend große Anzahl für einen Streik plädieren, so wird dieser von der Gewerkschaft offiziell angekündigt, und von uns dann vor Ort durchgeführt.Inzwischen laufen die Netzwerkvorbereitungen schon, da wir davon ausgehen, dass die Urabstimmung zugunsten von Arbeitskampfmaßnahmen ausfällt. Geplant werden Infoveranstaltungen um die Kollegen vor Ort entsprechend zu informieren (Im downloadbereich findet Ihr schon mal das Streikhandbuch). Über Termine berichten wir hier und über den emailverteiler, sobald die konkrete Planung steht.
30.09.2011 Die TdL-Tarifverhandlungen sind abgebrochen: Der Marburger Bund wehrt sich gegen Schleuderpreise für Spitzenmedizin es kommt nun zur Urabstimmung über Streikaktionen
Berlin – Die seit Juli 2011 andauernden Tarifverhandlungen zwischen dem Marburger Bund und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) über den Tarifvertrag der Uniklinik-Ärzte sind an der völlig unzureichenden Kompromissbereitschaft der Arbeitgeberseite gescheitert.
Die TdL war zu keiner Zeit bereit, dem Marburger Bund ein faires Angebot zu machen. Stattdessen hat sie in den Sondierungen versucht, dem Marburger Bund ein Tarifdiktat aufzuzwingen.
Das heißt: Man hat uns Universitätsärzten keine entsprechenden Zugeständnisse machen wollen, die alle anderen Krankenhausärzte schon haben. Wir sollten also mit weniger Geld und schlechter bezahlten Diensten als alle anderen abgespeist werden.
Ein kurzes Video unserer nach Berlin gereisten Kollegen seht ihr hier. Bildet Euch selber eine Meinung.
Diese Universitätsärzte sind extra nach Berlin gefahren, um unsere Unterschriftenlisten den Verhandlungsführern der TdL auszuhändigen. Diese haben sich mit Ihren Kommentaren nicht wirklich beliebt gemacht.
Auch in der gestrigen fünften Verhandlungsrunde war nicht erkennbar, dass die TdL bereit ist, den entscheidenden Schritt auf die Uniklinik-Ärzte zuzugehen. Daraufhin hat die Große Tarifkommission der Ärztegewerkschaft heute den Abbruch und das Scheitern der Tarifverhandlungen erklärt. Es wird also erstmal keine weiteren Treffen geben, bis Kompromissbereitschaft der TdL signalisiert wird.
Ferner beschloss die Große Tarifkommission, die Mitglieder des Marburger Bundes im Geltungsbereich des Tarifvertrages für die Ärzte an den Unikliniken im Tarifbereich der TdL kurzfristig zur Urabstimmung über die Einleitung von Arbeitskampfmaßnahmen aufzurufen. Wir werden also in den nächsten Tagen aufgefordert, darüber abzustimmen ob wir streiken sollen oder nicht.
Die Urabstimmung wird in der Zeit vom 7. Oktober bis 20. Oktober 2011 durchgeführt. Bei einem positiven Votum der Mitglieder des Marburger Bundes müssen sich die Universitätskliniken im Tarifbereich der TdL ab 7. November 2011 auf Arbeitskampfmaßnahmen der Uniklinik-Ärzte einstellen.
„Wir hatten nie das Gefühl, dass der TdL wirklich klar ist, wie die Realität an den Unikliniken aussieht. Die Arbeitgeberseite wollte uns einen festgefügten Rahmen vorgeben, der in keiner Weise der hohen Leistungsbereitschaft und Qualifikation der Ärzte in den Unikliniken entspricht“, sagte Lutz Hammerschlag, Verhandlungsführer des Marburger Bundes.
Um den Forderungen des Marburger Bundes stärkeren Nachdruck zu verleihen, hatten sich bereits in dieser Woche von Montag bis Mittwoch rund 4300 Ärzte aus 19 Uniklinik-Standorten an zweistündigen Warnstreiks beteiligt.
In der Tarifrunde für die rund 20.000 Ärzte an den 23 Universitätskliniken im Tarifverbund der TdL fordert der Marburger Bund eine spürbare Anhebung des Tarifniveaus um linear fünf Prozent, eine bessere Bezahlung von Nachtdiensten und Strukturveränderungen in der Entgelttabelle.
28.09.2011 Der Warnstreik ist gelungen
Liebe Kollegen und Mitstreiter, nachdem in den letzten Tagen schon einige andere Universitätsklinika gezeigt haben, dass wir Uniärzte streikbereit sind, haben heute in Ulm für die ausgerufene Warnstreikzeit ca. 250 Ärzte der Uniklinik die Arbeit ruhen lassen und haben sich an den Oberen Eselsberg bewegt, um zu zeigen, dass man uns nicht weiter hinhalten sollte. Auch verbitten wir uns ein laues Angebot á la "Ihr könnt mehr Geld haben, wenn Ihr dafür entsprechend mehr arbeitet".Diese Art von Tiefstschätzung unserer Arbeit, Leistung und Person muß ein Ende haben!
Die am Ende der Woche fortgeführten Tarifverhandlungen werden hoffentlich erfolgreicher sein, sonst folgt die Urabstimmung, und ob unserem Klinikum einen echten Streik wirtschaftlich gut bekäme sei dahingestellt.
Es bleibt zu hoffen, dass die Leiter der Universitätskliniken entsprechende Bitten und auch Druck auf die TdL-Verhandlungskommission ausüben, denn es sollte klar sein, dass ein erfolgreicher Klinikumsbetrieb auch davon abhängt, dass man seine ärztlichen Stellen besetzt bekommt. Honorarärzte sind teuer, und aktuell kann jeder Uni-arzt direkt in einem anderen Haus seiner Wahl einen deutlich besseren Tarif bzw. Vertrag unterschreiben.
Der Fachkräftemangel ist bei uns knallharte Realität, wir arbeiten deutlich mehr als 42h in der Woche (meist eher 60+), offene Stellen können oftmals nicht zeitnah neu besetzt werden und gute Fachärzte kommen kaum noch welche an die Unikliniken, dafür sind die anderen Angebote meist zu verlockend.
Fazit: Wir brauchen einen GUTEN Tarifabschluß, sonst leidet die Qualität der Patientenversorgung noch mehr, und es wird noch schwieriger Ärzte zu bekommen.
Wir streiken also im Zweifelsfall für die medizinische Versorgung in Deutschland. Dieser, unserer Beruf muß jetzt deutlich attraktiver werden, sonst wird es ziemlich duster.

Nachrichten: Regio-TV, Donau3fm.
27.09.11 Infotreffen der Abteilungsärzte
Das Infotreffen vor dem ersten Warnstreik ist gut zu Ende gegangen.Wichtig:
- bringt morgen die Unterschriftenlisten für Berlin mit!
- Bringt Eure Kollegen mit! Telefoniert alle zusammen. Einige Abteilungen haben es sehr
gut organisiert und kommen mit guter Besetzung.
- Bitte kommt in Kitteln oder Arztkleidung!
- Wenn es irgendwie geht dann bringt Plakate mit, wir haben natürlich einige, aber
Selbergemachtes wirkt für die Bevölkerung u.U. besser.
- der Warnstreik gilt ab 13:00 Uhr, seid wenn es irgendwie geht spätestens 13:30 Uhr da.
- Ab 15:00 Uhr sollten alle wieder am Arbeitsplatz sein.
- Bei Fragen: s. Steikinfos 2011 -> Rechtliche Infos
27.09.11 Warnstreiks an den Unis in BW laufen gut an:
In den Universitätskliniken Freiburg, Heidelberg und Tübingen haben heute rund 1.000 Ärztinnen und Ärzte für zwei Stunden die Arbeit niedergelegt.Zu den Warnstreikaktionen hatte der Marburger Bund aufgerufen, um vor der nächsten Verhandlungsrunde mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) am 29. September in Berlin den Forderungen der Uniklinik-Ärzte im Tarifbereich TdL stärkeren Nachdruck zu verleihen.
In den bisher vier Verhandlungsrunden hat die Arbeitgeberseite keinerlei Entgegenkommen gezeigt. In Freiburg folgten dem Aufruf des Marburger Bundes etwa 500 Ärztinnen und Ärzte, in Tübingen knapp 400 und in Heidelberg rund 150.
„Die TdL muss endlich verstehen, dass die Geduld der Ärzte an den Universitätskliniken erschöpft ist.“ sagte Dr. Josef Ungemach, der 1. Vorsitzende des Landesverbandes Baden-Württemberg.
„Die Arbeitsbedingungen und Gehaltsperspektiven der Ärzte an den Universitätskliniken müssen jetzt deutlich verbessert werden, um die Arbeit dort wieder attraktiv zu machen. Insbesondere die Vergütung der Arbeit in der Nacht muss besser honoriert werden. Es kann nicht sein, dass die Ärztinnen und Ärzte an den Unikliniken hochqualifizierte Krankenversorgung erbringen und darüber hinaus noch forschen und lehren, aber trotzdem schlechter da stehen als ihre Kollegen an kommunalen Kliniken oder bei privaten Trägern.“
Am morgigen Mittwoch, den 28.09.2011, findet in der Zeit von 13 bis 15 Uhr der Warnstreik an der Universitätsklinik Ulm statt.
Der Marburger Bund fordert in der aktuellen Tarifrunde eine lineare Gehaltssteigerung um 5 Prozent sowie Verbesserungen in der Tabellenstruktur. Seit der letzten Vereinbarung mit der TdL sind zweieinhalb Jahre vergangen, in denen der Marburger Bund mit einer Vielzahl anderer Krankenhausträger Tarifabschlüsse erzielen konnte, die über dem derzeitigen TdL-Niveau liegen. Besonders auffällig ist der Unterschied in der Bezahlung von Nachtdiensten. Für Vollarbeit in der Nacht bekommen Uniklinik-Ärzte lediglich einen Zuschlag von 1,28 € pro Stunde.
26.09.2011 Die Warnstreiks haben begonnen
Hier der Bericht des MB:"Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,
der heutige Auftakt des Warnstreiks an den Universitätskliniken im Tarifbereich TdL war sehr ermutigend! In München, Hannover und Göttingen haben mehrere Hundert Ärztinnen und Ärzte für zwei Stunden die Arbeit niedergelegt, um Druck auf die TdL zu machen. [...]
Auf unserer Homepage und im YouTube-Kanal des Bundesverbandes können Sie auch zwei Video-Interviews anklicken: Rudolf Henke und Dr. Andreas Botzlar erklären kurz und prägnant, warum jetzt Warnstreiks notwendig sind und welche Forderung wir an die TdL haben:
Interview mit Rudolf Henke:
http://bit.ly/qtSnUi
Interview mit Dr. Andreas Botzlar:
http://bit.ly/pr8OP4
"
Also am Mittwoch ist der Warnstreik an der Uni-Ulm von 13-15 Uhr angemeldet. Treffpunkt: Verwaltungsgebäude Oberer Eselsberg.
Danach läuft der Betrieb wieder normal weiter.
22.09.2011 Erstes Treffen der Ärtevertreter aus den einzelnen Abteilungen (Infoabend) erfolgreich stattgefunden!
Ja, der erste Infoabend ist rum, insgesamt waren 25 Vertreter der einzelnen Abteilungen vertreten und informierten sich über die aktuelle Verhandlungslage und die konkreten Maßnahmen mit welchen die Ärzte der Uniklinik Ulm ihren Forderungen etwas "Nachdruck" verleihen werden.Zunächst für alle "Neulinge":
1. Der Marburger Bund ist unsere Gewerkschaft.
2. Der Marburger Bund seid also Ihr alle.
3. Der Tarifvertrag ist schon abgelaufen, ein neuer Abschluß muß verhandelt werden.
4. Die TdL verhandelt mit der Tarifkommission des Marburger Bundes
5. Seit 3 Treffen haben sich die Arbeitgebervertreter nicht bewegt, noch nicht mal ein
ernstes Angebot vorgelegt (das ist schon ziemlich frech) !
Aktuell pokern die Arbeitgeber, mann will einfach möglichst wenig zahlen und hofft darauf, dass wir Ärzte zu doof sind uns um unsere Arbeitsbedingungen und Bezahlung zu kümmern...
!!!! ALLE ANDEREN ÄRZTE VERDIENEN MEHR ALS DIE UNIVERSITÄTSÄRZTE !!!!!
Wir sind mit den Entgelttabellen fast überall schlechter gestellt als die Anderen, für die der MB seit unserer letzen Tarifrunde Tarifabschlüsse ausgehandelt hat.
6. Die Nächste Verhandlungsrunde ist am 30.09.11 in Berlin.
7. Der MB hat davor zu Warnstreiks an den Unikliniken ausgerufen um etwas Druck auszuüben:
Am Mittwoch, den 28.09.11 wird es an der Uni Ulm einen Warnstreik geben.
Um 13 Uhr versammeln wir uns mit Mann und Maus am OE vor der Verwaltung als zentraler Sammelplatz. Gegen 15 Uhr sollte der Betrieb wieder normal laufen.
Es geht zunächst nur darum zu zeigen, dass wir uns nicht veräppeln lassen und für unsere Rechte eintreten.
Bitte denkt an Eure Patienten und bestellt elektive Patienten nicht für diese Zeit ein, bzw. sorgt für andere Termine, d.h. bucht sie um. Wir wollen ja nicht, dass unsere Patienten unter der Blockadepolitik der TdL leiden müssen.
8. Streiken müßt Ihr selber, also kommt so zahlreich wie möglich und
VERGESST FÜR UNSER GRUPPENFOTO DIE WEISSEN KITTEL NICHT!
9. Desweiteren läuft eine Unterschriftenaktion, die Listen sollen den TdL-Vertretern in
Berlin von unseren Vertretern, die zur Verhandlung anreisen werden übergeben
werden.
BITTE UNTERSCHREIBT ALLE UND GEBT DEN KONTAKTPERSONEN IN DEN
ABTEILUNGEN DIE LISTEN WIEDER!
10. Der nächste Organisatorenabend ist am Dienstag 27.09.11 um 19:00 Uhr im ABTEILUNGEN DIE LISTEN WIEDER!
Herrenkeller geplant.
21.09.2011 Warnstreiks werden vorbereitet
Tja, liebe Kollegen, aktuell ist es immer noch so dass kein ordentliches Angebot vorliegt, inzwischen hat der Marburger Bund seine Forderungen vorgelegt, die sehr sehr moderat sind. Sollte die Arbeitgeberseite darauf nicht eingehen wollen, wäre noch nicht mal ein Inflationsausgleich drin.Die Netzwerke werden jetzt aktiviert, für das nächste Treffen sind Warnstreiks geplant. Jede Abteilung sollte ärztlicher Weise einen Sprecher stellen.
Der erste Infoabend ist am Donnerstag 22.09.11 ab 19:00 Uhr im Barfüesser Neu-Ulm.
August 2011 Neue TdL-Verhandlungsrunde 2011
Nachdem die letzte (dritte!) Tarifverhandlungsrunde für die Universitätsklinik (Ende Juli) erfolglos vom Marburger Bund beendet wurde findet am 7. September die 4. Runde statt. Dies hat die große Tarifkommission in einer außerordentlichen Sitzung beschlossen.Klar scheint zu sein, dass es wieder nicht ohne die Androhung von Arbeitskampfmaßnahmen vorangehen wird. Bisher hat es die Arbeitgeberseite nicht geschafft auch nur ein Angebot vorzulegen, über das verhandelt werden könnte. Dafür hat sie aber drei Tarifverhandlungsrunden "gebraucht". Die Taktik scheint "Hinhalten" zu sein, ein in Zeiten des Fachkräftemangels, in denen auch die Universitätskliniken um Leistungsträger (Ärzte und Pfleger) mit anderen konkurrieren müssen ein Schuß ins Knie und das mit Ansage! Das Angebot müsste lauten Inflationsausgleich und zwar nicht der "geschönte" sondern der reale im Geldbeutel, zusätzlich einer ordentlichen Steigerung der Vergütung, die der Leistung der eigenen ärztlichen Mitarbeiter Rechnung trägt. Warum gibt es nach Monaten noch nicht einmal ein Angebot, über das man steiten kann? Glaubt man so der Mitarbeiterzufriedenheit Auftrieb zu geben? Warum gibt es immer noch Abschläge im Stundenlohn zu sozial ungünstigen Zeiten am Wochenende und in der Nacht? Warum gibt es geplante Arbeit im Bereitschaftsdienst? Warum ist dieser schlechter Vergütet als Normale Arbeitszeit? Muß nicht Lebenszeit auf die man verzichtet um zu arbeiten entlohnt werden? Wie kann ich dieses System gerechter gestalten um meine hochspezialisierten Mitarbeiter zufriedenener zu machen? In solchen Zeiten wo offene Stellen nicht mehr zeitnah besetzt werden können, sind die zweistelligen jährlichen Leistungszahlensteigerungen im durchstrukturierten Bereich Krankenhaus auf klassischem Weg - mehr schlechtbezahlte Überstunden für den einzelnen Arzt - nicht mehr zu erreichen. Burnout-Syndrome wohin man schaut. Glaubt man mit Taschenspielertricks, Ablenkungsmanövern, kreativer Gesetzesauslegung und arbeitgeberungünstigen Lohnabrechnungs- und Bereitschaftdienst-modellen den "Braindrain" stoppen zu können?
Um zeitnah auf die nächste "Enttäuschung"reagieren zu können ist für den 9.September ein Netzwerktreffen der Ärzte und Ärztinnen geplant.
Alle aktuellen Infos gibt es unter www.tdl-tarifrunde.de.
15.05.2011 Tarifeinheit-was bedeutet dies?
Der deutsche Gewerkschaftsbund DGB (ehemalst größte Gewerkschaft darin ist Ver.di) kämpft gegen Mitgliederschwund und der Bund deutscher Arbeitgeber BDA möchte gerne das Streikrecht von Splittergewerkschaften abschaffen.Diese Beiden haben sich nun zusammengetan, um unter dem Deckmantel einer "-Einheit" den gesetzlichen Rahmen zur Abschaffung von Spezialgewerkschaften wie dem Marburger Bund voranzutreiben. Zumindest sollen diese nicht mehr in Tarifverhandlungen treten können.
Da wir Ärzte uns noch gut an die Situation erinnern können, als unsere Interessen von großen Gewerkschaften "verkauft" wurden. gilt es hier dagegenzuhalten und sich zu informieren.
www.freie-gewerkschatften.de
Wenn diese Beschränkung unserer Eigen-Vertretung gesetzlich zementiert werden sollte, heisst das jedoch nicht, dass ab sofort wieder Ver.di-Tarifabschlüsse für jeden von uns gelten müssen.... Es bleibt uns zum Glück die Abwanderung (gut ausgebildete deutsche Ärzte werden von vielen Ländern gerne genommen), oder etwa der "Aufstieg" in neue Beschäftigungsformen wie das Honorararztwesen - dieses hat zum Vorteil eine bessere Bezahlung, man bleibt den deutschen Gesundheitssystem als Leistungserbringer erhalten (muss nicht umziehen) und erhält die freie Gestaltung seiner Work-Life-Balance zurück.
Bundesverband der Honorarärzte
27.01.2011 2. Ärztesprechertreffen (TdL)
Auf dem Treffen wurde über die bevorstehende schwierige Tarifrunde informiert. Schwierig deshalb, da sich eine Tendenz abzeichnet, dass die Arbeitgeberseite vielfälltig zu versuchen scheint, die erreichten Rechte und Errungenschaften der Ärzte und seiner Gewerkschaft (MB) der letzten Tarifrunden rückgängig zu machen. Insbesondere den Marburger Bund als eigenständigen Tarifpartner scheint ein Dorn im Auge zu sein. Es wird aktuell versucht, die Koalitionsfreiheit aus Artikel 9 Absatz 3 des Grundgesetzes einzuschränken. Dies würde bedeuten, dass wir Ärzte nicht mehr mit unserer Gewerkschaft (MB) an Verhandlungen teilnehmen könnten, sondern eine Andere (Einheitsgewerkschaft) für uns mitverhandeln würden. Das hatten wir vor einigen Jahren schon einmal und haben uns zum Glück aus dieser Nummer herausgezogen und unsere Forderungen im Anschluss deutlich wirkungsvoller durch den Marburger Bund vertreten lassen. Beim MB läuft eine Kampagne zur Rettung der Tarifautonomie.
Desweiteren wurden die Erfahrungen mit dem Aufbau und Unterhalt der klinikweiten Netzwerke abgesprochen, die in den nächsten Tarifverhandlungen den Informationsfluss aufrechterhalten sollen.
Hierzu dient auch eine geplante Mitgliederbefragung an den Unikliniken um den Status Quo zu ermitteln und Forderungen und Erwartungen der Universitätsärzte besser erfassen und vertreten zu können.
07.10.2010 Ärztesprechertreffen TdL in Fulda
Am 7.10 fand in Fulda das 1. TdL-Ärztesprechertreffen für die Ärztinnen und Ärzte im Geltungsbereich des TV-Ärzte statt.Auch wir waren natürlich vertreten als es unter dem Thema: "Wildwuchs beseitigen" darum ging, die aktuelle Situation an den Universitätskliniken zu erarbeiten und unsere Hauptforderungen für die nächste Tarifverhandlung zu formulieren.
Sehr schnell kristallisierten sich dabei einige Hauptprobleme an den TdL-Häusern heraus. Folgend einige Infos aus dem erarbeitetem Papier, welches beim MB genauer nachgelesen werden kann.
Arbeitszeit und Bereitschaftsdienst
Nahezu übereinstimmend berichteten die Sprecher von einer wachsenden Unzufrie-
denheit innerhalb der Ärzteschaft mit Fragen der Arbeitszeit. Nicht nur, dass in hohem Maße faktische Vollarbeit in den Zeiten des Bereitschaftsdienstes verrichtet werden muss, sondern auch und gerade der Umgang der Arbeitgeber mit den anfallenden Überstunden führt zunehmend zu einer schlechten Stimmung. Oftmals werden diese schon auf Abteilungsebene nicht registriert, oder nicht akzeptiert oder mit einer Pauschale nach dem Motto "friss oder stirb" abgegolten.
Der Umstand, dass die elektronische Zeiterfassung bisher in die wenigsten Häuser Einzug gehalten hat öffnet dabei Wildwuchs und Missbrauch Tür und Tor.
(Nur 3 der Anwesenden hatten über konkrete Projekte- wohl eher Einzelfallbeschreibungen- meist nur in einer oder wenigen Abteilung Erfahrung gesammelt)
Zuschläge im Nachtdienst und Zusatzurlaub
Sehr konkret sind auch die Forderungen der Ärztinnen und Ärzte im Hinblick auf die Wertschätzung für die Arbeit zu ungünstigen Zeiten. Wir verkaufen gegen Lohn/Gehalt ja Lebenszeit an den Betrieb Krankenhaus. Die Tatsache, dass Zeiten der ärztlichen Tätigkeit in der Nacht noch immer schlechter bezahlt werden, als solche am Tage, stellt sich als besonderes Ärgernis dar.
Die im Bereich der VKA erreichten Zuschläge für Bereitschaftsdienst und Vollarbeit während der Nacht wurden –ebenso wie der Zusatzurlaub für nächtlichen Bereitschaftsdienst– übereinstimmend als erste Schritte in die richtige Richtung
begrüßt. Es gibt hier aus anderen Ländern ( vorwiegend skandinavische) wirklich tolle Beispiele wie man die Arbeit als Arzt mit einem eigenen Leben, einem Privatleben, Freizeit und Hobbies und sogar mit Familie die man live erleben kann attraktiver gestalten kann. Dazu gehört aber eine ausreichende Bezahlung, und Sonderurlaub für die Arbeit unter ungünstigen/teilweise krankmachenden Bedingungen, weil nichts anderes sind unsere Nachtschichten und Wochenenddienste.
Alter Wein in neuen Schläuchen
Die Teilnehmer berichteten außerdem von der zunehmenden Tendenz, oberärztliche Tätigkeiten auf Fachärzte zu delegieren, eine entsprechende Eingruppierung in die Entgeltgruppe Ä 3 aber zu verweigern.
Erschreckend ist, dass es sich bei der dabei "neu" geschaffenen Gruppe der sogenannten Supervisionsfachärzte tatsächlich um eine Renaissance des längst tot geglaubten Funktionsoberarztes handelt.
Schluss mit der Zwei-Klassen-Gesellschaft
Als deutliche Erwartung an die Arbeitgeber formulierten die Teilnehmer neben einer angemessenen linearen Erhöhung der Entgelte (-vielleicht auch zusätzlich zum Inflationsausgleich-Anm.d.V.) auch die Erweiterung des Geltungsbereiches des
Tarifvertrages auf jene Mediziner, die nicht unmittelbar kurativ tätig sind.
„Es kann nicht sein“, so der Tenor, „dass innerhalb der Ärzteschaft noch immer eine Zwei-Klassen-Gesellschaft bestehe, zwischen jenen Kollegen, die am Patienten tätig sind und jenen, die an den Grundlagen hierfür arbeiten.“
Netzwerke erweitern
Die anwesenden Ärztinnen und Ärzte appellierten zudem an Ihre Kollegen dazu beizutragen, dass funktionierende Ärztesprecher-Netzwerk an den von der Tarifrunde 2011 betroffenen Häusern auszubauen und zu intensivieren.
Die erfahrenen Teilnehmer sprachen zu diesem Zweck die Empfehlung aus, so früh wie möglich Abteilungstreffen durchzuführen und auch die Möglichkeiten der MB-WebCommunity zur Vernetzung zu nutzen.
Über das weitere Vorgehen und die Planung zukünftiger Ärztesprechertreffen werden wir Euch informieren.
Mai 2010 Personalrat gewählt
Die Angestellten der Universitätsklinik haben sich neue Vertreter in den Personalrat gewählt. Dieses Jahr kam es zu einem größeren Wechsel und einige neue Kandidaten haben es geschafft einen Sitz zu bekommen.weblink: Personalrat Uniklinikum
10.2.2010 Zum Glück sind aktuell keine Tarifverhandlungen für uns Ärzte an der Uni-Ulm anstehend
Entsprechend sehen wir uns aktuell dem Tagesgeschäft nämlich der bestmöglichen Versorgung unserer Patienten gegenüber.Bei kleineren Problemen hilft u.U. der Personalrat der Uniklinik weiter und so betrachten wir die deutsche Streikkultur immer mal wieder bei anderen Berufsgruppen.
Verwundert könnte man nur sein, wenn man das Verhalten der aktuell verhandelnden Arbeitgebervertreter (aktuell mit/gegen Ver.di) betrachtet. Auf der einen Seite rechnet man hinter vorgehaltener Hand mit einer Inflation von bis zu 5 Prozent und verlangt von den Arbeitnehmern Nullrunden (also letztendlich die gleiche/mehr Arbeit für weniger Gegenwert), weil man sich finanziell zu nichts anderem in der Lage sieht.
Armes Deutschland.
28.03.09 Tarifabschluß geglückt!
Manchmal kommt es doch schneller als man denkt!Der Abschluss ist gelungen!
Nach der Sondierungsrunde am 24. März, hat die 4. Verhandlungsrunde zwischen MB und TdL stattgefunden. Bereits in den ersten Verhandlungsstunden hatten sich die Gespräche deutlich positiv entwickelt, so dass die Nacht durch verhandelt wurde. Am heutigen Nachmittag, als sich für die Verhandlungskommissionen abzeichnete, dass eine Einigung gelingen könnte, reisten die beiden Spitzen, MB-Vorsitzender Rudolf Henke und TdL-Vorsitzender Hartmut Möllring nach Leipzig, um die endgültige Einigung herbeizuführen, was am Ende auch gelungen ist.
Die Tarifeinigung, muß heute noch von der Großen Tarifkomission des MB bestätigt werden:
- Die Gehälter der Universitätsärzte werden ab dem 1. Mai 2009 um 3,8 Prozent und zum 1. August 2010 um weitere 1,2 Prozent steigen. Die Tabelle gilt bis zum 30. Juni 2011.
- In der Struktur der Tabelle wurde für die Fachärzte eine vierte Stufe vereinbart. Dafür wird zunächst die Stufe drei um 3,8 Prozent angehoben und dann für das Tarifgebiet West 210 Euro und für das Tarifgebiet Ost 190 Euro draufgeschlagen. Die Stufe 4 gilt ab dem 10. Jahr.
- Der Geltungsbereich des Tarifvertrages wurde auf jene Ärzte, die vorübergehend in Forschung und Lehre täig sind, sowie die Ärzte der Justizvollzugskrankenhäuser erweitert. Zur Aufnahme der Betriebsärzte in den Tarifvertrag wurde die Aufnahme von Tarifverhandlungen vereinbart.
- Es erfolgte die Klarstellung im Tarifvertrag, dass die Gehälter der Ärzte in den östlichen Bundesländern zum 1. Januar 2010 auf das Westniveau angehoben werden.
Zeitnah wird im Netzwerk Universitätskliniken der Abschluss erläutert. Eine detaillierte Darstellung und die entsprechenden Tabellen werden in der nächsten Marburger Bund Zeitung publiziert.
Die Ärztesprecher werden für den 3. April zu einem weiteren Treffen eingeladen.
Für weiter Informationen www.marburger-bund.de.
20.3.09 Warnstreiks nach Ostern werden immer
wahrscheinlicher!
Jedoch ist die Haltung des Verhandlungs"partners" bis jetzt nicht sehr vertrauenserweckend, was ein verhndlungsfähiges Angebot anget Damit werden Warnstreiks nach Ostern immer wahrscheinlicher!Noch gilt: Der MB will am Verhandlungstisch zu einem Ergebnis kommen. Bei der nächsten Verhandlungsrunde muss es aber das geforderte verhandlungsfähige Angebot geben. Wie beim letzten Ärztesprechertreffen am 02.03. in Frankfurt vereinbart, werden wir den Ärzten einen Vorlauf von ca. 14 Tagen geben, um die Teilnahme an Warnstreiks etc. zu organisieren.
Sondierungskreis, da man nicht weiter weiß ???
In der vergangenen TdL-Verhandlungsrunde trennten sich die Verhandlungskommissionen von Marburger Bund und TdL schon nach wenigen Stunden. Es gab wieder kein Angebot der Arbeitgeberseite. Am 24. März werden sich Vertreter beider Seiten im kleinen Sondierungskreis treffen. Hier soll inhaltlich weiter gearbeiten werden, damit eine nächste Verhandlungsrunde überhaupt Sinn macht. Der MB will am Verhandlungstisch zu einem Ergebnis kommen und die TdL verzögert weiterhin, es wurde noch nicht mal ein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt (was alleine schon ein Armutszeugnis darstellt). Eine weitere Runde ohne Verhandlungsbasis keinen Sinn. Es scheint wieder auf Proteste hinauslaufen, wenn es so weitergeht. Zum Glück haben wir in den letzten Jahren die meisten Strukturen aufrechterhalten können, die zur schnellen Information der Kollegen nötig ist. Also informiert Euch entsprechend nach dem 24.3. wie es weitergehen soll.09.03.09 "Neues" aus den Tarifverhandlungen
Inzwischen ist die dritte Verhandlungsrunde rum. Leider sind die Verhandlungen ziemlich festgefahren und die Stimmung wohl etwas gespant und es liegt immer noch kein konkretes Arbeitgeberangebot vor.Für das nächste Treffen erwartet der MB jedoch genau dies. Sollte kein Angebot vorgelegt werden so sind von der Gewerkschaft härtere Maßnahmen angekündigt.
Auf den Ärztesprechertreffen welche zeitnah zu den Verhandlungen stattfinden ist der Unmut über diese Verzögerungstaktik seitens der Arbeitgeber klar zu spüren, und die Bereitschaft auch mit eindeutigen Mitteln für die eigenen Belange einzutreten ist da.
5.12.08 - Die Tarifforderungen des MB stehen fest!
Heute sind die Forderungen unserer Gewerkschaft herausgegeben worden. Die Tabelle und Erklärungen dazu gibt es hier.Insgesamt handelt es sich um 8-9% Erhöhung und eventuelle Änderungen der Tabellenstruktur, dies aber wohl nur, falls es im Einvernehmen möglich ist.
Dezember 2008 - Kündigung der Gehaltstabelle - Tarifverhandlungen für die Universitätskliniken stehen erneut an!
Am Montag den 8.12.08 fand in Frankfurt das Marburger Bund Ärztesprechertreffen der Universitätskliniken statt. Also derjenigen Kliniken, welche sich im Tarifbereich der TdL (Tarifkomission der Länder) befinden. Neben den honorigen MB-haupt- und nebenamtlichen fanden sich Vertreter von Betriebsärzten und Ärzten von JVA-Anstalten sowie Ärtze aus den (Uni-)kliniken von:Magdeburg
Heidelberg
Jena
Ulm
München
Dresden
Tübingen
Charité
aus dem Saarland
ZFP (Zentren für Psychatrie)
Düsseldorf
Köln
Heidelberg ZFP
Greifswald
Rostock
Erlangen
und andere mehr, die wir leider nicht schnell genug mitschreiben konnten ;o)
Zunächst erläuterte Lutz Hammerschlag (der Haupt-Verhandlungsführer) die Lage:
Es sieht also folgendermaßen aus:
zum 31.12.2008 wurden vom Marburger Bund die Entgeldtabellen und andere Entgeldregelungen, die die darauf aufbauen, gekündigt.
Dies bedeutet, dass es erneut Verhandlungen zwischen den Ärzten (vertreten durch den Marburger Bund) und der TdL (für die Arbeitgeber-die Länder) über eine neue Tabelle geben muß.
Hierzu tagt am 13.12.2008 die kleine Tarifkomission des MB (hier werden die Forderungen der Ärzte gesammelt und zu einem Gesamtkonzept zusammengestellt). Anschließend wird dann mit der Arbeitgeberseite darüber verhandelt.
Zurück zur jetzigen Lage: Die Gehaltstabelle ist also gekündigt. Daa BEDEUTET, dass nicht nur die Geldbeträge gekündigt sind, sondern auch die Struktur, d.h. die einzelnen Stufen und die Dauer für welche man sich in den einzelnen Stufen befindet, sowie die darauf basierenden Zeitzuschläge für z.B. Nachtdienste. D.h. auch die gesammte Tabelle kann anschließend anders aussehen. Denkbar wären mehr Spalten, kürzere Verweildauern in Ä2 und Ä3, monetäre Gleichstellungen über die einzelnen Stufen... etc.
Die Strategie des MB war es bis jetzt einmal erreichtes eines Tarifbereiches (TdL, VKA, PRivate Träger, etc.) auch auf die anderen Tarifbereiche auszuweiten und nach Möglichkeit zu übernehmen. Entsprechend haben etliche Tarifbereiche, die nach den Universitätskliniken verhandelt haben, was Gehalt und Arbeitnehmerfreundlichkeit angeht, bessere Konditionene als wir. Hier gilt es jetzt aufzuschließen und dazu sind die Tarifkomissionen auch auf diesem Ärztesprechertreffen aufgefordert worden. Es bleibt also spannend, da z.B. die VKA Häuser laut ihrem Vertrag eine weitere Erhöhung zum 1.1.09 von über 3% festgeschrieben haben.
Klare Ziele, die auch weiterhin vom MB vertreten werden sind die zentrale Forderung mit der Ungleichbehandlung von Ost und West-Bundesländern endlich Schluß zu machen. Nach "Du bist Deutschland" (einer millionenschweren Kampagne der Bundesregierung) sollten jetzt endlich alle Ärzte an Universitätskliniken in Ost-und Westdeutschland gleich behandet werden (diese Formulierung "Ost- und Westdeutschland" tut schon beim tipen weh-damit muß jetzt endlich Schluß sein!).
Alles andere wäre ein Armutszeugnis der Politik. Zeitgleich müssen auch alle anderen Arztgruppen, welche bei den Ländern angestellt werden (auch diejenigen, welche vielleicht nicht direkt in der Krankenversorgung tätig sind wie z.B. Labor- oder Arbeitsmediziner oder im öffentlichen Gesundheitsdienst) durch den Tarifabschluß gleichgestellt werden.
Was können wir tun?:
Aktuell müssen für die folgende Tarifrunde von uns vor Ort die Informationsnetzwerke, welche wärend der Streiks entstanden sind und am Ende herrvorragend funktioniert haben, überprüft und auf den neuesten Stand gebracht werden.
Dann kann man entsprechend hoffen, dass die "Großkopferten" sich gütig einigen und schnell wieder Ruhe einkehrt. Unsere Politiker sollten nicht schon wieder einen Streik der Ärzte riskieren. Letztendlich haben wir gezeigt, dass wir auch das streiken sehr schnell lernen, organisiert sind, mit hoher effizienz und effektivität arbeiten und auch streiken können und auch bereit sind, für unsere Interessen und die der Patienten einzutreten (das letzte Mal mit einer Streikzeit von über 2 Monaten).
Mehr Zahlen müssen sie auf jeden Fall, wollen sie die guten Ärzte halten. Inzwischen ist es ja sogar so, dass Stellen in den Universitäten offen stehen, weil es zu wenige Bewerber gibt, Der Ärztemangel verstärkt sich. Wir arbeiten in Deutschland, obwohl es in anderen Ländern bis zu 260% mehr Gehalt gibt, woanders die Arbeitszeiten besser/familienfreundlicher sind.
Also aktualisiert die abteilungsinternen email-Adressen-listen, damit wir wichtige Infos zu den Tarifverhandliungen schnell verteilen können.
Mit ein bischen Glück sind keine Streiks nötig, wenn die Arbeitgeber es provozieren sollen sie sehen, wie gut wir organisiert sind.
Geschenkt wird einem nichts, das haben wir verstanden.
Hier einmal die aktuelle Tabelle für 100% beschäftigte Ärzte (TdL):
| Bezeichnung | Euro | Euro | Euro | Euro | Euro |
| Arzt (im xten Jahr) | 3.705 (1.) | 3.915 (2.) | 4.065 (3.) | 4.325 (4.) | 4.635 (5.) |
| Facharzt (ab den xten Jahr) | 4.890 (1.) | 5.300 (4.) | 5.660 (7.) | ||
| Oberarzt (ab den xten Jahr) | 6.124 (1.) | 6.485 (4.) | 7.000 (7.) | ||
ständiger Vertreter | 7.205 (1.) | 7.720 (4.) | 8.130 (7.) |
Mai/08 Neues was die Klage angeht!
Die Chancen stehen nicht schlecht, kürzlich hat wieder eine Instanz dem Kläger recht gegeben. Die Arbeitgeberseite wird wahrscheinlich in Berufung gehen.Nach Rücksprache mit der Rechtsabteilung des MB warten wir ab, bis das oberste Arbeitsgericht entschieden hat, dann reichen wir geschlossen die Klagen ein.
Wichtig wäre es die Verwaltung turnusmäßig (jährlich) auf die falsche (besser noch die gewünschte korrekte) Eingliederung aufmerksam zu machen.
Ärztetag und MB-Delegiertenversammlung in Ulm.
Beide Treffen fanden in Ulm/Neu-Ulm statt. Die Medien berichteten fleißig, und der Ärztemangel nimmt zu. Die Forderungen der Ärzte werden meist von den Entscheidungsträgern belächelt, und der Mangel nimmt zu. Die Arbeitsbedingungen und die Ausbildung der jungen Kollegen werden dadurch schlechter, und der Mangel nimmt zu. Zuletzt wird der Patient leiden, wenn selbst die letzten Kollegen die Zustände nicht mehr ertragen, und weggehen, dahin wo qualitativ hochwertige Arbeit geschätzt und auch noch bezahlt wird.Klagen gegen das Uniklinikum - AIP anrechnen lassen!
Inzwischen haben sich doch schon eine zweistellige Zahl an ehemaligen AIPlern zusammengefunden, die ihre Zeit als AIP auf die Tabelle des TV-Ä angerechnet haben wollen. Da die reine Beantragung bei der Verwaltung nichts gebracht hat wird nun der Klageweg beschritten (bis auf eine rühmliche Ausnahme haben die Universitätskliniken in BW sich dazu entschlossen den AIP nicht als Zeit in denen Erfahrung im Ärztlichen Beruf gesammelt wird anzuerkennen).Eigentlich traurig, wie man mit seinen Mitabeitern umgeht, bedenkt man, dass der AIP mit seiner schlechten Bezahlung genau durch dieses "man muß ja Erfahrung sammeln" legitimiert wurde. Die Betroffenen haben also für ein Gehalt knapp über den Existenzminimum 1 1/2 Jahre VollzeitArztarbeit geleistet (mit allen Diensten und oftmals unbezahlten Überstunden), und nun sollen sie in der Gehaltstabelle genau um diese Zeit niedriger eingestuft werden. Sie werden also zweifach bestraft.
Inzwischen ist jedoch gerade aufgrund solcher Maßnahmen die persönliche Identifizierung des Einzelnen mit "seinem" Klinikum entsprechend gesungen und nun wird geklagt.
Auch die Uniklinik Ulm reiht sich also ein in die Gruppe der "Unrühmlichen".
Die Klagen sind in Vorbereitung. Interessierte, die sich ggf ein paar Tausend Euro zusätzlich nicht entgehen lassen wollen können sich gerne noch melden.
